Sommer - Herbst 2021


Wochenblog: Samstag, 9. Oktober - Samstag, 16. Oktober 2021

Port s. Saône - Corre - Soing

Die Tage werden kürzer und die Temperaturen sinken - vor allem am Abend und am Morgen. Während der letzten Woche zeigte das Thermometer morgens jeweils um die 0 Grad an. (... jeder Tag beginnt mit einer dicken Nebelschicht). Da beneidet uns manche Mieter-Mannschaft um unsere beiden Holzheizungen. Holz gibt's an allen Ecken und Enden genug. Nach ein wenig Bearbeitung mit Säge und Axt sind die meisten Stücke auch schon zum Einheizen bereit. 

In Baulay muss es einen innovativen Gemeinderat geben. Hier steht nämlich ein sehr futuristisch anmutendes Gebilde. Es handelt sich um eine automatische Solaranlage, die sich je nach Sonnenstand automatisch ausrichtet. Am Abend stellt sie sich flach, um sich am nächsten Morgen wieder nach Osten auszurichten. 

In Port s. Saône hat der Hafenverwalter im Kampf gegen die Wasserpflanzen Eigeninitiative ergriffen. José hat sich nämlich seine eigene "Foucardeuse" gebaut. Damit bearbeitet er den Hafen und das Kanalstück bis zur Schleuse. VNF selber macht meiner Meinung nach zu wenig, um der Algenplage Herr zu werden. 

Noch ein Wort zum letzten Bild: Es handelt sich dabei um die Konfitüre von Marianne - eine Mischung von verschiedenen Zitrusfrüchten. Per Zufall habe ich eines Morgens davon gekostet. Für meinen Gusto: ungeniessbar... ;-((( 


Wochenblog: Samstag, 2. Oktober - Samstag, 9. Oktober 2021

Das vergangene Wochenende war sehr regnerisch. Bis am Montag sind wir in Savoyeux liegen geblieben. Wir haben den Scooter bei Jacques und Dany eingewintert und dafür Holz aufgeladen. Ab Dienstag legen wir die Strecke Savoyeux - Port s. Saône zurück. An den folgenden Orten machen wir halt: Rey s. Saône, Soing, Scey s. Saône, Port s. Saône. Wir nehmen es gemütlich und erledigen kleine Unterhaltsarbeiten wie Kamin reinigen, Heckkiste neu streichen und Boot putzen. 

Der erste Versuch mit dem Suchmagneten fördert immerhin eine rostige Gabel zu Tage. Es kann also nur noch besser werden. Später war es dann nebst rostigen Nägeln und Schrauben auch ein altes 10-Franc-Stück. Eine Währung, die zwar schon lange ausser Betrieb ist, aber wer weiss - wenn dann die alten Goldmünzen kommen, gibt's einen Extra-Blog... ;-))

Auf den ersten zwei Bildern ist das Waschhaus in Rey s. Saône zu sehen. Ein Gebäude, wie es noch in vielen französischen Dörfern zu finden ist. 

Auf dem JLB wird viel gedöst. Vor allem nach den Spaziergängen. Sinah ist wesentlich ruhiger geworden. Sie verhält sich jetzt langsam aber sicher wie ein richtiger Hund.

Das auf dem Foto abgebildete rostige Schleusenhaus steht auf der gelegentlichen Schleuse "Cubry" an der Saône. Soweit wir das feststellen konnten, das einzige dieser Art. Da hat sicher wieder ein Künstler für gutes Geld einen Design-Auftrag erhalten. Diese Finanzen würde VNF besser in den Unterhalt der Kanäle stecken oder in die Suche nach einer Lösung im Kampf gegen die weit verbreiteten invasiven Wasserpflanzen.

Im Restaurant "Les 2 Ports" in Scey s. Saône genehmigten wir uns am Freitag zum Mittagessen "Friture de Sandre". Es hat sehr gut geschmeckt. 

 


Wochenblog: Samstag, 25. - Samstag, 2. Oktober 2021

Die Strecke in dieser Woche: L'Abergement la Ronce - Savoyeux. Nach drei Tagen in St. Jean de Losne navigieren wir anschliessend wieder in Richtung Norden. 

Die Tage beginnen deutlich kühler und meistens mit Nebel, der sich erst gegen Mittag lichtet. Trotzdem gibt es Mietboote, die auch im dichten Nebel losfahren. Das ist gemeingefährlich. Erstens haben die Mieter absolut keine Ortskenntnisse und zweitens könnten ja auch andere Unbelehrbare unterwegs sein. Ein Zusammenstoss - auch wenn beide Boote nur mit 10 km/h unterwegs sind - kann böse enden. 

Sinah und Eira haben auf dem Schiff weniger Auslauf als zu Hause. Vor allem Sinah dürfen wir noch nicht frei laufen lassen und schon gar nicht an unbekannten Orten. Vor allem der Jungspund weiss dann manchmal nicht so recht, wohin mit der ganzen Energie... ;-))

Heute haben wir während der Mittagspause keine Siesta gemacht, dafür Holz gerüstet. An der Anlegestelle im Grünen hatten wir eine sehr gute Gelegenheit dazu. 

Die Leuchte auf dem letzten Bild ist uns gestern schwimmend entgegengekommen. Die muss irgend einer Equipe vom Boot gefallen sein. Es handelt sich um eine Notleuchte, die am Rettungsring befestigt wird. Bisher hat uns ein solches Teil gefehlt...;-)).  Nach dem Wechsel der Batterie funktioniert sie einwandfrei. Jetzt sind wir top ausgerüstet.

A propos verlorene Ausrüstung. Heute fischten wir eine Boje aus der Saône, relativ neu und in sehr gutem Zustand. Ich hoffe nur, dass die Vermieter die Ausrüstung jeweils genau kontrollieren und die Säumigen entsprechend zur Kasse bitten. Leider begegnen uns oft Mietboote, deren Mannschaften nicht nur mit der Ausrüstung sondern auch mit dem Boot als Ganzes sehr unsorgfältig umgehen.  


Wochenblog: Montag, 20. - Samstag, 25. September 2021

Es ist Herbst geworden. Die Tage beginnen jetzt oft mit Nebel, kühlen Temperaturen und viel Feuchtigkeit. Unser Heizsystem bewährt sich wie immer. Wir sind in dieser Woche auf dem Canal Rhone au Rhin in Richtung Dôle unterwegs. In Choisey machen wir kehrt. Es sind noch einige Mietboote unterwegs. Ihr Fahrverhalten ist bekannt: Mit Vollgas durch jeden Halt aber mit grosser Mühe die Schleuseneinfahrt meistern, das kennen wir zur Genüge. In einer der Schleusen in Richtung Dôle treffen wir auf einen dicken Schaumteppich. Das Ganze sieht nicht besonders "gesund" aus. 

Eira und Sinah finden langsam zusammen. Zoff gibt's immer nur dann, wenn der 4 Monate alte Jungspund die alte Dame zum übermässigen Spielen auffordert. 

Wir haben auch auswärts gegessen. Z.B. in der "Pataterie" in Choisey. Die Zertifikatskontrolle hat sich jeweils sehr einfach gestaltet. Sogar beim Besuch eines Flohmarktes auf einem weitläufigen Sportplatz galt Zertifikatspflicht. Auch hier hat sich die Kontrolle sehr einfach gestaltet. 

Einkäufe erledigen wir mit dem Roller. Das Ab- bzw. Aufladen funktioniert sehr einfach und vor allem rasch. 

PS: Die beiden Thonsandwiches auf dem zweitletzten Bild kosten gerade mal 6.80 Euros - beide zusammen!!


Wochenblog: Dienstag, 14. - Sonntag, 19. September 2021

Wie geplant sind wir am 14. September wiederum nach Frankreich gereist. Sinah hat an diesem Tag die letzte Impfung erhalten. Die Anreise mit beiden Hunden gestaltet sich erstaunlich einfach und ruhig. Bei einem Halt im Jura wird sogar zur gleichen Zeit aus demselben Topf Wasser getrunken - das ist ein gutes Zeichen. Auch auf dem Schiff kommen die beiden ohne grössere Probleme an einander vorbei. 

Die Bilder 4 und 5 bedürfen einer besonderen Erklärung. Beim Waschen des Bootes ist mir die Spritzdüse vom Wasserschlauch ins Wasser gefallen und sofort abgetaucht. Für mich war damit die Sache eigentlich erledigt. Am Abend hat dann Raymond - unser Nachbar - aber festgestellt, dass da irgend "Etwas" oranges im Kanal treibt. Offensichtlich ist das Teil wiederum aufgetaucht,  hat sich dann aber schön in der Mitte des Kanals gehalten. Mit dem Wasserschlauch konnte Raymond die Düse zum anderen Kanalufer bugsieren. Mit dem langen Bootshaken habe ich die Düse dann aus dem Wasser gefischt. 

Das Elektro-Klapprad hat den Geist aufgegeben. Die Bedienung am Lenker macht keinen Mucks mehr. Fehlersuche: Batterie ist nach 6 Jahren am Ende, eine der vielen Steckverbindung ist schadhaft, der Motor hat sich verabschiedet usw. Die rettende Idee hatte Philippe, der Alleskönner bei Snaily. Die Bedienung am Lenker war defekt. In seinem Fundus hat er dann doch tatsächlich von einem alten E-Bike von Giacomo das Ersatzteil gefunden. Abgerechnet habe ich mit Giacomo mit einer Flasche Whisky. Bestellung und Lieferung via Velohändler in Südfrankreich wäre bestimmt wesentlich komplizierter und vor allem kostspieliger geworden. Alles in allem konnte das Problem innert einer halben Stunde gelöst werden. Raymond und Isabelle haben mit ihrem E-Bike ebenfalls ein Problem, aber wesentlich mehr Pech. Im Juli ging es per Spedition retour an den Lieferanten, kam nach Wochen zurück, war immer noch defekt, wurde erneut eingeschickt und ist bis heute noch nicht geliefert worden. 

Am Donnerstag den 16. September verschieben wir mit der Hilfe von Ueli unser Auto zurück nach St. Jean de Losne. Besten Dank. Die Strecke bis nach Savoyeux werden wir wiederum in kleinen Etappen per Velo bewältigen. 

Am 17. September verlassen wir Chagny in Richtung Fragnes. Auf dem Canal de Centre ist relativ viel los. Vor allem Hotelschiffe sind unterwegs.

Am 18. September fahren wir auf der Saône in Richtung Norden. Zum Mittagessen machen wir in Gergy Halt. Im Restaurant "La Guinguette" zeigt sich, wie einfach die Zertifikatsüberprüfung funktioniert. Für zwei Personen dauert der Scan des QR-Codes keine 20 Sekunden. Wenn der oberste Schweizer Gastronomie-Vertreter Platzer behauptet, jeder Restaurateur müsse zu Kontrollzwecken zusätzliches Personal engagieren, jammert er wie üblich auf sehr hohem Niveau. Was in Frankreich funktioniert, sollte in der Schweiz mit Sicherheit auch machbar sein. 

Am Abend liegen wir unterhalb von Seurre beim PK 180. Wir liegen quer zum Fluss. Das Heck ragt weit zur Flussmitte hin. Es ist ein angenehmer Spätsommerabend. Um 01.00 Uhr ändert sich die Wetterlage radikal. Starker Westwind kommt auf und drückt kräftig auf unsere Steuerbordseite. Wir befestigen ein zweites Seil an einem anderen Poller. Wenn's den Baum am Ufer nicht umwirft und unsere Poller halten, sind wir auf der sicheren Seite. Es hat gehalten. Gegen 03.00 Uhr setzt dann starker Regen ein und der Wind legt sich etwas. Am Morgen navigieren wir weiter nach St. Jean de Losne und legen am Quai National an. Es ist regnerisch. Wir heizen. Das Holz habe ich in Savoyeux geholt. Unser Auto ist jetzt das Holzdepot. 


Freitag, 3. September 2021, Chagny

Heute war der Tag des Malerhandwerks. Dusche und WC haben einen neuen Bodenanstrich erhalten. Damit sind alle vorgesehenen Arbeiten erledigt. 

Zum Mittagessen gab's bei Isabelle und Raymond Canard und Risotto. Es hat exzellent geschmeckt. 

Morgen geht's für mich und die "Assistentin" Eira ab nach Hause. Mitte September werden wir zur Fortsetzung unserer Sommerreise in Chagny wiederum starten - ein Novum, das nur funktioniert, wenn mann in Rente ist... ;-))


Donnerstag, 2. September 2021, Chagny

Nach einer kühlen Nacht sind heute die Temperaturen wieder etwas angestiegen. Für die kommende Woche wurden wieder Temperaturen über 30 Grad angekündigt. Da die Tage aber schon recht kürzer geworden sind, kühlt es am späteren Nachmittag aber schon deutlich ab. 

Die Türen haben jetzt je eine neue Verriegelung erhalten. Das Ganze ist wesentlich solider als das bisherige System. 

Die Küchenfenster sind ebenfalls mit einer neuen Dichtung in Form von "Gyso-Vitrosil" abgedichtet. Damit sind jetzt fast alle Fenster neu verklebt und sollten dicht sein. Die nächste Regenperiode wird Erfolg oder Misserfolg zeigen. 

Gestern und heute haben insgesamt 3 Hotelschiffe Chagny in Richtung Montchanin passiert. Das ist einigermassen erstaunlich. Während den Monaten Juli und August haben wir auf dem Canal du Centre kein einziges Hotelschiff gekreuzt. Für den Kanal bringen die Hotelschiffe nur Vorteile. Einerseits werden Kanäle mit regem Schiffsverkehr nicht so rasch geschlossen, andererseits "putzen" die Hotelschiffe die Fahrrinne ordentlich durch.


Mittwoch, 1. September 2021, Chagny

Heute ist der erste Tag in meinem neuen Lebensabschnitt - Beginn der Rentenzeit. Einen Unterschied habe ich noch nicht vermerkt. Ich hatte nämlich während des ganzen Tages ordentlich zu tun.

Der Einbau der neuen Türverriegelungen geht zwar gut voran, braucht aber doch seine Zeit. Die Steuerbordseite ist soweit fertig, jetzt ist die Hecktüre dran. Dazu musste ich zuerst einmal beide Schiebetüren ausbauen. Das ist jedesmal eine sehr aufwändige Übung. Dabei hat beim letzten Mal die Scheibe einen Riss erhalten. 

Zum Mittagessen war ich bei Isabelle und Raymond eingeladen. Es hat sehr gut geschmeckt. Besten Dank.


Dienstag, 31. August 2021, Chagny

Eigentlich war der nächste Aufenthalt en France für Mitte September geplant. Es ist anders gekommen. Da diese Woche keine weiteren Termine anstehen, erledige ich ein paar Arbeiten auf dem Schiff. Die Türen erhalten neue Schliessmechanismen. Die alten sind in die Jahre gekommen und liessen sich nur mehr schlecht verriegeln. Die Türe auf der Steuerbordseite ist soweit schon mal angepasst. Es fehlen noch die Abdeckungen und die Montage des Schliessblechs. Das muss ich allerdings zuhause zuerst anpassen. 

Der Schaukelstuhl hat neue Armlehnen in Holz - fait maison - erhalten. 

Meine treue "Assistentin" ist diesmal Eira. Geduldiges Warten ist eine ihrer Stärken. Ich möchte nicht wissen, wie viele Stunden Eira in den letzten 12 Jahren bei Umbauarbeiten auf dem JLB schon zugeschaut hat. Sinah wird in der Schweiz von Marianne gehütet.

Die Temperaturen sind sehr angenehm. Das Thermometer hat lediglich 23 Grad angezeigt. 


Wochenend-Blog: Samstag, 14. August 2021 (Montchanin - Chagny)

Die Temperaturen steigen. Während dieser Woche war es merklich wärmer. Das Thermometer zeigt regelmässig mehr als 30 Grad. Eigentlich ist das nicht aussergewöhnlich, wir sind immer noch mitten im Sommer. 

In Chagny treffen wir auf Isabelle und Raymond. Die beiden sind hier stationiert und werden bis im September noch einen Teil des "Canal du Centre" befahren. Im Schatten unter den Akazien im Port de Bouzeron lässt es sich angenehm speisen. 

Auch an der "Hundefront" tut sich etwas. Eira und Sinah kommen sich jetzt ohne Anfeindungen näher. Das Mittagsschläfchen findet gemeinsam im Steuerstand statt. 

Am Samstag und am Sonntag begleite ich Kurt und Silvya auf ihrer "Seraphine" per Convoyage von Chagny nach St. Jean-de-Losne. Es ist sehr heiss. Selbst auf der Saône weht nur ein sehr laues Lüftchen. Sogar die Kühe nehmen ein kühles Bad.

Zweimal treffen wir uns in Mercuey mit Christine und Ueli zum Nachtessen. Es gibt immer News zu verkünden und kleine Unterhaltsarbeiten durchzuführen. 

Am Sonntag reisen wir für 4 Wochen zurück in die Schweiz. Das hat sehr verschiedene Gründe. Wir haben noch den einen oder anderen Arzttermin, die Hunde "dürfen" zur jährlichen Impfung, das Rotzertreffen steht an und vor allem Sinah schätzt den grosszügigen Auslauf ums Haus. Im September werden die Temperaturen etwas mässiger sein und wir erleben zum ersten Mal 6 Wochen Bootsfahrt am Stück im Herbst. Das war während unserer beruflichen Tätigkeit nie möglich. 


Wochenend-Blog: Samstag, 07. August 2021 (Coulanges - Montchanin)

Es war eine kühle Woche. Im Schnitt sind wir bei ca. 25 Grad. Zudem regnet es bald jeden Tag einmal. Die Temperaturen sind für den Monat August effektiv zu niedrig. Uns soll es recht sein. Für die nächste Woche werden Werte um die 30 Grad gemeldet. 

Zu Beginn der Woche mussten wir zuerst einmal den Fuss unseres Krans neu fixieren. Den Kran brauchen wir um den Scooter aufzuladen und um die Wächeleinen zu fixieren. Innert kurzer Zeit sieht es bei uns einmal mehr aus wie auf einer Grossbaustelle. An zwei Stellen hat sich die Halterung vom Polyester gelöst. Nächstens wären dann sowohl der Scooter wie auch der Kran im Wasser gelandet.

In Génelard liegen wir während drei Tagen und treffen uns mit der Equipe der "Petra" (Manfred und Petra). Coronabedingt haben wir die beiden seit längerer Zeit nicht mehr getroffen. Sie sind unterwegs in Richtung Westen.

Wie schon in der vergangenen Woche sind wir meistens alleine unterwegs. Die Schleusenwärter bestätigen uns, dass es sowohl auf dem "Lateral" wie auch auf dem "Centre" sehr ruhig ist - zu ruhig für die Hochsaison. Meistens sind wir an den Anlegestellen alleine. Vor Corona musste man z.B. frühzeitig am Tag in Génelard oder in Paray le Monial sein, um einen Platz für die Nacht vorzufinden. In diesem Jahr war das nie ein Problem. 2020 und in diesem Jahr fehlen viele ausländische Boote (Neuseeländer, Briten, Niederländer). Zudem machen Kanäle mit viel Kraut keine gute Werbung für den Boots-Tourismus. 

SINAH ist mittlerweile seit zwei Wochen mit uns unterwegs und hält uns ganz schön auf Trapp. Pünktlich um 06.15 Uhr muss sie raus. Das Geschäft erledigt sie rasch und lässt uns anschliessend noch eine Stunde weiterschlafen. Leben hat sie für drei und wenn sie ihre "5 - Minuten" hat, ist sie kaum zu bändigen. Am reibungslosen Auskommen von Sinah mit Eira arbeiten wir noch.


Wochenend-Blog: Samstag, 31. Juli 2021 (Decize - Coulanges)

Das beherrschende Thema in dieser Woche war unser Hund Nr. 2: SINAH. Am letzten Samstag haben wir sie in St. Pierre les Moutiers, in der Nähe von Nevers abgeholt. Wie es Welpen so an sich haben, kennen sie noch nicht viel vom Leben, da muss zuerst vieles erkundet und erlebt werden. Für uns - inkl. Eira - ist die Situation auch neu. Es ist wesentlich mehr los auf dem JLB. Eira muss sich noch an die neue Mitbewohnerin gewöhnen. Nach 12 Jahres "Princesse No. 1" braucht sie noch etwas Zeit, um die neue Situation vollständig zu verstehen, aber das wird schon noch. 

Das Wetter zeigte sich diese Woche von der sehr angenehmen Seite. Die Temperaturen sind nicht über die 25-Grad-Marke gestiegen. Für die Dauer einer Woche haben wir nur die kurze Strecke von Decize - Coulanges zurückgelegt - wir haben ja jetzt Zeit. 

Noch eine kurze Erklärung zu den letzten zwei Fotos:

In Gannay s. Loire haben wir einem tschechischen Boot mit unserem Wasserschlauch ausgeholfen. Es lag etwas weit entfernt von der Zapfstelle und brauchte 80 Meter Schlauch, wie der Käpten durch Abschreiten ausgemessen hat... ;-)). Wir haben ihm dann ca. 50 Meter zur Verfügung stellen können. Zum Dank erhielten wir zwei Dosen tschechisches Bier, welches sehr gut geschmeckt hat. 

Der Bootsfahrer auf dem letzten Bild lag vor uns in Coulanges - ein ganz spezieller Vogel. Er hat uns mit der folgenden "Story" unterhalten:

  • Den Dieselmotor hat er ausgebaut. Der braucht zu viel Platz und ist zu schwer. 
  • Im Moment navigiert er mit dem 6-PS Aussenborder.
  • Für 50 Euro kaufe er sich nächstens einen Elektro-Motor. Der werde an Stelle des Diesels eingebaut. Den Übergang zur Antriebswelle muss er entsprechend anpassen. 
  • Die Energie für den Elektro-Motor beziehe er ab einer handelsüblichen Autobatterie.
  • Die Batterie soll vom bereits vorhandenen Sonnenpanel (60 x 40 cm) geliefert werden. 
  • Einen Quad werde er später im Bugbereich platzieren, um mobiler zu sein. 

Wir haben uns nur die Augen gerieben. Offensichtlich machen wir etwas falsch. Die Fläche unserer Sonnenpanels beträgt ca. 5 Quadratmeter und trotzdem fahren wir mit Diesel... ;-)) Eines ist sicher, diesem Bootsfahrer fehlt es eindeutig an Realitätsbezug. 


Wochenend-Blog: Samstag, 24. Juli 2021 (Génelard - Decize)

Es ist warm geworden. Die Temperaturen steigen bald jeden Tag über 30 Grad. Wir sind nur kurze Strecken unterwegs und suchen regelmässig den Schatten. Das ist auf einem Kanal gut machbar. Da auf dem Lateral à la Loire die Schleusen noch zum grossen Teil von Hand bedient werden, braucht es aber jeweils die Absprache mit dem Schleusenpersonal, damit diese nicht umsonst die nächste Schleuse vorbereiten. 

Die "Plantes aquatiques" blockieren nicht nur die Häfen wie St. Jean de Losne oder Savoyeux, sie verbreiten sich auch massenhaft an vielen andern Stellen. Auf dem Canal du Centre, kurz vor Paray le Monial haben wir unser Boot über eine Strecke von ca. 500 Metern zu Fuss - d.h. am Seil ziehend - vorwärtsbewegt. Wir sind jetzt bald 30 Jahre auf den Kanälen und Flüssen unterwegs - so viele Pflanzen im Wasser haben wir noch nie gesehen, und es wird immer schlimmer. Zudem sind nicht nur mehr die Häfen betroffen. Immer häufiger sind ganze Kanalabschnitte vollständig zugewachsen. Auf dem Canal Lateral à la Loire sind die "Mähmaschinen" (la foucardeuse) zwar unterwegs, in Anbetracht der Pflanzenflut ist das aber eine aussichtslose Aktion. Steigende Temperaturen im Sommer und "warme" Winter lassen das Grünzeug fleissig spriessen. Zudem nimmt die Wassertiefe in den Kanälen laufend ab, denn Transportschiffe, die die Fahrrinne "durchputzen" gibt's keine mehr. Damit dringt das Tageslist bis auf den Grund vor und unterstützt das Wachstum noch einmal. 

Immer wieder trifft man auf sehr freundliche Leute. So z.B. Christian, Brigitte und Marie-Claude. Die rüstigen Rentner sind mit ihren Campern unterwegs und betätigen sich jeden Tag sportlich, in dem sie 30 - 40 km mit dem Fahrrad weiter bzw. zurück fahren. Zufälliger Weise haben wir sie während der letzen Woche sehr oft gekreuzt oder überholt und dabei nicht einmal daran gedacht von der Begegnung ein Foto zu schiessen - trotz zweier gemeinsamer Apèros... ;-((

Was wir aber fotografiert haben, sind diejenigen Mieter, die am Freitagabend die letzte Schleuse hinunter in den Hafen von Decize nicht mehr geschafft haben. Vier, nur mehr halbwegs rüstige Rentner mit drei Hunden mussten dann im Kanal übernachten. Das Anlegemanöver war halsbrecherisch und der Zustand des Bootes lässt vermuten, dass die Ferienwoche ähnlich verlaufen ist. Von den insgesamt 10 Fendern waren noch deren 4 mehr schlecht als recht am Boot befestigt - ein Teil davon defekt. Die restlichen dümpeln wahrscheinlich in der einen oder anderen Schleuse herum.

Zu unserem Count-Down:  Dieser wird heute Abend in "St. Pierre les Moutiers" enden. Wir holen dort nämlich eine Copine für Eira. 9 Wochen alt, gleiche Rasse, gleiche Farbe, gleiches Geschlecht und hoffentlich gleicher Charakter wie Eira. Die ersten Fotos haben wir bei unserem Besuch vor 4 Wochen gemacht. Weitere gibt's nächste Woche. 

 


Wochenend-Blog: Samstag, 17. Juli 2021 (Fragnes - Génelard)

Diese Woche haben wir die Strecke Fragnes - Génelard zurückgelegt. Das sind ca. 80 km mit ungefähr 30 Schleusen. Früher hätten wir für dieselbe Strecke 2 Tage gebraucht. Jetzt haben wir Zeit.

Zurück zum Wasser "im Schiff". Auf der Fahrt von Fragnes nach Chagny ist weiter Wasser eingedrungen. Einerseits hinter der Dusche (zwei Stellen), andererseits hinter dem Schrank im Salon (4 Stellen), alles die Folge von durchgerosteten Schrauben, die die untere Scheuerleiste fixieren. Auf diese Weise haben sich rasch 3 cm Wasser unter dem Motor angesammelt. Am Montag heisst es dann, schleifen, schleifen, schleifen um die Farbschicht bis auf den Polyester zu entfernen. Anschliessend haben wir auf einer Länge von 4 Metern die ganze Seite neu mit Glasfasermatten und Polyester zugeklebt - auch an den Stellen, wo die Schrauben noch in Takt sind - sicher ist sicher.

Wasser "im Kanal": Während der ganzen Woche hat es mehr oder weniger ständig geregnet. Die Sonne haben wir erst am Samstag wieder gesehen. Die Speicherseen für den Canal de Centre sind voll bis oben hin. Wir hoffen mal, dass das so bleibt.

Die Temperaturen liessen es zu, dass wir sogar mehrmals im Salon eingeheizt haben. 

Aufgefallen sind uns die vielen halb bzw. vollständig umgefallenen Bäume am Rand des Kanals. Hier muss es noch vor kurzer Zeit ordentlich gestürmt haben. 

Den abgebildeten Sandwich kauften wir in der "Sandwicherei" in Montceau les Mines. Für die 32 cm (!) Thon-Sandwich haben wir geschlagene 3.50 Euro bezahlt. Dasselbe Teil kostet in der Schweiz mindestens Fr. 10.-- bis 12.--

Am Samstag, den 17. Juli liegen wir in Génelard im Hafenbecken. Die Temperaturen sind in dieser Woche zum ersten Mal im angenehmen Bereich und es ist trocken. Auf dem Kanal ist wenig los. Seit Chagny haben wir keine zehn Boote gekreuzt - und das im Juli. Eigentlich ist jetzt Hochsaison. Uns soll's recht sein, solange die Schleusen funktionieren. 

Marianne hat heute Geburtstag. Damit hängt sie während des ganzen Tages am "Draht". Nur gut, haben wir eine grosse und schnelle Internetleitung... ;-))

PS: Bei uns läuft ein Count-Down. Wozu? Warum? Weshalb? Wohin...? Unsere Leser mögen sich überraschen lassen. Mehr News dazu gibt's in einer Woche... ;-)) Wer regelmässig in unseren Whats-App-Status schaut, wird im Laufe der kommenden Woche selber herausfinden können "WAS" wir da herunterzählen... 


Wochenend-Blog: Samstag, 10. Juli 2021 (St. Jean - Fragnes)

Nach der Übernachtung in Les Mailly legen wir in St. Jean de Losne an. Einkaufen und Wäsche waschen ist angesagt. Am Samstag, 10. Juli geht's dann weiter nach Fragnes auf dem Canal de Centre. Die ca. 70 km von St. Jean de Losne nach Fragnes ist bei uns eher unbeliebt. Der Fluss ist eintönig und in der Nähe von Chalon haben Freizeitschiffer mit ihren kleinen Booten - dafür aber grossen Motoren - die helle Freude daran, alle anderen zu ärgern. 

Soweit ich weiss, ist es nicht gestattet an den Ufern der Saône zu campen. Anscheinend kümmert das niemanden. Wohnwagen, Wohnmobile, Partyzelte usw. stehen zuhauf an den Ufern. 

Richtig "ÄGSCHEN" haben wir dann am Samstag, 10. Juli in Fragnes. Bereits vor zwei Tagen hatten wie wiederum Wasser unter dem Motor. Aufgefallen ist uns, dass es sich nur sammelt, wenn wir unterwegs sind. Was wir vermutet haben bewahrheitet sich. Die Befestigungsschrauben der unteren Scheuerleiste sind an einigen Stellen durchgerostet und lassen Wasser eindringen. Beim Fahren taucht die Scheuerleiste teilweise unter den Wasserspiegel und lässt damit Wasser eindringen. Die Frage war nur: Welche der Schrauben auf 13 Metern Länge durchgerostet sind. Die Suche gestaltet sich langwierig und kompliziert.  Der Schrank im Salon wird demontiert. In der Schlafkabine passiert dasselbe. Wir können die nässende Stelle nur ungefähr lokalisieren. Und zwar hinter der Duschwanne! Genau an der Stelle, die absolut schlecht zugänglich ist. 

Da wir jetzt bis auf die Duschwanne alles freigelegt haben, werden wir morgen während der Fahrt nach Chagny, bewaffnet mit dem Scheinwerfer, genauer feststellen können wo genau die defekten Schrauben sitzen - hoffentlich. Am Montag heisst es dann höchstwahrscheinlich, Waschmaschine ausbauen, Rückwand der Dusche aufsägen, u.U. Duschwanne aufschneiden und dann dem Problem mit Polyester zu Leibe rücken. 

Nur gut, sind wir so gut wie in Rente und haben Zeit. Zeit, die vor allem der Schreibende auch anders nützen könnte...;-))

Affaire à suivre... am nächsten Wochenende wissen wir mehr...


8. Juli 2021, Pontailler - Les Mailly

Es ist ein regnerischer Tag. Erst am Nachmittag zeigt sich wieder die Sonne. 

Wir verlassen Pontailler gegen 10.00 Uhr und navigieren bis nach Les Maillys - mehr oder weniger im Regen.

In Les Maillys treffen wir auf Francine und Jean-Pierre von der Tabatha (siehe Foto). Zum Nachtessen sind wir auf der Tabatha. 

Achtung: Ab sofort wird unser Blog nur mehr wöchentlich aktualisiert (Jeweils am Samstag oder am Sonntag). Wir sind jetzt schliesslich in Rente und damit gegen tägliche Fixtermine... ;-))


7. Juli 2021, Gray - Pontallier (Plage), 32 km, 2 Schleusen

Das Wetter zeigt sich wieder von der angenehmen Seite. Mit 25 Grad ist die Temperatur ideal. 

Vor einigen Tagen haben wir festgestellt, dass unser Schiffshorn nur mehr so vor sich her grummelt. Der Kompressor und die die Stromzufuhr funktionieren. Es muss also ein mechanisches Problem sein. Dem ist dann auch so. Nach der Zerlegung in die Einzelteile zeigt sich, dass irgend ein fliegendes Vieh sich für den Winter eingenistet hat. Die hintersten 5 cm waren vollgestopft mit undefinierbarem Zeugs. Nach gründlicher Reinigung tut das Horn wieder das, wofür wir es montiert haben. 

Gegen Mittag treffen wir in Pontallier ein. Der Steg an der Saône ist zum Teil in einer Zweierreihe belegt. Es ist Hochsaison. Wir hätten sowieso nicht dort festgemacht. Wir legen uns lieber etwas oberhalb des Hafens ins Grüne. 

Am Nachmittag heisst es dann wiederum "Pedalen" - 36 km in 1.5h. Unser Auto steht jetzt in St. Jean de Losne.


6. Juli 2021, Gray

Wir sind in Gray liegen geblieben. Es regnet mehr oder weniger während des ganzen Tages. Auf der Saône ist heute relativ viel los. Vor allem Mietboote sind unterwegs. Offensichtlich läuft die Bootsvermietung trotz Corona wieder. 

Zum Mittagessen sind wir im Restaurant "La Petite Fontaine". Eine Adresse die man weiterempfehlen kann.

Zudem nehmen wir im Moment das Auto jeweils ein Stück mit. Das ergibt dann ca. 25 - 30 Fahrradkilometer pro Tag... ;-)). Heute war Gray - Pontallier s. Saône dran - wie oben erwähnt im Regen!


5. Juli 2021, Savoyeux - Gray, 25 km, 2 Schleusen, 1 Tunnel

Gegen 10.00 Uhr verlassen wir Savoyeux. Am Morgen hat es noch geregnet. Am Nachmittag zeigt sich die Sonne und es wird mit 25 Grad angenehm warm. 

Oberhalb von Gray begegnet und ein privates Boot mit Vollgas. Obwohl es sich um eine Engstelle handelt, macht der ältere Herr absolut keine Anstalten, seine Geschwindigkeit beim Kreuzen zu verringern. Seine Bugwelle schüttelt uns dann auch gehörig durch. Ein weiteres Indiz dafür, dass effektiv 50% der Bootsfahrer nur da sind, um die anderen 50% zu ärgern.

Vor der Schleuse Gray haben wir die Fahrzeuge mit der Aufschrift "VNF" fotografiert. Es muss VNF-Funktionäre geben, die zwei Autos gleichzeitig fahren. Oder... die studieren alle sehr intensiv, wie sie die "Plantes aquatique" wieder loswerden... ;-)) 


4. Juli 2021, Savoyeux

Heute gibt's keinen Blog. Wir haben nichts zu berichten, das für die Welt zumindest im Moment von Bedeutung wäre...;-)) Affaire à suivre.


3. Juli 2021, Soing  - Savoyeux, 20 km, 1 Schleuse

Gegen 10.00 Uhr verlassen wir Soing. Das Wetter ist angenehm. Auf der Saône ist wenig los. Am Samstag ist das meistens so, da bei den Bootsvermietern der Wechsel stattfindet. 

Mit dem Stuhl auf dem 4. Bild hat es Folgendes auf sich. Erstens ist das nicht unser Stuhl. Zweitens hat der mit der eigentlichen Geschichte nichts zu tun und drittens könnte er wiederum zum Einsatz kommen. Also... ein älterer Herr ist beim Aussteigen aus seinem Boot unglücklich ins Wasser gefallen. Er hat sich dabei am Bein verletzt und musst ärztlich behandelt werden. Beim Sturz hat der Unglückliche seine Brille verloren. Zusammen mit Jacques haben wir diese im Hafenbecken gesucht. Leider ohne Erfolg. Dabei sind wir auf den besagten Stuhl gestossen. Und siehe da, es handelt sich genau um dasjenige Exemplar, das vor zwei Jahren dem oben genannten Herrn von Bord geweht wurde. 

Fazit: Die Brille bleibt verschwunden, der Stuhl kann mit etwas gutem Willen und einer intensiven Reinigung ev. wiederum in Betrieb genommen werden. 


2. Juli 2021, Soing

Wir sind in Soing liegen geblieben. Das Wetter zeigt sich von der angenehmen Seite. Es ist warm aber nicht heiss. Zudem weht ein angenehmes Lüftchen. 

Das Bild zeigt die heutigen Umbauarbeiten. Jetzt haben die Schlüssel einen neuen Platz erhalten. Eine Anpassung, die nicht unbedingt notwendig gewesen wäre. Im Moment tun wir aber immer gerade das, was uns gerade so vor die Füsse fällt. Vive la retraite.


1. Juli 2021, Savoyeux-Soing

20 km, 1 Schleuse

Am Vormittag verlassen wir den Hafen. Es geht in Richtung Norden. Wir wollen testen, ob nach der sehr langen Winterpause alles richtig funktioniert. Es scheint alles in Ordnung zu sein. 

Am Abend liegen wir in Soing. Die Temperaturen sind angenehm und es hat heute mal nicht geregnet. 

Die Rechnung für die Reparatur des Lecks, den Ersatz des Wellenlagers und das Anbringen der Kiel-Verstärkung plus Aus- und wieder Einwassern haben wir erhalten. Das kostet uns zwar ein paar Euros, wir werden aber im Herbst trotzdem nicht wieder zurück an die Arbeit gehen... ;-)).


30. Juni 2021, Savoyeux

Eigentlich wollten wir heute den Hafen für 2 - 3 Tage verlassen - wir haben den Plan geändert. Es regnet mehr oder weniger während des ganzen Tages. Die Temperaturen sind auch nicht in die Gänge gekommen. 14 - 16 Grad am 30. Juni entsprechen nicht der Saison.  Das Gute an unserer jetzigen Situation: MÜSSEN tun wir nichts. Wir haben also in den "Petit Godin" eingeheizt und uns einen gemütlichen Tag mit viel Herumliegen gemacht. 

Am Nachmittag gab es dann Rhabarberkuchen aus dem Omnicuiseur. 

Die reich beflaggten Schweizer sind auch unterwegs. Es ist eigentlich jedes Jahr dasselbe. Keine Ahnung vom Navigieren aber immer gross zeigen woher man kommt... ;-((


29. 06. 2021, Savoyeux

Wie gestern beschrieben haben wir heute den schattigen Platz etwas oberhalb des Hafens "geräumt". Jetzt ist das Anlegen im Schatten wieder möglich. Fotos gibt's keine. Das Smartphone haben wir nicht mitgenommen. Bei den Holzerarbeiten von der schwimmenden Nussschale aus, wäre es ohne weiteres möglich gewesen, das der Schreibende ins Wasser fällt. Ein Vorfall, der für's Telefon ganz und gar nicht zu empfehlen wäre. Ins Wasser gefallen ist dann schlussendlich niemand. 

Die Mietboote sind auch wieder fleissig unterwegs. Die Bootsvermietungen freut es, nachdem die Frühjahrssaison coronabedingt gar nicht gelaufen ist. Wie üblich geben sich die Schweizer Mieter deutlich zu erkennen. Die Schweizer Flaggen werden im Laufe des Sommers garantiert noch grösser. 

Am Abend hat Marianne im Vitaliseur einen Apfelkuchen kreiert. Es hat sehr gut geschmeckt


28. Juni 2021, Savoyeux

Wir sind immer noch im Hafen. In diesem Sommer eilt es uns gar nicht. Wir begeben uns in Rente und haben damit Zeit, ein Privileg, dass uns in den letzten 40 Jahren oftmals fehlte. 

Während der letzten Nacht hat's gehörig geregnet, der heutige Tag war nicht viel anders. Es regnete immer wieder. Wenn's so weiter geht, wird der Sommer nicht sehr trocken sein. 

Zum Mittagessen waren wir bei Jacques und Danny eingeladen - Raymond und Isabelle haben gegrillt bzw. gekocht. Besten Dank, es hat geschmeckt. Auf dem ersten Bild sieht man ihre Boote Vlaljak und Giacomo, beide vom gleichen Bootstyp wie unser JLB. 

Wer sich die heutigen Bilder anschaut wird sich fragen, was es mit dem kleinen Boot auf sich hat. Die Erklärung ist folgende: Morgen wollen wir weiter oben auf der Saône einen umgkippten Baum beiseite räumen. Der versperrt uns nämlich einen schattigen Liegeplatz. Das kleine Boot benötigen wir, um nahe an die besagte Stelle fahren zu können. Die heutige Probefahrt endete beim ersten Mal mit dem lauten Pfeifton der Sicherheitseinrichtung. Wir haben nicht herausgefunden, was der Grund sein könnte. Beim zweiten Versuch gab's keine Probleme. Schauen wir mal, ob wir es morgen bis zum besagten Baum schaffen. Affaire à suivre... ;-))


27. Juni 2021, Savoyeux

Wie schon im letzten Jahr haben sich während der sehr langen Standzeit im Trockenen die Wespen eingenistet. Gott sei Dank nur in der Bugkiste und nicht im Inneren des Schiffes. Wohl oder übel mussten die ungebetenen Bewohner ihren Nistplatz samt Behausung verlassen. 

Am Nachmittag hat's dann zuerst mal richtig geschüttet. Das Gute daran - Jetzt haben wir den Beweis, dass wir auch von oben dicht sind. 

Nach dem intensiven Regenschauer besuchen uns zwei "Snaily-Paare", liebe Kollegen, die wie wir eine Sanily ihr eigen nennen. Isabell + Raymond, Jacques + Danny, alles rüstige Rentner, die uns schon fleissig Tipps und Tricks für unseren zukünftigen  Lebensabschnitt in der Rente geben. Alles glauben wir denen nicht... ;-))

Auf der abendlichen Ausfahrt per Velo stelle ich fest, dass mehrere unserer beliebten Liegeplätze im Grünen mit je einer massiven Holzbeige belegt sind. So wie ich die Funktionäre von VNF kenne, wird das jetzt Jahre dauern, bis die Beigen wieder entfernt werden. 

Eira gefällt das Faulenzen an Bord. Nach dem morgendlichen Spaziergang geniesst sie das Dösen im Korb..


26. Juni 2021, Savoyeux

Heute stand der Umbau der Küche auf dem Programm. Die Ecke in der Sitzbank bietet einen guten Platz zur Lagerung von Gemüse und Früchten. Es bleibt kühler als im Rest der Küche und die Sonne scheint auch niemals auf den Inhalt. 

Es ist wieder etwas wärmer geworden. Mit Gewittern haben wir bisher noch nichts zu tun gehabt. Das könnte sich aber in den nächsten Tagen ändern. 

Morgen heisst es dann wieder "Schiff putzen". Durch das Schleifen des Polyesters entstand gehörig viel Staub und Dreck. 

PS: Die Reparatur hält, wir haben wiederum ein Unterschiff, das dicht ist.


25. Juni 2021, Savoyeux

Heute starten wir in den Sommer 2021. Es ist das erste Mal, dass wir beide ohne die Gedanken an schulische Termine unterwegs sind. Gestern war für mich nämlich der Tag der Schlüsselabgabe. Damit ist die Ära an der Berufsfachschule Oberwallis definitiv Geschichte. 

Die Anreise via Vallorbe hat wie üblich funktioniert. Unsere Covid-Zertifikat APP hat sich schon bewährt. Der franz. Zöllner wollte das Impfzertifikat sehen. 

Die Reparaturen sind erledigt. Da der Kiel beim Ausgang der Welle etwas Spiel hatte, wurde zusätzlich eine Verstärkung angebracht. Nächste Woche werden wir dann abklären, was der ganze "Spass" kostet... ;-))

Am Nachmittag hiess es dann wieder "Einwassern" - in dieser Saison schon zum zweiten Mal! Wir hoffen mal, dass jetzt alles dicht ist. So ganz sicher kann man sich da nie sein. Unvorhergesehenes kommt immer dann, wenn man's nicht erwartet und das ist ja auch spannend.