Glis - La Rochelle - Gabriac -Glis


26. 02. 2020 Gabriac, La Coste

Wer den Blog von gestern gelesen hat weiss, dass wir im Wald "aufgeräumt" haben. Vom Feuer blieb lediglich ein Haufen Glut übrig, der bis am kommenden Morgen in sich zusammenfallen sollte - so der Plan. Dem war dann aber nicht so. Gegen 20.00 Uhr setzte starker Wind ein und wir mussten der Glut mit insgesamt 16 Eimern Wasser zu Leibe rücken. Wie Jacques später erklärt, war das nicht zum ersten Mal so. Er hat bei früheren Waldarbeiten auch schon mit Wasser eingreifen müssen... ;-))

Heute haben wir dann die Gegend um Gabriac erkundet. Les Cevennes sind ein sehr weitläufiges Gebiet mit vielen Tälern und Bergen. Wer sich nicht auskennt, kann sich effektiv leicht verlaufen. Es ist mit 8 Grad wesentlich kühler geworden. Auf dem L'Aigoual hat es seit gestern sogar etwas Schnee gegeben.

Morgen fahren wir via Pont St. Esprit zurück in die Schweiz. 


25. 02. 2020 Gabriac, La Coste

Der Tag beginnt bedeckt. Es ist kühler geworden. 

Eira und Maori (= Hund des Besitzers, dessen Haus Danny und Jacques hüten) verstehen sich gut. Beide lassen sich gerne verwöhnen.

Am Nachmittag gibt's Arbeit im angrenzenden Wald. Die Äste der gestern gefällten Bäume werden verbrannt. Ein Feuer, mitten im Wald - in der Schweiz undenkbar. Das würde bei uns wahrscheinlich Feuerwehr, Polizei und die Staatsanwaltschaft gleichzeitig auf den Plan rufen. Das Verbrennen von Grünzeug ist genau reglementiert. In den Cevennes gibt's zudem spezielle Regelungen.

Die Natur hat dieses Jahr erneut Vorsprung auf den Fahrplan. Die Pfirsichbäume blühen bereits! Der Klimawandel lässt grüssen. 


24. 02. 2020 La Rochelle - Gabriac la Coste

Das heutige Motto lautet: Wer richtig liest ist eindeutig im Vorteil! Warum dem so ist erkläre ich später.

Um 06.00 Uhr verlassen wir La Rochelle. Man merkt am relativ spät erwachenden Tag, dass wir uns weit im Westen befinden. Richtig hell wird es erst gegen 07.30 Uhr. Laut unserer Planung haben wir ca. 500 km zurückzulegen - wir haben also Zeit. Die nehmen wir uns auch, z.B für das Frühstück, ein gemütliches Mittagessen oder für Pausen, um Eira hinauszulassen. Es reicht sogar für ein paar Einkäufe bei Decathlon in Tulle. 

Wir rechnen damit, im Verlaufe des Nachmittags bei Danny und Jacques in Gabriac anzukommen - die Betonung liegt bei "planen". Ca. 80 km vor unserem geplanten Ziel befragen wir das GPS noch einmal nach dem genauen Weg. Die Anzeige lässt uns dann allerdings staunen: "Sie erreichen ihr Ziel nach 220 km". Da haben wir uns bei der Eingabe vertippt. Eine zweite Eingabe des Zielortes führt zum gleichen Resultat. Jetzt dämmert uns erst, dass das von uns im Voraus geplante "Gabriac" nicht dem richtigen "Gabriac" entspricht. Wir haben während des ganzen Tages das falsche "Gabriac" angesteuert. Es gibt zwei Orte mit demselben Namen und einer Distanz von ca. 140 km (12340, Gabriac im Departement Aveyron und 48110 Gabriac im Departement Lozère). Das heisst jetzt also, dass wir um 16.00 Uhr noch 3 Stunden Fahrt vor uns haben um 220 km abzuspulen. Um 19.00 Uhr treffen dann im "richtigen" Gabriac ein. 

An diesem doch etwas speziellen Reisetag haben wir schlussendlich nicht einmal Zeit gehabt, um Fotos zu machen...;-))


23. 02. 2020 La Rochelle

Wir schlendern ein weiteres Mal durch die Stadt. Es gibt viel zu sehen hier am Atlantik. Beim Wasserstand sind wir gleich weit wie gestern - die Schiffe liegen im Dreck. Zum Mittagessen gibt's in einem kleinen Restaurant an der Hafenpromenade "Moules et Frites" für Marianne und "Fish and Chips" für mich. Es hat geschmeckt.

In einem Hafen am Meer sind alle Dimensionen etwas grösser. Die Schiffe sind länger und vor allem wesentlich breiter. Damit braucht es auch das entsprechend grössere Equipement um sie aus dem Wasser zu holen. 


22. 02. 2020 Nieuil s. Mer (La Rochelle)

Heute sind wir zur Geburtstagsfeier von Noel eingeladen. Die Party geht in Aytré über die Bühne. Am Vormittag spazieren wir aber zuerst durch die Stadt und besuchen z.B. den alten Hafen in La Rochelle. Für die Jahreszeit ist doch recht viel Volk unterwegs. Erstaunlich weit ist die Natur. Die Osterglocken blühen schon was das Zeug hält - und das am 22. Februar 20. Um 11.00 Uhr vormittags ist Ebbe. Die Flut wird den Hafen erst gegen 17.00 Uhr wieder auffüllen. Das macht immerhin einen Unterschied von 4.5 Metern!

An der Geburtstagsparty gab es wie immer en France, viel Spektakel. Mit einem gemeinsamen Mittagessen - das Essen wahr sehr gut -  ist es dann aber nicht getan. Um 17.00 Uhr haben wir uns bei Noel zu Hause eingefunden, um dem Karaoke zu frönen und um wieder etwas zu essen. So dauerte die Geburtstagsfeier für uns von 12.00 Uhr bis ca. 22.00 Uhr - für ein paar andere Gäste wahrscheinlich noch ein paar Stündchen länger. 


21. 02. 20 Montceau les Mines - Nieuil s. Mer (La Rochelle) - ca. 600 km

Die Übernachtung im Ibis war soweit i.o. Wie üblich schläft es sich im Hotel nicht wie zu Hause. Das Frühstück war sehr gut. Die Abfahrt begann dann mit dem Kratzen der Scheiben, etwas was wir in diesem Winter noch eher selten gemacht haben. 

Die Fahrt nach La Rochelle ist problemlos verlaufen. Es haben sich dann aber doch ca. 600 km zusammengeläppert. 

Zum Nachtessen sind wir bei Danielle uns Noel Pacault eingeladen. Davor gab's noch einen Abstecher ans Meer. Im Hintergrund sieht man die Brücke nach Ile de Ré. 

Übernachtet wird heute in einer schnuckeligen Duplex-Wohnung in La Rochelle, die uns Danielle organisiert hat. 


20. 02. 20 Glis - Montceau les Mines ca. 450 km

In diesen Frühlingsferien sind wir wieder unterwegs, aber nicht per Schiff. Wir besuchen die Familie Pacault in Nieuil s. Mer (La Rochelle) am Atlantik und anschliessend unsere Kollegen Jacques und Dany in Gabriac, La Coste im Süden von Frankreich.

Heute übernachten wir in Montceau les Mines im Hotel Ibis. Verköstigt haben wir uns im Restaurant "Courtepaille".

Auf der Anreise haben wir einen Abstecher nach Chagny gemacht und unserem Schiffskonstrukteur Giacomo und seiner Frau Caroline einen Besuch abgestattet. Im Canal de Centre hat's wiederum etwas Wasser. Ganz voll ist der Kanalabschnitt in Chagny aber nicht. Im Moment werden noch ein paar Unterhaltsarbeiten vorgenommen. Morgen geht's weiter in Richtung La Rochelle.

Savoyeux 6. - 9. Februar 2020


Savoyeux, 8. Februar 2020

Das Wetter zeigt sich mit strahlend blauem Himmel von seiner besten Seite. Die Nacht war wieder kalt. Morgen soll's dann einen Wetterwechsel geben. Der Wind hat bereits auf West gedreht. Die ersten Regenwolken haben die Küste Frankreichs bereits erreicht. 

Zum dritten Bild:

Im Hafen von Savoyeux gibt es einen Tennisplatz. Auf dem abgebildeten Plakat an der Eingangstüre wird erklärt, wie man zu welchen Bedingungen auf das Terrain kommt. Die französische Version ist gut verständlich. In der englischen Variante hapert es schon gewaltig mit der Übersetzung. Nur schon Google könnte das wahrscheinlich besser. Ganz spannend wird's dann aber in Deutsch. Na dann... Zuerst die Arbeit - sprich Tennis für 3 Euro die Stunde und anschliessend das Vergnügen - allerdings ohne Preisangabe... ;-))

Morgen geht's wiederum ab nach Hause, denn am Montag ruft die Arbeit. 


Savoyeux 7. Februar 2020

Der Tag beginnt sehr kühl. Während der Nacht sind die Temperaturen auf 0 Grad gesunken. Am Morgen liegt dicker Raureif. 

Zum Mittagessen sind wir mit Francine und Jean-Pierre in Gray verabredet. Wir essen im "La petit Fontaine" - wie immer sehr gut. 

Die Saône führt Hochwasser in Gray sind alle Abflüsse offen. Wir hoffen mal, dass VNF alles nötige unternehmen um auch die Reservoirs zu füllen. In den letzten Jahren war es leider oft so, dass im Frühjahr zwar genügend Niederschläge gefallen sind, dann aber bedingt durch den mangelnden Unterhalt der Kanäle viel Wasser an undichten Stellen unnötigerweise versickert ist.

Bei frühlingshaften Nachmittagstemperaturen repariere ich ein paar Stellen an der unteren Scheuerleiste.


Savoyeux, 6. Februar 2020

Dies ist unser erster Aufenthalt in Savoyeux im Jahr 2020. Es ist zwar kühl aber für die Jahreszeit dann doch zu warm. Am ersten Abend ist das ganze Innenleben des JLB immer ausgekühlt. Mit unseren beiden Holzöfen bringen wir aber in relativ kurzer Zeit eine wohlige Wärme her. 

Die Bilder...

Auf dem ersten Bild sieht man einen Porsche, wie wir ihn heute in Pontarlier auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums fotografiert haben. Da kann man sich nur fragen: Arroganz oder Unvermögen richtig einzuparken?

Das zweite Bild zeigt Marianne, dick in Faserpelze eingepackt. Mir persönlich tut's auch ein T-Shirt. Das Empfinden von Temperatur ist offensichtlich in unserer Familie nicht bei allen ganz gleich.

Bild 3: Eira geniesst den "JLB-24-Stunden-Rundum-Service" und schläft.