St. Jean und Umgebung 6. - 11. Juni 2019


Di, 11.6.2019 Heimreise

Auf der Heimreise fahren wir via Savoyeux, um uns nach einem neuen Liegeplatz zu erkundigen. Die Situation in St. Jean in Sachen "Algen" ist nicht mehr zu goutieren. Das grüne Zeug spriesst was das Zeug hält. Dagegen unternommen wird nichts. Im April hat die beauftragte Firma mit einem schwimmenden Greifer den Kanalbereich etwas gesäubert. Damals hat es geheissen, man im Juni weiter arbeiten werde. Passiert ist bisher nichts.

In Savoyeux sind wir erfolgreich. Ab August 2019 liegen wir im neuen Hafen. Die Anreise aus der Schweiz ist nicht länger. Zukünftig fahren wir via Pontarlier und Besançon. 

Ab Mittwoch sind wir wiederum auf der Arbeit und freuen uns auf die Sommerferien ab dem 26. Juni 2019.


Mo, 10.6.2019, St. Jean de Losne

Heute ist Shopping-Day. Wir fahren nach Dijon und tätigen verschiedene Einkäufe. Während der ganzen Nacht hat es mehr oder weniger stark geregnet geregnet. Die Temperaturen sind für die Jahreszeit eher tief. 

Am Abend kommen Petra und Manfred zum "Apéro dinatoire". Zum gemütlichen Zusammensitzen gibt's auch ausgiebig etwas zum Knabbern. 


So, 9. 6. 2019 St. Jean de Losne

Heute haben wir es sehr ruhig genommen. Wir haben nicht einmal Fotos gemacht. Das Wetter ist angenehm. Gegen Abend beginnt es zu regnen und das ist auch dringend notwendig. Es ist nämlich sehr trocken. 

Am Mittag treffen wir uns mit Manfred und Petra von der "PETRA" im "Bouchon Lonais". Wie immer haben wir sehr gut gegessen:

2x Moules / Frites

1x Coquis St. Jacques

1x Burger Bourgogne

Ein Foto haben wir dann doch noch geschossen - EIRA auf der Kaimauer in St. Jean de Losne.


Sa, 8. Juni 2019, St. Jean de Losne

Das Wetter hat sich beruhigt. Der Wind hat sich verabschiedet. Die Temperaturen sind angenehm. 

Familie Schwan präsentiert ihren Nachwuchs, der sich am üppig spriessenden Grünzeug labt. Das orange Schiffchen auf dem zweiten Bild versucht mit einer Art Rechen die Algen etwas an den Rand zu schieben. Das Ganze ist nichts anderes als ein Tropfen auf den heissen Stein. Im Gare d'Eau liegen Tonnen von dem grünen Zeug.

Um gute Ideen sollte man nie verlegen sein. Der Kahn im Trockendock navigiert wahrscheinlich im Moment nicht aus eigener Kraft. 

Am Abend konnte ich dann noch mit Ueli und Christine zurück nach Chagny fahren, um unser Auto zu holen. Besten Dank an die beiden. Damit wäre die Übung "Schiffsüberführung für die Sommerferien" auch schon Geschichte. Was wir jetzt effektiv im Sommer machen werden, lassen wir im Moment noch offen. In der Navigation braucht es halt eine gute Portion Flexibilität.


Fr, 7. Juni 2019 Oberhalb v. St. Symphorien

Heute haben wir einen der windigsten Tage seit jeher erlebt. Ein starkes Tief im Westen hat uns mit starken Windböen eingedeckt. Wir haben gerade noch rechtzeitig im Grünen angelegt, mussten dann aber das Tauwerk ziemlich verstärken, um an Ort und Stelle zu bleiben. 

Gegen Abend hat sich der Wind gelegt und wir haben dann tatsächlich noch ein Feuerchen angezündet. 

Mehrheitlich verbrachten wir den Tag lesend und dösend - inkl. Eira.

PS: Unser Auto ist noch in Chagny. Ich kann morgen mit Ueli und Christine, die aus der Schweiz nach Mercurey zurückkehren, mitfahren. 


Do, 6. Juni 2019

Wie immer haben wir bereits auf der Anreise en France "Ägschen". Noch gestern zeigte das Thermometer um die 30 Grad. Heute auf der Anreise waren es dann lediglich 20 Grad. Trotzdem hatten wir plötzlich das Gefühl, IM Auto sei es doch recht heiss. Das Hochdrehen der Klimaanlage brachte keine Veränderung. Nach einiger Zeit haben wir dann festgestellt, dass die Ventilation - gleich auf welche Stufe wir sie gedreht haben - nicht mehr als ein laues Lüftchen brachte. Wo könnte also das Problem liegen:

Defekte Klimanalage? 

Defekt am Drehschalter der Lüftung?

Defekt am Gebläse?

Defekte Sicherung?

Während Marianne in der Bedienungsanleitung die Anordnung der Sicherungen studiert fuhren wir weiter. Bei einem kurzen Halt haben wir dann das Problem gefunden. Die Sicherung für das Gebläse ist nicht etwa durchgebrannt - nein - sie sass lediglich nicht ganz fest in der Halterung... z..z..z..! Da muss man noch drauf kommen. 

Am Nachmittag haben wir dann noch mit dem Roller das Auto nach Chagny auf dem Canal de Centre verschoben. Das sind Hin und Zurück 120km. Bereits in Chagny ist uns aufgefallen, dass der Wasserspiegel etwas abgesenkt wurde (ca. 30 cm). Wir haben dem Umstand aber nicht weiter Beachtung geschenkt. Als wir dann zurück in St. Jean sind, teilt uns die Equipe der "PETRA" per Telefon mit, dass sie in der Centre einfahren wollten, dabei aber bedingt durch den niedrigen Wasserstand schon Probleme erhielten. Wenn bereits jetzt - Anfangs Juni - der Wasserstand auf einem Kanal gesenkt wird, ist das kein gutes Zeichen für die kommenden Sommermonate. 

Wir ändern also unseren Sommerplan: Centre, Lateral à la Loire, Briare ect. sind kein Thema mehr. 

Morgen holen wir mit dem Roller das Auto in Chagny. 120 km hin und zurück, man könnte meinen wir seien auf einer Biker-Tour... ;-))

Die Algensituation im Hafen hat sich ganz und gar nicht etwa verbessert. Der grüne Teppich wird mit jedem Tag dichter. 

Kanäle mit zu wenig Wasser, Häfen die langsam zuwachsen, Temperaturschwankungen von 10 - 15 Grad innert 24 Stunden, heisse und trockene Sommer... der Klimawandel lässt grüssen.