Frühjahr - Sommer - Herbst 2023

10. - 11. Oktober 2023: Ray s. Saône

12. Oktober 2023: Scey s. Saône

13. - 14. Oktober 2023: Port s. Saône

15. Oktober 2023: Soing

16. - 17. Oktober 2023: Savoyeux

Es ist jetzt doch etwas kühler geworden. Am 2. Oktober zeigte das Thermometer am Nachmittag noch stolze 30 Grad. Damit es nun vorbei. Der 16. Oktober hat gerade mal mit 1.3 Grad begonnen. Die Temperaturen passen damit wesentlich besser zur Jahreszeit.

In Dampiere s. Salon haben wir während der Einkäufe eine Gans beobachtet, die ganz unbekümmert vor dem Hotel "De la Tour" steht - so quasi zur Eingangskontrolle.

Während 4 - 5 Tagen sind wir mit der Equipe "Fleur" unterwegs gewesen. So wollten wir z.B. am 11. Oktober in Ray s. Saône draussen zu Mittag essen. Fazit: zu heiss an der Sonne. Einen Tag später mit Sonnenschirm war es dann auszuhalten. 

In Port s. Saône stand nach 246 Motorstunden der jährliche Ölwechsel auf dem Programm. 

Damit neigt sich die Saison 2023 dem Ende entgegen. Wir räumen auf und genau nach Checkliste wird alles winterfest gemacht - wenn's denn überhaupt wieder mal einen richtigen Winter gibt. Im Winter 23/24 bleiben wir im Wasser, nachdem wir im letzten Winter das Unterschiff neu streichen liessen. 

Wie immer an dieser Stelle zum Ende der Saison ein kurzes Fazit:

 

Saison 2023

  • Sehr hohe Temperaturen
  • Wenig bis keine Niederschläge
  • Viele geschlossene Kanäle - bereits im August
  • Viele Mietboote - vor allem auf der Saône
  • Wasserpflanzen sind immer noch ein Problem
  • Neu: Extremes Aufkommen von Wasserlinsen zw. Pontailler und Port s. Saône

2. Oktober 2023: Auxonne

3. Oktober 2023: Lamarche

4. Oktober 2023: Mantoche

5. - 7. Oktober 2023: Gray, Camping

8. Oktober 2023: Bankji

9. Oktober 2023: Savoyeux

Die Temperaturen sind nach wie vor zu hoch für die Saison. Auch wenn die Tage mit 5 - 6 Grad und Nebel beginnen, steigt das Thermometer am Nachmittag jeweils auf 24 - 25 Grad. Am 2. Oktober in Auxonne messen wir sogar mehr als 30 Grad! Regen ist laut den Meteorologen keiner in Sicht. 

Auf der Saône ist es etwas ruhiger als noch vor 2 Wochen. Die Zahl der Mietboote ist kleiner geworden, die Saison neigt sich dem Ende entgegen. 

In Gray treffen wir auf die Equipe der "Fleur". Sie sind ebenfalls unterwegs zurück ins Winterquartier in Savoyeux. 

Eira - unsere alte Hundedame - ist mittlerweile 14 1/2 Jahre alt. Die Altersbeschwerden machen sich bemerkbar. Sie frisst nur noch widerwillig und schläft viel. Ihre Spaziergänge kürzen wir jetzt meistens etwas ab. Dafür hat aber Sinah Leben für fünf von ihrer Sorte, die braucht viel Bewegung und ist nicht müde zu kriegen.

Einen kurzen Schreck-Moment gab es letzte Woche in Gray. Der Auspuff veränderte seinen Ton und es floss kein Kühlwasser mehr. Ein ungekühlter Motor kann sehr rasch massiven Schaden nehmen. Zuerst dachten wir, dass die Wasserlinsen dem Kühlsystem jetzt den Rest gegeben haben oder der Impeller "verstorben" ist. Ein weiterer Grund könnte ein durch einen Plastiksack oder ähnliches verstopfter Ansaugstutzen sein. Der Auspuff gab auf alle Fälle nur mehr viel Wasserdampf von sich. Keine von all den Vermutungen hat sich bewahrheitet. Die Zuleitung zum Wasserfilter hat sich gelöst. Damit konnte das Kühlsystem Luft ansaugen. Zwei Schraubenzieherdrehungen später war das Problem behoben. 


23. - 24. September 2023: Gray

25. September 2023: Mantoche

26. September 2023: Pontailler

27. September 2023:  Auxonne

28. September 2023: Schleuse 73 Canal Rhone au Rhin

29. September 2023: L'Abergement

30. September 2023: Choisey

1. Oktober 2023: L'Abergement

Es ist viel zu warm für die Saison. Die Temperaturen befinden sich zwar am Morgen auf 12 - 13 kühlen Graden, steigen aber am Nachmittag rasch auf 26 - 28 Grad. Wie üblich im Herbst, beginnen die Tage öfters mit etwas Nebel - ein dankbares Fotosujet. 

Die Wasserlinsen nehmen die Saône massiv in Beschlag. Der Tunnel von Savoyeux erstrahlt in einem satten Grün. Der Wasserfilter muss täglich geleert werden. Erst unterhalb von Pontailler verbessert sich die Situation. 

In Gray besuchen wir den sonntäglichen Flohmarkt. 

In l'Abergement beginnen wir mit den ersten Arbeiten zur "Hivernage": z.B. Bimini demontieren, reinigen und trocknen lassen. Eigentlich wollten wir in St. Jean de Losne den jährlichen Ölwechsel vornehmen. In Anbetracht der wenigen Motorstunden - im Vergleich zu früheren Jahren - verschieben wir diese Arbeit auf das Ende der Saison gegen Ende Oktober. 

Insgesamt muss man sagen, dass das Wetter und die Temperaturen wesentlich angenehmer sind als dies im Sommer 2023 der Fall war. Ausser zwei Gewittern vor zwei Wochen, sind wir bis jetzt ohne Wasser von oben über die Runden gekommen. Etwas Regen wäre allerdings nicht zu verachten. 


18. September 2023: Savoyeux

19. September 2023: Ray s. Saône

20. - 22. September 2023: Savoyeux

Ab dem 18. September 2023 sind wir wiederum en France. Während der heissen Tage im August und September waren wir zu Hause besser aufgehoben. Jetzt sind die Temperaturen wieder im angenehmen Bereich. Wir haben auf alle Fälle Holz eingeladen. Der "Petit Godin" hat sich auch schon gemacht, wozu er angeschafft wurde. 

Den kurzen Ausflug nach Ray s. Saône unternehmen wir bei herrlichem Herbstwetter. Auffällig ist der dichte Teppich an Wasserlinsen oberhalb von Savoyeux - wahrscheinlich eine Folge der sehr warmen Sommermonate. Einzig der Filter der Wasserkühlung musste anschliessend gereinigt werden. 

Jetzt navigieren wir in Richtung Süden mit dem Ziel St. Jean de Losne - Dôle.

 


23. Juli 2023: Ray s. Saone

24. Juli 2023: Savoyeux

25. Juli 2023: Gray

26. Juli 2023: Savoyeux

Am Sonntag den 23. Juli besuchen uns Matheo und Jonas. Eigentlich waren "Badeferien" vorgesehen. Daraus wurde nichts. Die Temperaturen haben sich an den 4 Tagen von der sehr kühlen Seite mit regelmässigen Regenschauern gezeigt.  Wetterverhältnisse, wie wir sie in den vergangenen 2 1/2 Monaten nicht gehabt haben. Für ein Fussbad hat's dann schlussendlich doch noch gereicht.

Jonas hat zudem festgestellt, dass die Traktoren in Frankreich etwas grösser sind als diejenigen in Mund.

Noch eine Bemerkung zum letzten Bild. Die VNF-Mitarbeiter haben ihren Lastkahn genau unter der Stange zur Auslösung der Schleuse Savoyeux festgemacht. Entweder ist ihnen der Feierabend in die Quere gekommen und sie mussten den Arbeitsplatz rasch verlassen oder sie können es ganz einfach nicht besser. Die meisten VNF-Angestellten kennen die Navigation nämlich nur vom Zuschauen, wie sich die Boote mehr oder weniger schlau beim Schleusen anstellen. 

Ein Beispiel einer speziellen Bootsmannschaft... In der Schleuse Savoyeux hätte ein junges, deutsches Paar mit einem Mietboot  5 bis max. 10 Minuten auf uns warten müssen, um gemeinsam die Schleuse zu passieren. Marianne war mit dem Hund unterwegs und hat sie entsprechend vor Ort informiert. Die beiden hatten es "eilig" und haben alleine talwärts geschleust. Wasserverbrauch: 800 - 900 Kubikmeter!

Bekanntlich sieht man sich auf dem Wasser immer zweimal - und so war es dann auch. Auf der Rückreise warten wir beim Hochschleusen an genau derselben Schleuse 8 - 10 Minuten auf ein Boot, dass wir schon von weitem hinter uns gesehen haben. Wie es der Zufall will, handelt es sich um das deutsche Paar, welches uns am Vortag stehen lies. Der Schreibende konnte es sich dann nicht verkneifen, den beiden ein wenig vom Verhaltenskodex beim Schleusen zu berichten... ;-)) mit der Ergänzung, dass WIR trotz des gestrigen Affronts auf sie gewartet haben. Die Dame hat sich entschuldigt, der Herr zeigte gar keine Einsicht, hat aber hoffentlich trotzdem kapiert, wie man sich verhalten sollte. Auf den letzten 2 Kilometern bis in den Hafen von Savoyeux haben die beiden dann einen sehr grossen Abstand zu uns aufgebaut. Wahrscheinlich wollten sie unter keinen Umständen, neben uns anlegen... ;-))

Am 27. Juli reisen wir für ein paar Wochen zurück in die Schweiz. Im September sind dann wieder wesentlich weniger Mietboote unterwegs und das Reisen auf dem Wasser wird angenehmer. 


14. Juli 2023: Schleuse 31/32

15. Juli 2023: Fragnes

16. Juli 2023: Seurre

17. Juli 2023: Camping Harlequin / Tabatha

18. Juli 2023: Auxonne

19. Juli 2023: Pontailler

20. Juli 2023: Mantoche

21. Juli 2023: Gray

22. Juli 2023: Savoyeux

Nach dem Nationalfeiertag verlassen wir Chagny in Richtung Saône. Die Temperaturen sind angenehm und überschreiten die 30-Grad-Marke nicht mehr. Die Gewitter halten sich in Grenzen. Wasser würde allerdings dringend benötigt. VNF verkündigt laufend Einschränkungen betr. der Absenkung von Wasserständen, der Sperrung von Kanälen oder zumindest von Teilstücken und den Problemen mit üppigem Pflanzenwachstum. Navigiert wird vor allem auf der Saône. Hier begegnen uns ganze "Flotten" von Mietbooten, die sich um die Liegeplätze an den Anlegern balgen. 

Entlang dem Canal du Centre wird im Moment ein Internetkabel verlegt. Die Methode ist simpel. Im Bereich der Schleusen werden Rohre verlegt, dazwischen wirft man das Kabel ganz einfach in den Kanal. Ich wette, dass es bereits bei kleinsten Reparaturarbeiten am Kanal zu Beschädigungen kommen wird.

Die Getreideernte in St. Jean de Losne wird per Frachter abgeholt. Die passen noch in die Schleusen Ecuelles und Seurre. Ab hier sind die Schleusen mit 40 m Länge dann zu klein.

Beim Camping Harlequin in St. Jean verköstigen wir uns am Mittag zum Geburtstagsdiner von Marianne.

Auf der Weiterreise nach Norden treffen wir dann noch auf unsere Freunde Jean-Pierre und Francine (Tjalk Tabatha) so wie Manfred und Petra (Silure Petra). 

Auf der Saône liegt auch wieder das kühlende Bad am Abend drin. Das Wasser hat mit 25 Grad eine angenehme Temperatur. 

Ein paar Worte zum zweitletzten Foto: Es gibt sie noch - auch in der Navigation - die absoluten Egoisten. Das blaue Boot hat am Nachmittag angelegt - mit je 6 - 7 Metern Abstand zu den Booten vor- bzw. hinter ihm. Da die meisten Freizeit-Boote auf der Saône 11 - 14 m messen, kann jetzt keiner mehr anlegen, ohne dass der Blaue sich in die eine oder andere Richtung verschiebt. Meistens kommt es dann zu hitzigen Diskussionen, die man sich ersparen könnte, hätte denn der Blaue von Anfang an mit 1 - 2 Metern Abstand vernünftig festgemacht. Ich wiederhole mich - die Anzahl der Egoisten in unserer Gesellschaft nimmt leider ständig zu. 


5. Juli 2023: Saint Bérain s. Dheune

6. - 8. Juli 2023: Saint Julien s. Dheune

9. Juli 2023: Saint Léger s. Dheune

10. Juli 2023: Santenay

11. - 13. 2023 Chagny 

Eigentlich wollten wir nach Chagny nicht unbedingt weiter dem Canal du Centre folgen. Als Option stand noch ein Ausflug auf die Seille und damit nach Louhans zur Debatte. Wir haben uns dann für den Ausflug nach Saint  Julien s. Dheune entschieden. Die Seille nehmen wir ins Reiseprogramm 2024 auf... ;-)).

Auf dem ersten Foto ist ein Pferdegespann abgebildet, das uns begegnet ist. Mit einem PS ist man definitiv noch langsamer unterwegs, als wir es sind. Auf der viel befahrenen Strasse in Richtung Monchanin - auch 40-Tönner sind hier unterwegs - könnte das allerdings zu brenzligen Situationen führen.

In Saint Julien s. Dheune treffen wir auf ein Hotelschiff - die FINESSE. Im Gegensatz zu anderen Hotelschiffen treffen wir auf einen sehr netten Kapitän (Wir haben da schon ganz andere Charaktere erlebt!). Da wir ihm beim Anlegen die Taue abgenommen haben, gibt's nachher ein gemeinsames Bierchen. Eine Woche auf der Finesse ist allerdings nicht ganz billig. Die maximale Belegung beträgt 8 Personen, die von 5 Crewmitgliedern betreut werden. Die Vollpension inkl. allen Getränken und Besichtigungen kostet für 6 Übernachtungen um die 70'000 Euros (Die Trinkgeldempfehlung in der Höhe von 5 - 10% noch nicht inbegriffen!). Die meisten Reisegruppen haben verwandtschaftliche Beziehungen und kommen aus Amerika. Nicht selten landen sie mit dem Privatjet in Dijon und werden dort selbstverständlich von der Crew abgeholt. Im oben genannten Preis sind die Flugkosten noch nicht enthalten! Aber was soll's, offensichtlich gibts noch Leute, die das nötige Kleingeld haben.

Am letzten Wochenende sind die Temperaturen markant angestiegen. Die Gewitterfronten folgen in dieser Situation mit der entsprechenden Wucht. Der Canal du Centre musste dann auch gesperrt werden, damit umgestürzte Bäume entfernt werden können.  In der Zwischenzeit hat sich das Ganze beruhigt und die Navigation hat wieder Fahrt aufgenommen. 

Ein Wort zum letzten Bild. Das blaue "Ding" ist ein nigelnagelneuer Nanni-Diesel, der nächstens eingebaut wird. Nicht bei uns aber in einen der Snaily's, die noch in der Vermietung sind. Bestellt wurde der Motor im September 2022. Von den vier bestellten Exemplaren kommen die letzten zwei im September 2023 - höchstwahrscheinlich.  Corona lässt grüssen!


29. Juni - 3. Juli 2023 Chagny

4. Juli Santenay

In Chagny verweilen wir uns etwas länger. Vor 20 Jahren haben wir hier mit dem Ausbau des JLB begonnen und während 4 - 5 Jahren war Chagny "unser" Hafen. 

Wir haben also Zeit, wieder einmal etwas Unterhalt zu betreiben. Die Bugkiste und der Stauraum backbord wurden ausgeräumt, geputzt und mit einem neuen Farbanstrich versehen. Das Wetter hat sich für die Arbeiten von der sehr positiven Seite gezeigt: angenehme Temperaturen um die 25 Grad mit leichter Bewölkung. 

Ein unangenehmes Ereignis ist dann auch noch eingetreten. Schuld ist der Schreibende und die ihm Angetraute hat wieder einmal recht gehabt: Es sei zu windig, um die Drohne raus zu lassen. Die hat sich, bedingt durch einen Windstoss dann prompt in einem Baum verheddert. Und wie es sein soll, nicht etwa in einem handlichen Gebüsch - nein, es musste eine sehr hohe Akazie mit viel dünnem Geäst sein. Optimal, um als Drohne richtig guten Halt zu finden. Das Hochwerfen von Steinen, Bällen und Seilen noch am selben Abend, hat rein gar nichts gebracht. Die Lösung fand sich dann am nächsten Morgen um 06.00 Uhr. Mit mehreren zusammengebundenen Bootshaken (insgesamt 12m) auf dem Glascontainer stehend, hat der Schreibende das Ding dann mit roher Gewalt vom Baum geschubst. Ein erster Augenschein zeigt soweit keine Schäden. Die Flugtauglichkeit wird nächstens an einer Stelle ohne Akazien getestet... ;-))

Am 4. Juli liegen wir in Santenay, eine kleine Anlegestelle, die eigentlich sonst immer gut bis sehr gut belegt ist. Im Moment ist auf dem Centre aber eher wenig los und so sind wir nur zwei Boote (JLB und Waterman), die dort übernachten. 


24. Juni 2023: Seurre

25. - 26. Juni 2023: Fragnes (Canal de Centre)

27. - 28. Juni 2023: Zw. Schleuse 31 / 32 

Die Temperaturen sind "freundlicher" geworden. Das Thermometer bleibt unter der 30-Grad-Marke stehen und dem ist gut so. 2022 hatten wir Ende Juni bereits zwei Hitzeperioden mit Temperaturen im Bereich von 37 - 38 Grad hinter uns. Bis jetzt haben wir es also in diesem Jahr mit dem Wetter sehr gut getroffen. 

Nach den zwei Tagen auf der Saône sind wir jetzt auf dem Canal de Centre. Die Schleuse "Crissey" am Eingang zum Canal de Centre ist mit 10.5 m die höchste, die wir in diesem Jahr befahren.

Es sind relativ viele Hotelschiffe unterwegs. In den letzten zwei Tagen haben wir mindestens 5 Stück an der Zahl gekreuzt.  Auch eine Hotelschiff-Crew braucht Auszeiten. Auf dem zweiten Bild absolviert die Dame ihre morgendlichen Yogaübungen. Bei der im Bild festgehaltenen Übung tippe ich mal auf den "Fliegenden Holländer". .. ;-))

Auf dem letzten Bild ist unser Teeny "SINAH" zu sehen. Mit zwei Jahren ist sie jetzt doch etwas erwachsener geworden und tut in etwa das, was man so von seinem Hund erwartet.


18. - 23. Juni 2023: Saint Jean de Losne

Während einer Woche sind wir in Saint Jean de Losne liegen geblieben. Marianne hatte einen bösen Zahn und musste diesen in der Schweiz behandeln lassen. Die Gelegenheit ergab sich, dass Kurt Max am Montag mit dem Auto zurück in die Schweiz fuhren. So konnte Marianne mit ihnen bis nach Thun fahren. Mittlerweile ist sie per Zug wieder en France und der böse Zahn ist jetzt wieder ein lieber. 

Eira, Sinah und der Schreibende haben in dieser Zeit den JLB gehütet und diverse "Baustellen" abgearbeitet. Man schaue sich die Fotos an. 

In Saint Jean de Losne gibt's immer etwas zu sehen. Auch im Sommer werden Boote ein- bzw. ausgewassert. 

Das Wetter zeigt sich während der Woche von der schwül-warmen Seite. Am Donnerstag gibt's seit geraumer Zeit wieder einmal Wasser von oben. Davon bräuchte es aber noch wesentlich mehr.


10. - 11. Juni: Dole

12. - 15. Juni: Choisey

16. Juni: L'Abergement la Ronce

17. Juni: St. Jean de Losne (Camping)

Während der letzten Woche sind wir nicht sehr weit gekommen. Insgesamt 22 km und 9 Schleusen. Diese Strecke ist in etwas mehr als einem halben Tag auch zu bewältigen... ;-)). Dafür haben wir aber allerhand Unterhaltsarbeiten erledigt und in Dole die Equipe von "Giacomo." getroffen. Isabelle und Raymond sind ebenfalls Besitzer eines Snaily.

Zu den Unterhaltsarbeiten. Die Treppe zum Salon und das Steuerrad erhielten ein nach viel Schleifarbeit einen neuen Anstrich in Leinöl. In der Kabine gab's zusätzliche Steckdosen, zudem haben wir alle Böden gründlich gereinigt.

Eira geht's wieder wesentlich besser. Sie frisst regelmässig, dem Futter mischen wir aber jeweils etwas Crème Fraiche bei. 

In der Zwischenzeit ist die Schiffssaison richtig angelaufen. Ab Dole wimmelt es nur so von Mietbooten. Wie immer mit mehr oder (meistens) weniger geübten Mannschaften. Die Mieter haben das Glück auf ihrer Seite, wir hätten uns bei solcher Fahrweise schon längstens ein Loch in den Schiffsbauch gefahren... ;-))


6. Juni: Thoraise

7. Juni: Schleuse Routelle

8. Juni: Ranchot

9. Juni: Rochefort s. Nenon

Es ist wesentlich wärmer geworden. Die 30 Grad Marke erreichen wir jetzt fast jeden Tag. Einzig in Rochefort s. Nenon verschaffen ein Gewitter und nachfolgende Regenschauer etwas Abkühlung. 

Uns hat  erstaunt, wie viele Mietboote von Dôle in Richtung Besançon unterwegs sind. In Thoraise treffen wir auf ein Mietboot mit einer Schweizer Besatzung. Als wir mit denen ins Gespräch kommen, fragen sie nach, ob man denn bei den grünen und roten Markierungspollern im Fluss links oder rechts vorbeifahren müsste. Im Grundsatz gilt: Auf der Bergfahrt befinden sich die grünen (oder schwarzen) Markierungen rechts, die roten sind links vom Boot. Auf der Talfahrt ist es genau "umgekehrt". Die grünen sind links, die roten rechts vom Boot. Als ich denen erkläre, dass man zudem auf der Karte anhand  der gestrichelten Linie genau sehen könne, wo sich die Fahrrinne befinde, erklärt die Besatzung, sie habe gar keine Karte für die Strecke Dôle - Besançon!! Mit anderen Worten, die sind zum ersten Mal mit einem Mietboot unterwegs und schippern ohne Karte von Dôle nach Besançon uns zurück. Im weiteren Gespräch kommt dann heraus, dass die Bootsvermietung dringend geraten hat, auf die Saône zu fahren und das man ihnen für diese Strecke auch eine entsprechende Karte ausgehändigt habe. Auch nach 30 Jahren Bootserfahrung würden wir nie und nimmer ohne Karte den Doubs befahren. Erstens ist der Wasserstand im Moment niedrig und zweitens kann man auch bei etwas höherem Pegel leicht  auflaufen. 



1. Juni: Baumes les Dames

2. Juni: Douvot (Ponton Schleuse)

3. / 4. Juni: Deluz

5. Juni: Besançon

In Baumes les Dames tätigen wir unsere Einkäufe (Diesel, Esswaren ect.) und füllen die Wasserreservoirs auf. Es ist wesentlich wärmer geworden. Der kräftige Wind aus Nord-Ost hat nachgelassen und damit ist es vorbei mit den kühlen Luftmassen aus dem Norden. 

Wir fällen den Entscheid, nicht mehr weiter dem Doubs nach Norden zu folgen und drehen um. Wie bereits früher berichtet, sinkt der Wasserpegel täglich und eine Regenperiode ist weit und breit nicht in Sicht. Hätten wir eine "Rundreise" geplant, wäre eine Weiterfahrt im Moment sicherlich möglich gewesen. Da wir aber auf derselben Strecke zurück auf die Saône wollen, könnte sich der Pegelstand in 3 - 4 Wochen wesentlich prekärer zeigen. Auch bei gutem Wasserstand muss man sich auf dem Doubs sehr genau an die Fahrrinne halten, sowie die Signalisation auf der Karte und an den Ufern beachten. Je niedriger der Wasserstand, umso weniger darf man vom Kurs abweichen. 

Anlegen im Grünen ist auf dem Doubs so gut wie unmöglich. Ausserhalb der Häfen liegen wir darum immer am Ponton vor oder nach einer Schleuse.

In Deluz liegen wir während zwei Tagen. Da gibt's zwar nicht viel zu sehen aber wir hatten Zeit, die Eckbankkonstruktion neu aufzubauen. Die Sitzbank habe ich bereits vor Jahren provisorisch um 5 cm erhöht, damit sie zur Tischhöhe passt. 

In Besançon bleiben wir diesmal nur für einen Tag. Die Abwicklung für die Bezahlung der Liegegebühr (20 Euro) ist nicht so "einfach". Obwohl wir in der "Cité des Arts" liegen, müssen wir den ca. 500m entfernten Hafen St. Paul aufsuchen um abzurechnen. Obwohl wir bereits vor einer Woche hier waren und alle unsere Angaben am PC registriert wurden, hat dasselbe Spiel heute wiederum bei Null begonnen. Effizient ist das nicht. 


28. - 31. Mai 2023, Besançon - Schleuse 42 (Ougney les Champs)

30. Mai: Novillars (... die Frittenbude hat am Dienstag "Wirtesonntag"... ;-)) )

31. Mai: Ougney

Eigentlich wollten wir Besançon am Pfingstmontag, den 29. Mai wieder verlassen. Wir sind dann einen Tag länger geblieben. Am Sonntag sind Bea und Köbi ebenfalls im Hafen eingetroffen. Die gemeinsamen Nachtessen haben vorzüglich geschmeckt. 

Während der letzten Tage hatten wir beständigen Gegenwind aus NO. Zum Navigieren ist das nicht immer angenehm, vor allem,  wenn man die Fahrrinne auf dem Doubs sehr genau einhalten sollte. An untiefen Stellen mangelt es nämlich nicht. Das klare Wasser lässt bis auf den Grund schauen und verursacht manchmal ein sehr mulmiges Gefühl. Zudem ist der Wasserpegel des Doubs während der letzten 4 Wochen kontinuierlich gesunken. An vielen Stellen zeigen sich die verschlammten Uferböschungen. Auf der Fahrt treffen wir immer wieder auf Segler, die ebenfalls in Richtung Norden unterwegs sind. Wir sind überzeugt, dass die an manchen Stellen arg wenig Wasser unter dem Kiel haben.

Auf dem letzten Bild sieht man einen Verteilerkasten, bei dem "nur" der Deckel fehlt. Solange das Innenleben funktioniert, stört das fehlende Teil wohl niemanden.


24. - 27. Mai 2023, Dole - Besançon

24. / 25. Mai: Ranchot

26. Mai: Thoraise

27. / 29. Mai: Besançon

Schon bei der Abfahrt in Dole bereitet uns EIRA ein paar Sorgen. Es geht ihr schlecht. Sie frisst zwar, Häufchen gab es seit bald zwei Tagen keines mehr. Sie setzt zwar immer wieder an, gibt dann aber auf. Verstopfung, Darmverschluss, Magenentzündung - uns geht so einiges durch den Kopf. In Ranchot besuchen uns Danny und Jacques auf der Durchfahrt. Dank ihnen können wir die Tierklinik in St. Vit mit dem Auto erreichen. Eira wird vom Tierarzt untersucht - inkl. röntgen und allem was dazu gehört. Der Befund: eine Verstopfung, aus welchem Grund auch immer. Zur Behandlung gibts ein Parafin-Gel und eine Antibiotika-Kur. Die Hüfte wurden ebenfalls genauer angeschaut. Sie weisen keine Abnützungerscheinungen auf. Das Gel wirkt dann relativ rasch. Bereits am Nachmittag nach dem Arztbesuch kommt die Verdauung wieder etwas in Gang. Besten Dank an Danny und Jacques für ihren Support.

Auf dem Weg nach Besançon passieren wir den Tunnel unter der Zitadelle. Es ist schon eindrücklich, was sich die Kanalbauer bereits vor ca. 200 Jahren einfallen liessen. 

In Besançon bleiben wir für 2 Tage liegen. 


20.  - 23. Mai 2023, St. Jean de Losne - Dole

Die Temperaturen zeigen sich dieses Jahr von der gnädigen Seite. Mit max. 20 - 25 Grad bleiben sie nämlich im angenehmen Bereich. Das hat auch eine positive Auswirkung auf die Wasserpflanzen. Niedrigere Temperaturen = geringere Erwärmung des Wassers = geringeres Pflanzenwachstum. Wir hoffen mal, dass wir mit möglichst wenig - noch besser wäre gar keine - Hitzeperioden durch den Sommer kommen. 

Seit Sonntag sind wir im Canal Rhone au Rhin. Bei der Einfahrt erhält man eine Fernbedienung die zum Passieren der Schleusen benötigt wird. Wir haben anscheinend das neue Modell erhalten. Kurz um, viel Schnick-Schnack den es bei den alten Bedienungen nicht gab. In den Schleusen zwischen St. Symphorien und Dole hatten wir auf alle Fälle schon unsere liebe Mühe mit dem Ding. Bis zur Wasserscheide sind es auf dem Canal du Rhone au Rhin 75 Schleusen. Als Beilage zur Fernbedienung sind alle Schleusen fein säuberlich aufgelistet und mit und mit den Distanzen versehen.

In einer der Schleusen zwischen St. Symphorien und Dole hat uns ein Schaumteppich viel klebrige Masse "mitgegeben". Wahrscheinlich alles sehr "biologisch". Nach der Schleusenausfahrt hiess es: den Besen fassen und putzen...

In Dole liegen wir für zwei Nächte - wie immer auf der linken Seite an der schrägen Kaimauer. Die Liegeplätze rechts sind relativ kurz, etwas Strömung und der ordentlich wehende Ostwind machen das Anlegen anspruchsvoll. Zudem wollen wir uns nicht bereits jetzt die schöne neue Farbe zerkratzen. Während der letzten zwei Tage hat noch jeder beim Anlegen seine Seite am Ponton übermässig aufgeschürft. 

Auf dem letzten Bild beachte man die Konstruktion des Dachstuhls. Andere Länder andere Sitten. Bei uns im Wallis würden die Querschnitte der Sparren nicht einmal für einen Kaninchenstall ausreichen... ;-))


17. - 19. Mai 2023, Auxonne - St. Jean de Losne

Die Temperaturen sind immer noch tief für die Jahreszeit. Grundsätzlich ist uns aber lieber, einen Pullover anzuziehen denn bei 30 Grad und mehr nach Schatten zu suchen. Bei 6 - 7 Grad am Morgen heisst es halt dann Feuer machen und zuerst ein wenig heizen. Sobald sich die Sonne zeigt steigen die Temperaturen dann zügig an. Schliesslich haben wir ja bereits Mai!

Die Bilder 3, 4 und 5 zeigen, womit wir uns während der letzten zwei Tage "beschäftigt" haben. Wenn nämlich der Motor läuft, die Tourenzahl aber bei Null bleibt und die Batterieleuchte nicht ausgeht, steht es schlecht um die Lichtmaschine. So war es denn auch. Unser Alternator hat das Zeitliche gesegnet. In St. Jean de Losne konnten wir am Mittwoch einen neuen bestellen. Trotz dem Auffahrts-Feiertag wurde der bereits am Freitag mittag geliefert. Das ist eine sehr gute Leistung en France. Wir wissen von Leuten, die haben schlappe 4 Wochen auf eine neue Lichtmaschine gewartet. Das neue Gerät macht nach dem Einbau was es soll. Der Härtetest erfolgt dann während der nächsten Etappe auf dem Canal Rhone au Rhin. 

Am 17. ist der Schreibende noch um ein Jahr älter geworden. Das abgebildete Geburtstagsgeschenk (in gelber Verpackung) ist von meiner Gotta Sophie und soll nur der Vorgeschmack auf das "richtige" Geschenk im August sein. Bin ja mal gespannt, was sie sich da ausgedacht hat. Von Jean-Pierre und Francine gab's einen guten Tropfen aus der Weinflasche. Das Schwierige an der Sache war, zuerst musste das Rätsel mit der roten Schnur gelöst werden. Wir haben den Knoten gelöst - allerdings erst am nächsten Tag... ;-))

In St. Jean de Losne hat heute ein Flusskreuzfahrtschiff angelegt. Mit 110m Länge und 11m Breite ein ganz ordentlicher Brocken. 


14. - 16. Mai 2023, Savoyeux - Auxonne

Am Sonntag, den 14. Mai verlassen wir Savoyeux in Richtung Süden. Die Temperaturen sind zumindest an diesem Tag angenehm. Bereits an der ersten Schleuse schliesst uns ein Mietboot das Tor vor der Nase, obwohl er ganz klar gesehen hat, dass wir keine 200 m hinter ihm navigieren. Meine, an dieser Stelle schon öfters gemachte Aussage, dass ca. 60% der Menschheit das ist, um die anderen 40% zu ärgern bewahrheitet sich einmal mehr. 

Am Abend liegen wir dann in Gray. Es ist nicht viel los im Moment obwohl wir uns in der Auffahrtswoche befinden. 

Unsere nächste Übernachtung haben wir in "Port St. Pierre". Ein grosser Name in Mitten von Nichts. Wer also auf die Idee kommen sollte, dass man in diesem Hafen auch nur irgendetwas besorgen kann, der irrt gewaltig. Dafür ist es aber schön ruhig mitten in der Natur.

Am 16. Mai liegen wir in Auxonne. Das Wetter ist definitiv kühler geworden. Im Vergleich zu den Temperaturen vor einem Jahr, ist es jetzt genau halb so warm (Mitte Mai 2022: 30 Grad und mehr, Mitte Mai 2023: 10 - 15 Grad). Das Steuern an Deck erfordert gute Bekleidung, z.B. eine wärmende Mütze. Im Moment verfeuern wir unsere Notreserve an Holz. Bei Gelegenheit müssen wir die wieder auffüllen. 


13. Mai 2023, Savoyeux

Wir starten in die Saison 2023. Das Wetter zeigt sich von der kühlen Seite. Vor einem Jahr um diese Zeit zeigte das Thermometer bereits 30 Grad und mehr. Heute sind es mit 16 Grad gerade mal halb so viele Grade. Wir hoffen auf eine Saison ohne Hitzeperioden und genügend Wasser und sind mal gespannt ob das so eintreffen wird... ;-))

Als provisorisches Reiseziel haben wir uns den Canal Rhone au Rhin bis nach Mulhouse vorgenommen. Ob wir dann wirklich so weit kommen hängt von verschiedenen Faktoren ab: Wasserstände, Wasserpflanzen, Wetter und nicht zuletzt Lust und Laune.


7. - 9. Mai 2023, Savoyeux

Für einen sehr kurzen Aufenthalt fahre ich nach Savoyeux. Der Zweck der Reise ist eigentlich nur der Materialtransport für den Sommer. Mit zwei Hunden, Velo und viel Kleinmaterial reicht der Platz in unserem Kombi nicht mehr. 

Ab dem 13. Mai geht's dann definitiv los mit der Sommerreise 2023. Vorläufiges Ziel ist der Canal Rhone au Rhin. Allerdings... die Wassersituation und das Wachstum der Wasserpflanzen können die Planung noch stark beeinflussen. 

Affaire à suivre!


3. - 5. April 2023, Savoyeux

Wir sind immer noch im Hafen und so wird es auch bleiben. Die Hochwassersituation verbessert sich langsam. Zudem ist es jetzt am Morgen empfindlich kühl. Das Aussenthermometer zeigt jeweils um die -1 bis -2 Grad an. In der Küche hat es dann zwischen 2 und 3 Grad und im Kühlschrank ist es mit 5 - 6 Grad am wärmsten!! Während des Tages steigen die Temperaturen auf 10 - 12 Grad. Die Bise bringt die kühle Luft aus dem Norden. Wir sind uns schon jetzt sicher, dass in knapp einem Monat wieder sommerlich heisse Temperaturen vorherrschen werden. 

Im Hafen werden fleissig Schiffe ausgewassert, mit neuem Antifouling versehen und wieder eingewassert. Nächstens starten dann auch die ersten Mietboote in die neue Saison. 


1. - 2. April 2023, Savoyeux

Die ersten Auswirkungen der anhaltenden Regenfälle werden sichtbar. Hochwasser. Die Fluttore auf der Petit Saône sind geschlossen, damit die jeweils nachfolgende Schleuse geschützt ist. Der Pegel ist um 50 - 60 cm gestiegen. Die Strömung hat sich erhöhnt. Die Treidelwege sind z.T. überflutet. Links und rechts der Saône nehmen grosszügige Überflutungszonen das Wasser auf. Man ist sich's hier gewöhnt, dass bei Hochwasser die grüne Wiese zum See wird. 

Für uns heisst das, wir bleiben im Hafen liegen. Oberhalb und unterhalb von Savoyeux ist alles zu. In zwei bis drei Tagen wird der Spuk vorbei sein.


27. - 31. März 2023, Savoyeux

Am 29. März feiern wir den Geburtstag von Köbi im Restaurant "Chez Berth" in Seveux. Es ist der Geburtstag von einem, der noch wacker AHV einbezahlt... ;-))... und das wird noch seine Zeit dauern. 

Das Menu entnehme man dem Foto. Einige der Gäste haben sich dann auf einzelne Teile im Menu beschränkt. Über Details wird im Blog nicht weiter berichtet.

In der Zwischenzeit haben wir den Aussenbereich gereinigt. Das war kein leichtes Unterfangen, da man sich jeweils zwischen zwei Regengüssen organisieren musste. Mit anderen Worten - es regnet mehr oder weniger ständig.

Weitere Arbeiten:

- Rinnstellen im Dach suchen und abdichten

- Aussenborder testen

- Bugkiste aufräumen

- Seilhalterungen in der Bugkiste neu befestigen

- ... und natürlich... regelmässig einheizen


28. März 2023, Savoyeux

Der folgende Extra-Blog trägt den Namen "Natur verdächtigt - Technik entlarvt" oder mit anderen Worten "Der Holzwurm, der ständig nervt aber zum Schluss keiner ist".

Was das Foto mit der Geschichte zu tun hat... dazu später mehr.

Am 1. März 2023 hat der Schreibende den JLB eingewassert und zwei Nächte auf dem Schiff verbracht. Bereits in der ersten Nacht bin ich wach geworden, weil ständig ein knabberndes, schabendes Geräusch zu hören war. Ein ähnlich nervendes Kratzen habe ich früher im Zusammenhang mit Holzwürmern in einem Lärchen-Klotz erlebt. Der Fall war also klar - bei uns wohnt mindestens ein Holzwurm - und zwar in der Ecke unserer Kabine an der  Steuerbordseite. Das Tierchen muss später gesucht und beseitigt werden. Soweit der Plan.

Seit dem 22. März sind wir bekanntlich wieder auf dem Boot. Während der ersten 5 Tage herrschte Ruhe. Entweder ist der Holzwurm ausgezogen oder er ist ganz einfach verhungert - ein recht grosser Anteil unseres Bootes besteht ja aus Polyester... ;-))

Weit gefehlt -  gestern Nacht (um 04.00 Uhr!!) geht das Knabbern wieder los. In unregelmässigen Abständen macht sich der vermutete Bewohner bemerkbar. Morgen früh räumen wir also die Bugkiste aus und leeren die Holzkiste an Deck. Die Sucherei wird uns einiges an Arbeit bescheren. Irgendwo muss sich das Viech ja eingenistet haben. Mit einer Ladung Gift werden wir dem Unhold zu Leibe rücken. Anders geht es nicht. 

Um das Ende vorweg zu nehmen: Wir haben heute weder die Bugkiste ausgeräumt noch die Holzkiste an Deck geleert und schon gar kein Gift eingesetzt.

Was ist also geschehen? Ganz zufällig ist dem Schreibenden noch in der Nacht - es war immerhin schon 05.00 Uhr - der Wecker auf dem Nachttisch aufgefallen. Die quasi leere Batterie hat irgendwelche Elektronikteile im Inneren in unregelmässigen Abständen zum Leben erweckt. Getönt hat's in Tat und Wahrheit wie ein "arbeitender" Holzwurm. Nach dem Ausbau der Batterie war der Spuk vorbei.  

Soviel zum Thema: "Natur verdächtigt - Technik entlarvt".


22.  - 26. März 2023, Savoyeux

Seit dem 22. März sind wir in Frankreich. Das Wetter zeigt sich von der regnerischen Seite und von Westen kommt laut den Prognosen noch mehr. Nach der langen Trockenperiode in diesem Winter, ist jeder Tropfen willkommen. 

Zwischen den Regengüssen führen wir jeweils ein paar Reparaturen durch, gehen mit den Hunden spazieren und erledigen innen den Frühjahrsputz. Im Aussenbereich lässt sich bei der aktuellen Witterung nicht viel tun. 

Im Hafen ist noch recht wenig los. Das Regenwetter hält die grosse Masse noch von der ersten Ausfahrt ab. Zudem ist damit zu rechnen, dass die Regenfälle dazu führen, dass z.T. die Fluttore geschlossen werden. Da ist uns der sichere Aufenthalt im Hafen wesentlich lieber. 

Für den Wochenbeginn sind kühlere Temperaturen um die null Grad angesagt. Da werden wir unsere Holzöfen erst recht schätzen. 

In der Nacht zum heutigen Sonntag wurden die Uhren wiederum auf Sommerzeit vorgestellt. Eigentlich wollte die EU bereits 2021 die halbjährliche Umstellung abschaffen. Die einzelnen Länder waren sich zwar nicht einig, ob in Zukunft die Sommer- oder die Winterzeit Gültigkeit haben soll - die Diskussionen waren aber recht weit fortgeschritten. Durchkreuzt wurden die Pläne dann aber von der Pandemie und seit einem Jahr durch den Krieg in der Ukraine. Die Welt hat also effektiv noch gravierendere Probleme als die Zeitumstellung.


4. März 2023, Glis

Der geneigte Blogleser erinnert sich vielleicht daran, dass ich Ende Juli 2022 mein Handy im Hafen von Savoyeux "ertränkt" habe (siehe auch Blog vom 19. - 22. Juli 2022). Um genau zu sein, lag das Gerät während knapp einer Stunde in 2 Metern Tiefe im Wasser. Laut Betriebsanleitung wird schon vor Spritzwasser gewarnt... ;-)). Eigentlich war die Sache klar, das Gerät ist hinüber. Vor allem der Bildschirm scheint gelitten zu haben. Er zeigte sich nämlich nur mehr  in mattgrauem Schwarz. Die Fotolinse war beschlagen und die Lautsprecher krächzten mehr schlecht als recht. Also, ein Fall für die Entsorgung. Soweit ist es aber damals nicht gekommen. Das Teil lag seither in meinem Büroschrank und geriet in Vergessenheit. 

Sieben Monate später... rein zufällig kommt mir das Handy beim Aufräumen in die Hände und ich lade den Akku, obwohl man via Display absolut nicht feststellen kann, ob überhaupt Strom aufgenommen wird. Zurück im Schrank wartet das Gerät also erneut auf die Entsorgung. Nach der Batterieladung ertönen plötzlich aus dem Schrank in regelmässigen Abständen Töne, die mir bekannt vorkommen. Das defekte Handy meldet sich nämlich mit einer früher eingeschalteten Weckfunktion. Irgendwo muss noch Leben umher sein.

Kurzerhand entschliesse ich mich, das Gerät in seine Einzelteile zu zerlegen, um festzustellen in welchen Bereichen das Wasser besonders gewirkt hat. Da das Innenleben soweit recht passabel aussieht,  bestelle ich per Internet ein Ersatzdisplay. Für den Einbau gibt es dutzende Anleitungen im Internet.

Und siehe da... die selber durchgeführte Reparatur für günstige Fr. 45.- hat sich gelohnt, das Gerät funktioniert wiederum einwandfrei! Die lange Trocknungszeit von 7 Monaten hat sowohl der Linse wie auch den Lautsprechern geholfen, wiederum das zu tun wofür sie eingebaut wurden. 

 


2. März 2023, Savoyeux

Wir haben wiederum unseren angestammten Platz erhalten. Im Moment ist der Hafen total ausgebucht. Das wird sich wiederum verbessern, wenn die ersten Boote in die Saison 2023 starten. 

Bei diesem Kurzaufenthalt begleitet mich Sinah. Eigentlich die perfekte Assistentin: Wartet geduldig, stellt keine Fragen, freut sich, wenn ich wieder zurück komme. Nur manchmal hat sie noch ihre "5 Minuten". Da ist sie kaum zu bändigen. Im Mai wird sie zwei Jahre alt. Die Pubertät wird dann wohl langsam ausklingen.

1. März 2023, Savoyeux

Heute haben wir eingewassert. Im Wasser fühlen wir uns wiederum wesentlich wohler. Saône Plaisance hat in den letzten Wochen diverse Arbeiten ausgeführt:

  • Scheuerleiste unten entfernt
  • Alle Schraubenlöcher mit Polyester zugeklebt, damit jetzt definitiv kein Wasser mehr eindringen kann
  • Blaue Farbe schleifen
  • Neue Farbe: SCHWARZ
  • Antifouling in zwei Schichten
  • 10 neue Fender in schwarz haben wir auch noch montiert

Der Preis ist stolz aber man gönnt sich ja sonst nichts... ;-))

Die Temperaturen pendeln knapp über der null Grad Marke. Die Bise lässt die gefühlte Temperatur noch niedriger erscheinen.



27. Februar 2023, Glis

Am 1. März 2023 starten wir mit dem Einwassern in die Schiffssaison.

Gespannt sind wir im Moment betr. der folgenden Dinge...

  • Wie präsentiert sich der JLB im neuen Farbton?
  • Wie steht es um die Wasserreserven 2023?
  • Mit welchen Wetterkapriolen (z.B. Hitze) ist zu rechnen?

Die Antworten gibt's laufend in unserem Blog.


Frühjahr - Sommer - Herbst 2024


15. - 16. Februar, Savoyeux

Die Saison 2024 starten wir bereits im Februar. In erster Linie sind ein paar Unterhaltsarbeiten angesagt. Diesmal erhalten die Kästen im Salon eine Farbauffrischung. Der Küchenschrank wir neu ebenfalls in schwarz erscheinen.

Während des Winters haben wir den Sessel im Salon neu in Lärchenholz gepackt. Die alten Kunstlederkissen haben ihren Dienst getan.

Und zu guter letzt... in die Saison 2024 starten wir ohne unsere treue Begleiterin EIRA. Mit fast 15 Jahren liessen wir sie am 8. Februar 2024 gehen. Was bleibt sind die vielen Erinnerungen in all den Jahren, die sie mit uns auf dem Wasser unterwegs war.

Frühjahr - Sommer - Herbst 2024


15. - 16. Februar, Savoyeux

Die Saison 2024 starten wir bereits im Februar. In erster Linie sind ein paar Unterhaltsarbeiten angesagt. Diesmal erhalten die Kästen im Salon eine Farbauffrischung. Der Küchenschrank wir neu ebenfalls in schwarz erscheinen.

Während des Winters haben wir den Sessel im Salon neu in Lärchenholz gepackt. Die alten Kunstlederkissen haben ihren Dienst getan.

Und zu guter letzt... in die Saison 2024 starten wir ohne unsere treue Begleiterin EIRA. Mit fast 15 Jahren liessen wir sie am 8. Februar 2024 gehen. Was bleibt sind die vielen Erinnerungen in all den Jahren, die sie mit uns auf dem Wasser unterwegs war.

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15. - 16. Februar, Savoyeux

Die Saison 2024 starten wir bereits im Februar. In erster Linie sind ein paar Unterhaltsarbeiten angesagt. Diesmal erhalten die Kästen im Salon eine Farbauffrischung. Der Küchenschrank wir neu ebenfalls in schwarz erscheinen.

Während des Winters haben wir den Sessel im Salon neu in Lärchenholz gepackt. Die alten Kunstlederkissen haben ihren Dienst getan.

Und zu guter letzt... in die Saison 2024 starten wir ohne unsere treue Begleiterin EIRA. Mit fast 15 Jahren liessen wir sie am 8. Februar 2024 gehen. Was bleibt sind die vielen Erinnerungen in all den Jahren, die sie mit uns auf dem Wasser unterwegs war.

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15. - 16. Februar, Savoyeux

Die Saison 2024 starten wir bereits im Februar. In erster Linie sind ein paar Unterhaltsarbeiten angesagt. Diesmal erhalten die Kästen im Salon eine Farbauffrischung. Der Küchenschrank wir neu ebenfalls in schwarz erscheinen.

Während des Winters haben wir den Sessel im Salon neu in Lärchenholz gepackt. Die alten Kunstlederkissen haben ihren Dienst getan.

Und zu guter letzt... in die Saison 2024 starten wir ohne unsere treue Begleiterin EIRA. Mit fast 15 Jahren liessen wir sie am 8. Februar 2024 gehen. Was bleibt sind die vielen Erinnerungen in all den Jahren, die sie mit uns auf dem Wasser unterwegs war.

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15. - 16. Februar, Savoyeux

Die Saison 2024 starten wir bereits im Februar. In erster Linie sind ein paar Unterhaltsarbeiten angesagt. Diesmal erhalten die Kästen im Salon eine Farbauffrischung. Der Küchenschrank wir neu ebenfalls in schwarz erscheinen.

Während des Winters haben wir den Sessel im Salon neu in Lärchenholz gepackt. Die alten Kunstlederkissen haben ihren Dienst getan.

Und zu guter letzt... in die Saison 2024 starten wir ohne unsere treue Begleiterin EIRA. Mit fast 15 Jahren liessen wir sie am 8. Februar 2024 gehen. Was bleibt sind die vielen Erinnerungen in all den Jahren, die sie mit uns auf dem Wasser unterwegs war.

Frühjahr - Sommer - Herbst 2024


15. - 16. Februar, Savoyeux

Die Saison 2024 starten wir bereits im Februar. In erster Linie sind ein paar Unterhaltsarbeiten angesagt. Diesmal erhalten die Kästen im Salon eine Farbauffrischung. Der Küchenschrank wir neu ebenfalls in schwarz erscheinen.

Während des Winters haben wir den Sessel im Salon neu in Lärchenholz gepackt. Die alten Kunstlederkissen haben ihren Dienst getan.

Und zu guter letzt... in die Saison 2024 starten wir ohne unsere treue Begleiterin EIRA. Mit fast 15 Jahren liessen wir sie am 8. Februar 2024 gehen. Was bleibt sind die vielen Erinnerungen in all den Jahren, die sie mit uns auf dem Wasser unterwegs war.

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15. - 16. Februar, Savoyeux

Die Saison 2024 starten wir bereits im Februar. In erster Linie sind ein paar Unterhaltsarbeiten angesagt. Diesmal erhalten die Kästen im Salon eine Farbauffrischung. Der Küchenschrank wir neu ebenfalls in schwarz erscheinen.

Während des Winters haben wir den Sessel im Salon neu in Lärchenholz gepackt. Die alten Kunstlederkissen haben ihren Dienst getan.

Und zu guter letzt... in die Saison 2024 starten wir ohne unsere treue Begleiterin EIRA. Mit fast 15 Jahren liessen wir sie am 8. Februar 2024 gehen. Was bleibt sind die vielen Erinnerungen in all den Jahren, die sie mit uns auf dem Wasser unterwegs war.

Frühjahr - Sommer - Herbst 2024


15. - 16. Februar, Savoyeux

Die Saison 2024 starten wir bereits im Februar. In erster Linie sind ein paar Unterhaltsarbeiten angesagt. Diesmal erhalten die Kästen im Salon eine Farbauffrischung. Der Küchenschrank wir neu ebenfalls in schwarz erscheinen.

Während des Winters haben wir den Sessel im Salon neu in Lärchenholz gepackt. Die alten Kunstlederkissen haben ihren Dienst getan.

Und zu guter letzt... in die Saison 2024 starten wir ohne unsere treue Begleiterin EIRA. Mit fast 15 Jahren liessen wir sie am 8. Februar 2024 gehen. Was bleibt sind die vielen Erinnerungen in all den Jahren, die sie mit uns auf dem Wasser unterwegs war.

Frühjahr - Sommer - Herbst 2023

10. - 11. Oktober 2023: Ray s. Saône

12. Oktober 2023: Scey s. Saône

13. - 14. Oktober 2023: Port s. Saône

15. Oktober 2023: Soing

16. - 17. Oktober 2023: Savoyeux

Es ist jetzt doch etwas kühler geworden. Am 2. Oktober zeigte das Thermometer am Nachmittag noch stolze 30 Grad. Damit es nun vorbei. Der 16. Oktober hat gerade mal mit 1.3 Grad begonnen. Die Temperaturen passen damit wesentlich besser zur Jahreszeit.

In Dampiere s. Salon haben wir während der Einkäufe eine Gans beobachtet, die ganz unbekümmert vor dem Hotel "De la Tour" steht - so quasi zur Eingangskontrolle.

Während 4 - 5 Tagen sind wir mit der Equipe "Fleur" unterwegs gewesen. So wollten wir z.B. am 11. Oktober in Ray s. Saône draussen zu Mittag essen. Fazit: zu heiss an der Sonne. Einen Tag später mit Sonnenschirm war es dann auszuhalten. 

In Port s. Saône stand nach 246 Motorstunden der jährliche Ölwechsel auf dem Programm. 

Damit neigt sich die Saison 2023 dem Ende entgegen. Wir räumen auf und genau nach Checkliste wird alles winterfest gemacht - wenn's denn überhaupt wieder mal einen richtigen Winter gibt. Im Winter 23/24 bleiben wir im Wasser, nachdem wir im letzten Winter das Unterschiff neu streichen liessen. 

Wie immer an dieser Stelle zum Ende der Saison ein kurzes Fazit:

 

Saison 2023

  • Sehr hohe Temperaturen
  • Wenig bis keine Niederschläge
  • Viele geschlossene Kanäle - bereits im August
  • Viele Mietboote - vor allem auf der Saône
  • Wasserpflanzen sind immer noch ein Problem
  • Neu: Extremes Aufkommen von Wasserlinsen zw. Pontailler und Port s. Saône

2. Oktober 2023: Auxonne

3. Oktober 2023: Lamarche

4. Oktober 2023: Mantoche

5. - 7. Oktober 2023: Gray, Camping

8. Oktober 2023: Bankji

9. Oktober 2023: Savoyeux

Die Temperaturen sind nach wie vor zu hoch für die Saison. Auch wenn die Tage mit 5 - 6 Grad und Nebel beginnen, steigt das Thermometer am Nachmittag jeweils auf 24 - 25 Grad. Am 2. Oktober in Auxonne messen wir sogar mehr als 30 Grad! Regen ist laut den Meteorologen keiner in Sicht. 

Auf der Saône ist es etwas ruhiger als noch vor 2 Wochen. Die Zahl der Mietboote ist kleiner geworden, die Saison neigt sich dem Ende entgegen. 

In Gray treffen wir auf die Equipe der "Fleur". Sie sind ebenfalls unterwegs zurück ins Winterquartier in Savoyeux. 

Eira - unsere alte Hundedame - ist mittlerweile 14 1/2 Jahre alt. Die Altersbeschwerden machen sich bemerkbar. Sie frisst nur noch widerwillig und schläft viel. Ihre Spaziergänge kürzen wir jetzt meistens etwas ab. Dafür hat aber Sinah Leben für fünf von ihrer Sorte, die braucht viel Bewegung und ist nicht müde zu kriegen.

Einen kurzen Schreck-Moment gab es letzte Woche in Gray. Der Auspuff veränderte seinen Ton und es floss kein Kühlwasser mehr. Ein ungekühlter Motor kann sehr rasch massiven Schaden nehmen. Zuerst dachten wir, dass die Wasserlinsen dem Kühlsystem jetzt den Rest gegeben haben oder der Impeller "verstorben" ist. Ein weiterer Grund könnte ein durch einen Plastiksack oder ähnliches verstopfter Ansaugstutzen sein. Der Auspuff gab auf alle Fälle nur mehr viel Wasserdampf von sich. Keine von all den Vermutungen hat sich bewahrheitet. Die Zuleitung zum Wasserfilter hat sich gelöst. Damit konnte das Kühlsystem Luft ansaugen. Zwei Schraubenzieherdrehungen später war das Problem behoben. 


23. - 24. September 2023: Gray

25. September 2023: Mantoche

26. September 2023: Pontailler

27. September 2023:  Auxonne

28. September 2023: Schleuse 73 Canal Rhone au Rhin

29. September 2023: L'Abergement

30. September 2023: Choisey

1. Oktober 2023: L'Abergement

Es ist viel zu warm für die Saison. Die Temperaturen befinden sich zwar am Morgen auf 12 - 13 kühlen Graden, steigen aber am Nachmittag rasch auf 26 - 28 Grad. Wie üblich im Herbst, beginnen die Tage öfters mit etwas Nebel - ein dankbares Fotosujet. 

Die Wasserlinsen nehmen die Saône massiv in Beschlag. Der Tunnel von Savoyeux erstrahlt in einem satten Grün. Der Wasserfilter muss täglich geleert werden. Erst unterhalb von Pontailler verbessert sich die Situation. 

In Gray besuchen wir den sonntäglichen Flohmarkt. 

In l'Abergement beginnen wir mit den ersten Arbeiten zur "Hivernage": z.B. Bimini demontieren, reinigen und trocknen lassen. Eigentlich wollten wir in St. Jean de Losne den jährlichen Ölwechsel vornehmen. In Anbetracht der wenigen Motorstunden - im Vergleich zu früheren Jahren - verschieben wir diese Arbeit auf das Ende der Saison gegen Ende Oktober. 

Insgesamt muss man sagen, dass das Wetter und die Temperaturen wesentlich angenehmer sind als dies im Sommer 2023 der Fall war. Ausser zwei Gewittern vor zwei Wochen, sind wir bis jetzt ohne Wasser von oben über die Runden gekommen. Etwas Regen wäre allerdings nicht zu verachten. 


18. September 2023: Savoyeux

19. September 2023: Ray s. Saône

20. - 22. September 2023: Savoyeux

Ab dem 18. September 2023 sind wir wiederum en France. Während der heissen Tage im August und September waren wir zu Hause besser aufgehoben. Jetzt sind die Temperaturen wieder im angenehmen Bereich. Wir haben auf alle Fälle Holz eingeladen. Der "Petit Godin" hat sich auch schon gemacht, wozu er angeschafft wurde. 

Den kurzen Ausflug nach Ray s. Saône unternehmen wir bei herrlichem Herbstwetter. Auffällig ist der dichte Teppich an Wasserlinsen oberhalb von Savoyeux - wahrscheinlich eine Folge der sehr warmen Sommermonate. Einzig der Filter der Wasserkühlung musste anschliessend gereinigt werden. 

Jetzt navigieren wir in Richtung Süden mit dem Ziel St. Jean de Losne - Dôle.

 


23. Juli 2023: Ray s. Saone

24. Juli 2023: Savoyeux

25. Juli 2023: Gray

26. Juli 2023: Savoyeux

Am Sonntag den 23. Juli besuchen uns Matheo und Jonas. Eigentlich waren "Badeferien" vorgesehen. Daraus wurde nichts. Die Temperaturen haben sich an den 4 Tagen von der sehr kühlen Seite mit regelmässigen Regenschauern gezeigt.  Wetterverhältnisse, wie wir sie in den vergangenen 2 1/2 Monaten nicht gehabt haben. Für ein Fussbad hat's dann schlussendlich doch noch gereicht.

Jonas hat zudem festgestellt, dass die Traktoren in Frankreich etwas grösser sind als diejenigen in Mund.

Noch eine Bemerkung zum letzten Bild. Die VNF-Mitarbeiter haben ihren Lastkahn genau unter der Stange zur Auslösung der Schleuse Savoyeux festgemacht. Entweder ist ihnen der Feierabend in die Quere gekommen und sie mussten den Arbeitsplatz rasch verlassen oder sie können es ganz einfach nicht besser. Die meisten VNF-Angestellten kennen die Navigation nämlich nur vom Zuschauen, wie sich die Boote mehr oder weniger schlau beim Schleusen anstellen. 

Ein Beispiel einer speziellen Bootsmannschaft... In der Schleuse Savoyeux hätte ein junges, deutsches Paar mit einem Mietboot  5 bis max. 10 Minuten auf uns warten müssen, um gemeinsam die Schleuse zu passieren. Marianne war mit dem Hund unterwegs und hat sie entsprechend vor Ort informiert. Die beiden hatten es "eilig" und haben alleine talwärts geschleust. Wasserverbrauch: 800 - 900 Kubikmeter!

Bekanntlich sieht man sich auf dem Wasser immer zweimal - und so war es dann auch. Auf der Rückreise warten wir beim Hochschleusen an genau derselben Schleuse 8 - 10 Minuten auf ein Boot, dass wir schon von weitem hinter uns gesehen haben. Wie es der Zufall will, handelt es sich um das deutsche Paar, welches uns am Vortag stehen lies. Der Schreibende konnte es sich dann nicht verkneifen, den beiden ein wenig vom Verhaltenskodex beim Schleusen zu berichten... ;-)) mit der Ergänzung, dass WIR trotz des gestrigen Affronts auf sie gewartet haben. Die Dame hat sich entschuldigt, der Herr zeigte gar keine Einsicht, hat aber hoffentlich trotzdem kapiert, wie man sich verhalten sollte. Auf den letzten 2 Kilometern bis in den Hafen von Savoyeux haben die beiden dann einen sehr grossen Abstand zu uns aufgebaut. Wahrscheinlich wollten sie unter keinen Umständen, neben uns anlegen... ;-))

Am 27. Juli reisen wir für ein paar Wochen zurück in die Schweiz. Im September sind dann wieder wesentlich weniger Mietboote unterwegs und das Reisen auf dem Wasser wird angenehmer. 


14. Juli 2023: Schleuse 31/32

15. Juli 2023: Fragnes

16. Juli 2023: Seurre

17. Juli 2023: Camping Harlequin / Tabatha

18. Juli 2023: Auxonne

19. Juli 2023: Pontailler

20. Juli 2023: Mantoche

21. Juli 2023: Gray

22. Juli 2023: Savoyeux

Nach dem Nationalfeiertag verlassen wir Chagny in Richtung Saône. Die Temperaturen sind angenehm und überschreiten die 30-Grad-Marke nicht mehr. Die Gewitter halten sich in Grenzen. Wasser würde allerdings dringend benötigt. VNF verkündigt laufend Einschränkungen betr. der Absenkung von Wasserständen, der Sperrung von Kanälen oder zumindest von Teilstücken und den Problemen mit üppigem Pflanzenwachstum. Navigiert wird vor allem auf der Saône. Hier begegnen uns ganze "Flotten" von Mietbooten, die sich um die Liegeplätze an den Anlegern balgen. 

Entlang dem Canal du Centre wird im Moment ein Internetkabel verlegt. Die Methode ist simpel. Im Bereich der Schleusen werden Rohre verlegt, dazwischen wirft man das Kabel ganz einfach in den Kanal. Ich wette, dass es bereits bei kleinsten Reparaturarbeiten am Kanal zu Beschädigungen kommen wird.

Die Getreideernte in St. Jean de Losne wird per Frachter abgeholt. Die passen noch in die Schleusen Ecuelles und Seurre. Ab hier sind die Schleusen mit 40 m Länge dann zu klein.

Beim Camping Harlequin in St. Jean verköstigen wir uns am Mittag zum Geburtstagsdiner von Marianne.

Auf der Weiterreise nach Norden treffen wir dann noch auf unsere Freunde Jean-Pierre und Francine (Tjalk Tabatha) so wie Manfred und Petra (Silure Petra). 

Auf der Saône liegt auch wieder das kühlende Bad am Abend drin. Das Wasser hat mit 25 Grad eine angenehme Temperatur. 

Ein paar Worte zum zweitletzten Foto: Es gibt sie noch - auch in der Navigation - die absoluten Egoisten. Das blaue Boot hat am Nachmittag angelegt - mit je 6 - 7 Metern Abstand zu den Booten vor- bzw. hinter ihm. Da die meisten Freizeit-Boote auf der Saône 11 - 14 m messen, kann jetzt keiner mehr anlegen, ohne dass der Blaue sich in die eine oder andere Richtung verschiebt. Meistens kommt es dann zu hitzigen Diskussionen, die man sich ersparen könnte, hätte denn der Blaue von Anfang an mit 1 - 2 Metern Abstand vernünftig festgemacht. Ich wiederhole mich - die Anzahl der Egoisten in unserer Gesellschaft nimmt leider ständig zu. 


5. Juli 2023: Saint Bérain s. Dheune

6. - 8. Juli 2023: Saint Julien s. Dheune

9. Juli 2023: Saint Léger s. Dheune

10. Juli 2023: Santenay

11. - 13. 2023 Chagny 

Eigentlich wollten wir nach Chagny nicht unbedingt weiter dem Canal du Centre folgen. Als Option stand noch ein Ausflug auf die Seille und damit nach Louhans zur Debatte. Wir haben uns dann für den Ausflug nach Saint  Julien s. Dheune entschieden. Die Seille nehmen wir ins Reiseprogramm 2024 auf... ;-)).

Auf dem ersten Foto ist ein Pferdegespann abgebildet, das uns begegnet ist. Mit einem PS ist man definitiv noch langsamer unterwegs, als wir es sind. Auf der viel befahrenen Strasse in Richtung Monchanin - auch 40-Tönner sind hier unterwegs - könnte das allerdings zu brenzligen Situationen führen.

In Saint Julien s. Dheune treffen wir auf ein Hotelschiff - die FINESSE. Im Gegensatz zu anderen Hotelschiffen treffen wir auf einen sehr netten Kapitän (Wir haben da schon ganz andere Charaktere erlebt!). Da wir ihm beim Anlegen die Taue abgenommen haben, gibt's nachher ein gemeinsames Bierchen. Eine Woche auf der Finesse ist allerdings nicht ganz billig. Die maximale Belegung beträgt 8 Personen, die von 5 Crewmitgliedern betreut werden. Die Vollpension inkl. allen Getränken und Besichtigungen kostet für 6 Übernachtungen um die 70'000 Euros (Die Trinkgeldempfehlung in der Höhe von 5 - 10% noch nicht inbegriffen!). Die meisten Reisegruppen haben verwandtschaftliche Beziehungen und kommen aus Amerika. Nicht selten landen sie mit dem Privatjet in Dijon und werden dort selbstverständlich von der Crew abgeholt. Im oben genannten Preis sind die Flugkosten noch nicht enthalten! Aber was soll's, offensichtlich gibts noch Leute, die das nötige Kleingeld haben.

Am letzten Wochenende sind die Temperaturen markant angestiegen. Die Gewitterfronten folgen in dieser Situation mit der entsprechenden Wucht. Der Canal du Centre musste dann auch gesperrt werden, damit umgestürzte Bäume entfernt werden können.  In der Zwischenzeit hat sich das Ganze beruhigt und die Navigation hat wieder Fahrt aufgenommen. 

Ein Wort zum letzten Bild. Das blaue "Ding" ist ein nigelnagelneuer Nanni-Diesel, der nächstens eingebaut wird. Nicht bei uns aber in einen der Snaily's, die noch in der Vermietung sind. Bestellt wurde der Motor im September 2022. Von den vier bestellten Exemplaren kommen die letzten zwei im September 2023 - höchstwahrscheinlich.  Corona lässt grüssen!


29. Juni - 3. Juli 2023 Chagny

4. Juli Santenay

In Chagny verweilen wir uns etwas länger. Vor 20 Jahren haben wir hier mit dem Ausbau des JLB begonnen und während 4 - 5 Jahren war Chagny "unser" Hafen. 

Wir haben also Zeit, wieder einmal etwas Unterhalt zu betreiben. Die Bugkiste und der Stauraum backbord wurden ausgeräumt, geputzt und mit einem neuen Farbanstrich versehen. Das Wetter hat sich für die Arbeiten von der sehr positiven Seite gezeigt: angenehme Temperaturen um die 25 Grad mit leichter Bewölkung. 

Ein unangenehmes Ereignis ist dann auch noch eingetreten. Schuld ist der Schreibende und die ihm Angetraute hat wieder einmal recht gehabt: Es sei zu windig, um die Drohne raus zu lassen. Die hat sich, bedingt durch einen Windstoss dann prompt in einem Baum verheddert. Und wie es sein soll, nicht etwa in einem handlichen Gebüsch - nein, es musste eine sehr hohe Akazie mit viel dünnem Geäst sein. Optimal, um als Drohne richtig guten Halt zu finden. Das Hochwerfen von Steinen, Bällen und Seilen noch am selben Abend, hat rein gar nichts gebracht. Die Lösung fand sich dann am nächsten Morgen um 06.00 Uhr. Mit mehreren zusammengebundenen Bootshaken (insgesamt 12m) auf dem Glascontainer stehend, hat der Schreibende das Ding dann mit roher Gewalt vom Baum geschubst. Ein erster Augenschein zeigt soweit keine Schäden. Die Flugtauglichkeit wird nächstens an einer Stelle ohne Akazien getestet... ;-))

Am 4. Juli liegen wir in Santenay, eine kleine Anlegestelle, die eigentlich sonst immer gut bis sehr gut belegt ist. Im Moment ist auf dem Centre aber eher wenig los und so sind wir nur zwei Boote (JLB und Waterman), die dort übernachten. 


24. Juni 2023: Seurre

25. - 26. Juni 2023: Fragnes (Canal de Centre)

27. - 28. Juni 2023: Zw. Schleuse 31 / 32 

Die Temperaturen sind "freundlicher" geworden. Das Thermometer bleibt unter der 30-Grad-Marke stehen und dem ist gut so. 2022 hatten wir Ende Juni bereits zwei Hitzeperioden mit Temperaturen im Bereich von 37 - 38 Grad hinter uns. Bis jetzt haben wir es also in diesem Jahr mit dem Wetter sehr gut getroffen. 

Nach den zwei Tagen auf der Saône sind wir jetzt auf dem Canal de Centre. Die Schleuse "Crissey" am Eingang zum Canal de Centre ist mit 10.5 m die höchste, die wir in diesem Jahr befahren.

Es sind relativ viele Hotelschiffe unterwegs. In den letzten zwei Tagen haben wir mindestens 5 Stück an der Zahl gekreuzt.  Auch eine Hotelschiff-Crew braucht Auszeiten. Auf dem zweiten Bild absolviert die Dame ihre morgendlichen Yogaübungen. Bei der im Bild festgehaltenen Übung tippe ich mal auf den "Fliegenden Holländer". .. ;-))

Auf dem letzten Bild ist unser Teeny "SINAH" zu sehen. Mit zwei Jahren ist sie jetzt doch etwas erwachsener geworden und tut in etwa das, was man so von seinem Hund erwartet.


18. - 23. Juni 2023: Saint Jean de Losne

Während einer Woche sind wir in Saint Jean de Losne liegen geblieben. Marianne hatte einen bösen Zahn und musste diesen in der Schweiz behandeln lassen. Die Gelegenheit ergab sich, dass Kurt Max am Montag mit dem Auto zurück in die Schweiz fuhren. So konnte Marianne mit ihnen bis nach Thun fahren. Mittlerweile ist sie per Zug wieder en France und der böse Zahn ist jetzt wieder ein lieber. 

Eira, Sinah und der Schreibende haben in dieser Zeit den JLB gehütet und diverse "Baustellen" abgearbeitet. Man schaue sich die Fotos an. 

In Saint Jean de Losne gibt's immer etwas zu sehen. Auch im Sommer werden Boote ein- bzw. ausgewassert. 

Das Wetter zeigt sich während der Woche von der schwül-warmen Seite. Am Donnerstag gibt's seit geraumer Zeit wieder einmal Wasser von oben. Davon bräuchte es aber noch wesentlich mehr.


10. - 11. Juni: Dole

12. - 15. Juni: Choisey

16. Juni: L'Abergement la Ronce

17. Juni: St. Jean de Losne (Camping)

Während der letzten Woche sind wir nicht sehr weit gekommen. Insgesamt 22 km und 9 Schleusen. Diese Strecke ist in etwas mehr als einem halben Tag auch zu bewältigen... ;-)). Dafür haben wir aber allerhand Unterhaltsarbeiten erledigt und in Dole die Equipe von "Giacomo." getroffen. Isabelle und Raymond sind ebenfalls Besitzer eines Snaily.

Zu den Unterhaltsarbeiten. Die Treppe zum Salon und das Steuerrad erhielten ein nach viel Schleifarbeit einen neuen Anstrich in Leinöl. In der Kabine gab's zusätzliche Steckdosen, zudem haben wir alle Böden gründlich gereinigt.

Eira geht's wieder wesentlich besser. Sie frisst regelmässig, dem Futter mischen wir aber jeweils etwas Crème Fraiche bei. 

In der Zwischenzeit ist die Schiffssaison richtig angelaufen. Ab Dole wimmelt es nur so von Mietbooten. Wie immer mit mehr oder (meistens) weniger geübten Mannschaften. Die Mieter haben das Glück auf ihrer Seite, wir hätten uns bei solcher Fahrweise schon längstens ein Loch in den Schiffsbauch gefahren... ;-))


6. Juni: Thoraise

7. Juni: Schleuse Routelle

8. Juni: Ranchot

9. Juni: Rochefort s. Nenon

Es ist wesentlich wärmer geworden. Die 30 Grad Marke erreichen wir jetzt fast jeden Tag. Einzig in Rochefort s. Nenon verschaffen ein Gewitter und nachfolgende Regenschauer etwas Abkühlung. 

Uns hat  erstaunt, wie viele Mietboote von Dôle in Richtung Besançon unterwegs sind. In Thoraise treffen wir auf ein Mietboot mit einer Schweizer Besatzung. Als wir mit denen ins Gespräch kommen, fragen sie nach, ob man denn bei den grünen und roten Markierungspollern im Fluss links oder rechts vorbeifahren müsste. Im Grundsatz gilt: Auf der Bergfahrt befinden sich die grünen (oder schwarzen) Markierungen rechts, die roten sind links vom Boot. Auf der Talfahrt ist es genau "umgekehrt". Die grünen sind links, die roten rechts vom Boot. Als ich denen erkläre, dass man zudem auf der Karte anhand  der gestrichelten Linie genau sehen könne, wo sich die Fahrrinne befinde, erklärt die Besatzung, sie habe gar keine Karte für die Strecke Dôle - Besançon!! Mit anderen Worten, die sind zum ersten Mal mit einem Mietboot unterwegs und schippern ohne Karte von Dôle nach Besançon uns zurück. Im weiteren Gespräch kommt dann heraus, dass die Bootsvermietung dringend geraten hat, auf die Saône zu fahren und das man ihnen für diese Strecke auch eine entsprechende Karte ausgehändigt habe. Auch nach 30 Jahren Bootserfahrung würden wir nie und nimmer ohne Karte den Doubs befahren. Erstens ist der Wasserstand im Moment niedrig und zweitens kann man auch bei etwas höherem Pegel leicht  auflaufen. 



1. Juni: Baumes les Dames

2. Juni: Douvot (Ponton Schleuse)

3. / 4. Juni: Deluz

5. Juni: Besançon

In Baumes les Dames tätigen wir unsere Einkäufe (Diesel, Esswaren ect.) und füllen die Wasserreservoirs auf. Es ist wesentlich wärmer geworden. Der kräftige Wind aus Nord-Ost hat nachgelassen und damit ist es vorbei mit den kühlen Luftmassen aus dem Norden. 

Wir fällen den Entscheid, nicht mehr weiter dem Doubs nach Norden zu folgen und drehen um. Wie bereits früher berichtet, sinkt der Wasserpegel täglich und eine Regenperiode ist weit und breit nicht in Sicht. Hätten wir eine "Rundreise" geplant, wäre eine Weiterfahrt im Moment sicherlich möglich gewesen. Da wir aber auf derselben Strecke zurück auf die Saône wollen, könnte sich der Pegelstand in 3 - 4 Wochen wesentlich prekärer zeigen. Auch bei gutem Wasserstand muss man sich auf dem Doubs sehr genau an die Fahrrinne halten, sowie die Signalisation auf der Karte und an den Ufern beachten. Je niedriger der Wasserstand, umso weniger darf man vom Kurs abweichen. 

Anlegen im Grünen ist auf dem Doubs so gut wie unmöglich. Ausserhalb der Häfen liegen wir darum immer am Ponton vor oder nach einer Schleuse.

In Deluz liegen wir während zwei Tagen. Da gibt's zwar nicht viel zu sehen aber wir hatten Zeit, die Eckbankkonstruktion neu aufzubauen. Die Sitzbank habe ich bereits vor Jahren provisorisch um 5 cm erhöht, damit sie zur Tischhöhe passt. 

In Besançon bleiben wir diesmal nur für einen Tag. Die Abwicklung für die Bezahlung der Liegegebühr (20 Euro) ist nicht so "einfach". Obwohl wir in der "Cité des Arts" liegen, müssen wir den ca. 500m entfernten Hafen St. Paul aufsuchen um abzurechnen. Obwohl wir bereits vor einer Woche hier waren und alle unsere Angaben am PC registriert wurden, hat dasselbe Spiel heute wiederum bei Null begonnen. Effizient ist das nicht. 


28. - 31. Mai 2023, Besançon - Schleuse 42 (Ougney les Champs)

30. Mai: Novillars (... die Frittenbude hat am Dienstag "Wirtesonntag"... ;-)) )

31. Mai: Ougney

Eigentlich wollten wir Besançon am Pfingstmontag, den 29. Mai wieder verlassen. Wir sind dann einen Tag länger geblieben. Am Sonntag sind Bea und Köbi ebenfalls im Hafen eingetroffen. Die gemeinsamen Nachtessen haben vorzüglich geschmeckt. 

Während der letzten Tage hatten wir beständigen Gegenwind aus NO. Zum Navigieren ist das nicht immer angenehm, vor allem,  wenn man die Fahrrinne auf dem Doubs sehr genau einhalten sollte. An untiefen Stellen mangelt es nämlich nicht. Das klare Wasser lässt bis auf den Grund schauen und verursacht manchmal ein sehr mulmiges Gefühl. Zudem ist der Wasserpegel des Doubs während der letzten 4 Wochen kontinuierlich gesunken. An vielen Stellen zeigen sich die verschlammten Uferböschungen. Auf der Fahrt treffen wir immer wieder auf Segler, die ebenfalls in Richtung Norden unterwegs sind. Wir sind überzeugt, dass die an manchen Stellen arg wenig Wasser unter dem Kiel haben.

Auf dem letzten Bild sieht man einen Verteilerkasten, bei dem "nur" der Deckel fehlt. Solange das Innenleben funktioniert, stört das fehlende Teil wohl niemanden.


24. - 27. Mai 2023, Dole - Besançon

24. / 25. Mai: Ranchot

26. Mai: Thoraise

27. / 29. Mai: Besançon

Schon bei der Abfahrt in Dole bereitet uns EIRA ein paar Sorgen. Es geht ihr schlecht. Sie frisst zwar, Häufchen gab es seit bald zwei Tagen keines mehr. Sie setzt zwar immer wieder an, gibt dann aber auf. Verstopfung, Darmverschluss, Magenentzündung - uns geht so einiges durch den Kopf. In Ranchot besuchen uns Danny und Jacques auf der Durchfahrt. Dank ihnen können wir die Tierklinik in St. Vit mit dem Auto erreichen. Eira wird vom Tierarzt untersucht - inkl. röntgen und allem was dazu gehört. Der Befund: eine Verstopfung, aus welchem Grund auch immer. Zur Behandlung gibts ein Parafin-Gel und eine Antibiotika-Kur. Die Hüfte wurden ebenfalls genauer angeschaut. Sie weisen keine Abnützungerscheinungen auf. Das Gel wirkt dann relativ rasch. Bereits am Nachmittag nach dem Arztbesuch kommt die Verdauung wieder etwas in Gang. Besten Dank an Danny und Jacques für ihren Support.

Auf dem Weg nach Besançon passieren wir den Tunnel unter der Zitadelle. Es ist schon eindrücklich, was sich die Kanalbauer bereits vor ca. 200 Jahren einfallen liessen. 

In Besançon bleiben wir für 2 Tage liegen. 


20.  - 23. Mai 2023, St. Jean de Losne - Dole

Die Temperaturen zeigen sich dieses Jahr von der gnädigen Seite. Mit max. 20 - 25 Grad bleiben sie nämlich im angenehmen Bereich. Das hat auch eine positive Auswirkung auf die Wasserpflanzen. Niedrigere Temperaturen = geringere Erwärmung des Wassers = geringeres Pflanzenwachstum. Wir hoffen mal, dass wir mit möglichst wenig - noch besser wäre gar keine - Hitzeperioden durch den Sommer kommen. 

Seit Sonntag sind wir im Canal Rhone au Rhin. Bei der Einfahrt erhält man eine Fernbedienung die zum Passieren der Schleusen benötigt wird. Wir haben anscheinend das neue Modell erhalten. Kurz um, viel Schnick-Schnack den es bei den alten Bedienungen nicht gab. In den Schleusen zwischen St. Symphorien und Dole hatten wir auf alle Fälle schon unsere liebe Mühe mit dem Ding. Bis zur Wasserscheide sind es auf dem Canal du Rhone au Rhin 75 Schleusen. Als Beilage zur Fernbedienung sind alle Schleusen fein säuberlich aufgelistet und mit und mit den Distanzen versehen.

In einer der Schleusen zwischen St. Symphorien und Dole hat uns ein Schaumteppich viel klebrige Masse "mitgegeben". Wahrscheinlich alles sehr "biologisch". Nach der Schleusenausfahrt hiess es: den Besen fassen und putzen...

In Dole liegen wir für zwei Nächte - wie immer auf der linken Seite an der schrägen Kaimauer. Die Liegeplätze rechts sind relativ kurz, etwas Strömung und der ordentlich wehende Ostwind machen das Anlegen anspruchsvoll. Zudem wollen wir uns nicht bereits jetzt die schöne neue Farbe zerkratzen. Während der letzten zwei Tage hat noch jeder beim Anlegen seine Seite am Ponton übermässig aufgeschürft. 

Auf dem letzten Bild beachte man die Konstruktion des Dachstuhls. Andere Länder andere Sitten. Bei uns im Wallis würden die Querschnitte der Sparren nicht einmal für einen Kaninchenstall ausreichen... ;-))


17. - 19. Mai 2023, Auxonne - St. Jean de Losne

Die Temperaturen sind immer noch tief für die Jahreszeit. Grundsätzlich ist uns aber lieber, einen Pullover anzuziehen denn bei 30 Grad und mehr nach Schatten zu suchen. Bei 6 - 7 Grad am Morgen heisst es halt dann Feuer machen und zuerst ein wenig heizen. Sobald sich die Sonne zeigt steigen die Temperaturen dann zügig an. Schliesslich haben wir ja bereits Mai!

Die Bilder 3, 4 und 5 zeigen, womit wir uns während der letzten zwei Tage "beschäftigt" haben. Wenn nämlich der Motor läuft, die Tourenzahl aber bei Null bleibt und die Batterieleuchte nicht ausgeht, steht es schlecht um die Lichtmaschine. So war es denn auch. Unser Alternator hat das Zeitliche gesegnet. In St. Jean de Losne konnten wir am Mittwoch einen neuen bestellen. Trotz dem Auffahrts-Feiertag wurde der bereits am Freitag mittag geliefert. Das ist eine sehr gute Leistung en France. Wir wissen von Leuten, die haben schlappe 4 Wochen auf eine neue Lichtmaschine gewartet. Das neue Gerät macht nach dem Einbau was es soll. Der Härtetest erfolgt dann während der nächsten Etappe auf dem Canal Rhone au Rhin. 

Am 17. ist der Schreibende noch um ein Jahr älter geworden. Das abgebildete Geburtstagsgeschenk (in gelber Verpackung) ist von meiner Gotta Sophie und soll nur der Vorgeschmack auf das "richtige" Geschenk im August sein. Bin ja mal gespannt, was sie sich da ausgedacht hat. Von Jean-Pierre und Francine gab's einen guten Tropfen aus der Weinflasche. Das Schwierige an der Sache war, zuerst musste das Rätsel mit der roten Schnur gelöst werden. Wir haben den Knoten gelöst - allerdings erst am nächsten Tag... ;-))

In St. Jean de Losne hat heute ein Flusskreuzfahrtschiff angelegt. Mit 110m Länge und 11m Breite ein ganz ordentlicher Brocken. 


14. - 16. Mai 2023, Savoyeux - Auxonne

Am Sonntag, den 14. Mai verlassen wir Savoyeux in Richtung Süden. Die Temperaturen sind zumindest an diesem Tag angenehm. Bereits an der ersten Schleuse schliesst uns ein Mietboot das Tor vor der Nase, obwohl er ganz klar gesehen hat, dass wir keine 200 m hinter ihm navigieren. Meine, an dieser Stelle schon öfters gemachte Aussage, dass ca. 60% der Menschheit das ist, um die anderen 40% zu ärgern bewahrheitet sich einmal mehr. 

Am Abend liegen wir dann in Gray. Es ist nicht viel los im Moment obwohl wir uns in der Auffahrtswoche befinden. 

Unsere nächste Übernachtung haben wir in "Port St. Pierre". Ein grosser Name in Mitten von Nichts. Wer also auf die Idee kommen sollte, dass man in diesem Hafen auch nur irgendetwas besorgen kann, der irrt gewaltig. Dafür ist es aber schön ruhig mitten in der Natur.

Am 16. Mai liegen wir in Auxonne. Das Wetter ist definitiv kühler geworden. Im Vergleich zu den Temperaturen vor einem Jahr, ist es jetzt genau halb so warm (Mitte Mai 2022: 30 Grad und mehr, Mitte Mai 2023: 10 - 15 Grad). Das Steuern an Deck erfordert gute Bekleidung, z.B. eine wärmende Mütze. Im Moment verfeuern wir unsere Notreserve an Holz. Bei Gelegenheit müssen wir die wieder auffüllen. 


13. Mai 2023, Savoyeux

Wir starten in die Saison 2023. Das Wetter zeigt sich von der kühlen Seite. Vor einem Jahr um diese Zeit zeigte das Thermometer bereits 30 Grad und mehr. Heute sind es mit 16 Grad gerade mal halb so viele Grade. Wir hoffen auf eine Saison ohne Hitzeperioden und genügend Wasser und sind mal gespannt ob das so eintreffen wird... ;-))

Als provisorisches Reiseziel haben wir uns den Canal Rhone au Rhin bis nach Mulhouse vorgenommen. Ob wir dann wirklich so weit kommen hängt von verschiedenen Faktoren ab: Wasserstände, Wasserpflanzen, Wetter und nicht zuletzt Lust und Laune.


7. - 9. Mai 2023, Savoyeux

Für einen sehr kurzen Aufenthalt fahre ich nach Savoyeux. Der Zweck der Reise ist eigentlich nur der Materialtransport für den Sommer. Mit zwei Hunden, Velo und viel Kleinmaterial reicht der Platz in unserem Kombi nicht mehr. 

Ab dem 13. Mai geht's dann definitiv los mit der Sommerreise 2023. Vorläufiges Ziel ist der Canal Rhone au Rhin. Allerdings... die Wassersituation und das Wachstum der Wasserpflanzen können die Planung noch stark beeinflussen. 

Affaire à suivre!


3. - 5. April 2023, Savoyeux

Wir sind immer noch im Hafen und so wird es auch bleiben. Die Hochwassersituation verbessert sich langsam. Zudem ist es jetzt am Morgen empfindlich kühl. Das Aussenthermometer zeigt jeweils um die -1 bis -2 Grad an. In der Küche hat es dann zwischen 2 und 3 Grad und im Kühlschrank ist es mit 5 - 6 Grad am wärmsten!! Während des Tages steigen die Temperaturen auf 10 - 12 Grad. Die Bise bringt die kühle Luft aus dem Norden. Wir sind uns schon jetzt sicher, dass in knapp einem Monat wieder sommerlich heisse Temperaturen vorherrschen werden. 

Im Hafen werden fleissig Schiffe ausgewassert, mit neuem Antifouling versehen und wieder eingewassert. Nächstens starten dann auch die ersten Mietboote in die neue Saison. 


1. - 2. April 2023, Savoyeux

Die ersten Auswirkungen der anhaltenden Regenfälle werden sichtbar. Hochwasser. Die Fluttore auf der Petit Saône sind geschlossen, damit die jeweils nachfolgende Schleuse geschützt ist. Der Pegel ist um 50 - 60 cm gestiegen. Die Strömung hat sich erhöhnt. Die Treidelwege sind z.T. überflutet. Links und rechts der Saône nehmen grosszügige Überflutungszonen das Wasser auf. Man ist sich's hier gewöhnt, dass bei Hochwasser die grüne Wiese zum See wird. 

Für uns heisst das, wir bleiben im Hafen liegen. Oberhalb und unterhalb von Savoyeux ist alles zu. In zwei bis drei Tagen wird der Spuk vorbei sein.


27. - 31. März 2023, Savoyeux

Am 29. März feiern wir den Geburtstag von Köbi im Restaurant "Chez Berth" in Seveux. Es ist der Geburtstag von einem, der noch wacker AHV einbezahlt... ;-))... und das wird noch seine Zeit dauern. 

Das Menu entnehme man dem Foto. Einige der Gäste haben sich dann auf einzelne Teile im Menu beschränkt. Über Details wird im Blog nicht weiter berichtet.

In der Zwischenzeit haben wir den Aussenbereich gereinigt. Das war kein leichtes Unterfangen, da man sich jeweils zwischen zwei Regengüssen organisieren musste. Mit anderen Worten - es regnet mehr oder weniger ständig.

Weitere Arbeiten:

- Rinnstellen im Dach suchen und abdichten

- Aussenborder testen

- Bugkiste aufräumen

- Seilhalterungen in der Bugkiste neu befestigen

- ... und natürlich... regelmässig einheizen


28. März 2023, Savoyeux

Der folgende Extra-Blog trägt den Namen "Natur verdächtigt - Technik entlarvt" oder mit anderen Worten "Der Holzwurm, der ständig nervt aber zum Schluss keiner ist".

Was das Foto mit der Geschichte zu tun hat... dazu später mehr.

Am 1. März 2023 hat der Schreibende den JLB eingewassert und zwei Nächte auf dem Schiff verbracht. Bereits in der ersten Nacht bin ich wach geworden, weil ständig ein knabberndes, schabendes Geräusch zu hören war. Ein ähnlich nervendes Kratzen habe ich früher im Zusammenhang mit Holzwürmern in einem Lärchen-Klotz erlebt. Der Fall war also klar - bei uns wohnt mindestens ein Holzwurm - und zwar in der Ecke unserer Kabine an der  Steuerbordseite. Das Tierchen muss später gesucht und beseitigt werden. Soweit der Plan.

Seit dem 22. März sind wir bekanntlich wieder auf dem Boot. Während der ersten 5 Tage herrschte Ruhe. Entweder ist der Holzwurm ausgezogen oder er ist ganz einfach verhungert - ein recht grosser Anteil unseres Bootes besteht ja aus Polyester... ;-))

Weit gefehlt -  gestern Nacht (um 04.00 Uhr!!) geht das Knabbern wieder los. In unregelmässigen Abständen macht sich der vermutete Bewohner bemerkbar. Morgen früh räumen wir also die Bugkiste aus und leeren die Holzkiste an Deck. Die Sucherei wird uns einiges an Arbeit bescheren. Irgendwo muss sich das Viech ja eingenistet haben. Mit einer Ladung Gift werden wir dem Unhold zu Leibe rücken. Anders geht es nicht. 

Um das Ende vorweg zu nehmen: Wir haben heute weder die Bugkiste ausgeräumt noch die Holzkiste an Deck geleert und schon gar kein Gift eingesetzt.

Was ist also geschehen? Ganz zufällig ist dem Schreibenden noch in der Nacht - es war immerhin schon 05.00 Uhr - der Wecker auf dem Nachttisch aufgefallen. Die quasi leere Batterie hat irgendwelche Elektronikteile im Inneren in unregelmässigen Abständen zum Leben erweckt. Getönt hat's in Tat und Wahrheit wie ein "arbeitender" Holzwurm. Nach dem Ausbau der Batterie war der Spuk vorbei.  

Soviel zum Thema: "Natur verdächtigt - Technik entlarvt".


22.  - 26. März 2023, Savoyeux

Seit dem 22. März sind wir in Frankreich. Das Wetter zeigt sich von der regnerischen Seite und von Westen kommt laut den Prognosen noch mehr. Nach der langen Trockenperiode in diesem Winter, ist jeder Tropfen willkommen. 

Zwischen den Regengüssen führen wir jeweils ein paar Reparaturen durch, gehen mit den Hunden spazieren und erledigen innen den Frühjahrsputz. Im Aussenbereich lässt sich bei der aktuellen Witterung nicht viel tun. 

Im Hafen ist noch recht wenig los. Das Regenwetter hält die grosse Masse noch von der ersten Ausfahrt ab. Zudem ist damit zu rechnen, dass die Regenfälle dazu führen, dass z.T. die Fluttore geschlossen werden. Da ist uns der sichere Aufenthalt im Hafen wesentlich lieber. 

Für den Wochenbeginn sind kühlere Temperaturen um die null Grad angesagt. Da werden wir unsere Holzöfen erst recht schätzen. 

In der Nacht zum heutigen Sonntag wurden die Uhren wiederum auf Sommerzeit vorgestellt. Eigentlich wollte die EU bereits 2021 die halbjährliche Umstellung abschaffen. Die einzelnen Länder waren sich zwar nicht einig, ob in Zukunft die Sommer- oder die Winterzeit Gültigkeit haben soll - die Diskussionen waren aber recht weit fortgeschritten. Durchkreuzt wurden die Pläne dann aber von der Pandemie und seit einem Jahr durch den Krieg in der Ukraine. Die Welt hat also effektiv noch gravierendere Probleme als die Zeitumstellung.


4. März 2023, Glis

Der geneigte Blogleser erinnert sich vielleicht daran, dass ich Ende Juli 2022 mein Handy im Hafen von Savoyeux "ertränkt" habe (siehe auch Blog vom 19. - 22. Juli 2022). Um genau zu sein, lag das Gerät während knapp einer Stunde in 2 Metern Tiefe im Wasser. Laut Betriebsanleitung wird schon vor Spritzwasser gewarnt... ;-)). Eigentlich war die Sache klar, das Gerät ist hinüber. Vor allem der Bildschirm scheint gelitten zu haben. Er zeigte sich nämlich nur mehr  in mattgrauem Schwarz. Die Fotolinse war beschlagen und die Lautsprecher krächzten mehr schlecht als recht. Also, ein Fall für die Entsorgung. Soweit ist es aber damals nicht gekommen. Das Teil lag seither in meinem Büroschrank und geriet in Vergessenheit. 

Sieben Monate später... rein zufällig kommt mir das Handy beim Aufräumen in die Hände und ich lade den Akku, obwohl man via Display absolut nicht feststellen kann, ob überhaupt Strom aufgenommen wird. Zurück im Schrank wartet das Gerät also erneut auf die Entsorgung. Nach der Batterieladung ertönen plötzlich aus dem Schrank in regelmässigen Abständen Töne, die mir bekannt vorkommen. Das defekte Handy meldet sich nämlich mit einer früher eingeschalteten Weckfunktion. Irgendwo muss noch Leben umher sein.

Kurzerhand entschliesse ich mich, das Gerät in seine Einzelteile zu zerlegen, um festzustellen in welchen Bereichen das Wasser besonders gewirkt hat. Da das Innenleben soweit recht passabel aussieht,  bestelle ich per Internet ein Ersatzdisplay. Für den Einbau gibt es dutzende Anleitungen im Internet.

Und siehe da... die selber durchgeführte Reparatur für günstige Fr. 45.- hat sich gelohnt, das Gerät funktioniert wiederum einwandfrei! Die lange Trocknungszeit von 7 Monaten hat sowohl der Linse wie auch den Lautsprechern geholfen, wiederum das zu tun wofür sie eingebaut wurden. 

 


2. März 2023, Savoyeux

Wir haben wiederum unseren angestammten Platz erhalten. Im Moment ist der Hafen total ausgebucht. Das wird sich wiederum verbessern, wenn die ersten Boote in die Saison 2023 starten. 

Bei diesem Kurzaufenthalt begleitet mich Sinah. Eigentlich die perfekte Assistentin: Wartet geduldig, stellt keine Fragen, freut sich, wenn ich wieder zurück komme. Nur manchmal hat sie noch ihre "5 Minuten". Da ist sie kaum zu bändigen. Im Mai wird sie zwei Jahre alt. Die Pubertät wird dann wohl langsam ausklingen.

1. März 2023, Savoyeux

Heute haben wir eingewassert. Im Wasser fühlen wir uns wiederum wesentlich wohler. Saône Plaisance hat in den letzten Wochen diverse Arbeiten ausgeführt:

  • Scheuerleiste unten entfernt
  • Alle Schraubenlöcher mit Polyester zugeklebt, damit jetzt definitiv kein Wasser mehr eindringen kann
  • Blaue Farbe schleifen
  • Neue Farbe: SCHWARZ
  • Antifouling in zwei Schichten
  • 10 neue Fender in schwarz haben wir auch noch montiert

Der Preis ist stolz aber man gönnt sich ja sonst nichts... ;-))

Die Temperaturen pendeln knapp über der null Grad Marke. Die Bise lässt die gefühlte Temperatur noch niedriger erscheinen.



27. Februar 2023, Glis

Am 1. März 2023 starten wir mit dem Einwassern in die Schiffssaison.

Gespannt sind wir im Moment betr. der folgenden Dinge...

  • Wie präsentiert sich der JLB im neuen Farbton?
  • Wie steht es um die Wasserreserven 2023?
  • Mit welchen Wetterkapriolen (z.B. Hitze) ist zu rechnen?

Die Antworten gibt's laufend in unserem Blog.


Frühjahr - Sommer - Herbst 2022


12. - 19. Oktober 2022, Saint Jean de Losne - Savoyeux

Eigentlich wollten wir erst gegen Ende Oktober zurück in Savoyeux sein, um unser Schiff auf die Wintermonate vorzubereiten. Es ist anders gekommen. Die Raffineriemitarbeiter streiken immer noch. Die Treibstoffe an den Tankstellen sind nach wie vor rar. Zudem ist es strikte verboten, mit Kanistern Diesel zu tanken. Für unseren Bedarf geht es aber nur via Kanister. Alle Zapfsäulen die eigentlich für Schiffe vorgesehen sind, sitzen nämlich ebenfalls auf dem Trockenen. 

In Gray haben wir wieder einmal im "Petit Fontaine" gegessen. Geschmeckt hat's vorzüglich - wie immer.

Einen kurzen Schreckensmoment haben wir in Gray erlebt. Am Morgen ist der Wasserspiegel innert 1 1/2 Stunden um 40 Zentimeter angestiegen. Da wir relativ "kurz" angebunden waren, waren die Taue sofort arg angespannt. 

Das Wetter zeigt sich von der sehr warmen Seite. Die Temperaturen während des Tages sind für die Saison zu hoch. Die 27 Grad - Marke haben wir während mehreren Tagen erreicht. 

Jetzt heisst es aufräumen und sich auf den Winter vorbereiten, so er denn überhaupt kommen wird... ;-))

Am 19. Oktober 2022 verschieben wir den JLB ins Trockene. Im Winter 22/23 lassen wir von Saone-Plaisance verschiedene Arbeiten ausführen. 

- Entfernen der unteren Scheuerleiste

- Reparatur der Schraubenlöcher

- Erneuerung der blauen Farbe

- Antifouling neu

- Reparatur des undichten Ruders

 

Fazit der Saison 2022:

  • Sehr hohe Temperaturen... bis in den Oktober hinein...;-))
  • Extreme Trockenheit
  • Keine Niederschläge
  • Niedrige Wasserstände
  • Zunehmend Probleme mit Wasserpflanzen
  • Geschlossene Kanäle
  • ... und zu guter Letzt... streikende Raffineriemitarbeiter, welche die Tankstellen "austrocknen". 

3. - 11. Oktober 2022, Savoyeux - St. Jean de Losne

Nach dem Wochenende in der Schweiz, sind wir ab Montag, den 3. Oktober für die letzten Tage der Saison wiederum en France. Das Wetter zeigt sich von der herbstlichen Seite mit angenehmen Temperaturen. Am Tag steigt das Thermometer locker über die 20-Grad-Marke. Am Morgen kann es dann aber schon mal 6 - 7 Grad geben. Oftmals gibt es Nebel, der sich erst gegen Mittag lichtet. 

Im Hafen von Savoyeux wird ein Teil des Pontons erneuert. Eine spezialisierte Unternehmung führt die Arbeiten aus. 

Das Anlegen im Grünen beschert uns zwar jeweils tolle Fotosujets. Im Gegenzug ist unser Boot am Morgen jeweils mit sehr viel Laub übersät.

Zwischen den Schleusen Verreux und Rigny breitet sich im Herbst jedesmal ein grasgrüner Teppich aus schwimmenden, kleinen Wasserpflanzen aus. Das Bild zeigt die Situation in der Schleuse Rigny. In Tat und Wahrheit sieht es schlimmer aus, als es ist. Von den kleinen Pflanzen schaffen es z.B. nur die wenigsten in unseren Wasserfilter. Die Kühlung des Motors ist damit immer gewährleistet. 

Marianne erstellt wie jedes Jahr die Laternen für den St. Martins-Umzug des Kindergartens, der dann im November stattfindet. 

Zwei typische Situationen haben wir wieder einmal mit Mietbooten erlebt. In der Schleuse Auxonne hat uns eine Crew die Schleusentüre vor der Nase geschlossen - einmal mehr! Es handelte sich um Rentner in Eile! In Zukunft werden wir in einer ähnlichen Situation die rote Schleusenstange betätigen. Damit wird die Schleusung gestoppt und "gemeinsam" warten wir auf den Schleusenwärter, der das Ganze wieder in Betrieb nimmt. Das führt dann zu einer spannenden Konversation zum Thema "Wie verhält man sich beim Navigieren eines Mietbootes ohne alle anderen zu verarschen".

Am gleichen Morgen sind in Auxonne zwei Mietboote bei stockdickem Nebel losgefahren (siehe Bild). Mit null Ortskenntnissen ist das ein sehr gewagtes Unterfangen, das böse enden kann. 

Zum Schluss… Die Angestellten von drei der sechs französischen Raffinerien streiken seit 10 Tagen. Die Gewerkschaften verlangen mehr Lohn. Die Folge: Den Tankstellen geht langsam der Sprit aus. In der Bevölkerung macht sich bereits Unmut breit. Putin freut es, wenn sich die Europäer in Sachen Energieversorgung selber sabotieren. Uns sollte es - im Moment zumindest - nicht gross stören. Unsere Dieselzankuhr zeigt ca. 220 Liter. Irgendwann werden sich die Arbeitgeber mit den Gewerkschaften gezwungenermassen auf einen Kompromiss einigen. Wer für den täglichen Arbeitsweg auf das Auto angewiesen ist, wird für die Streikenden absolut kein Verständnis aufbringen.


22. - 29. September 2022

Es ist Herbst geworden. Man merkt die Veränderung an den kühleren Temperaturen und an den kürzer werdenden Tagen. 

Seit zwei Tagen regnet es mehr oder weniger ununterbrochen. Die Niederschläge werden dringend benötigt. Unsere Holzöfen sind geputzt und einsatzbereit, die Holzvorräte sind aufgefüllt. 

Während der ersten 4 Tage fahren wir nach Gray und zurück. Auf der Rückreise fahren wir gemeinsam mit der Equipe VLALJAK. Es sind noch relativ viele Mietboote unterwegs. Für einige der Crews werden am Schluss happige Kosten zu bezahlen sein. In Gray lässt z.B. einer während der ganzen Nacht seine Dieselheizung laufen. Abgerechnet wird am Schluss laut der Anzahl Motor- und Heizstunden. Bei den aktuellen Dieselpreisen läppert sich da nebst den Motorstunden in einer Woche ein schönes Sümmchen zusammen. Laut den AGB's sind z.B. bei LeBoat Stundenansätze ab 12 Euros - je nach Grösse des Bootes - üblich. Rechnungsbeispiel für ein kleines Boot in einer Woche: 30 Stunden Fahrzeit und 20 Stunden Heizung. Bei einem minimalen Stundenansatz von 12 Euros, ergibt das Zusatzkosten von 600 Euros!

In der Schleuse Verreux hat es ein Mieter geschafft, bei der Ausfahrt den Mechanismus für die Einfahrt zu betätigen und dies obwohl in grossen Lettern das Drehen der Stange bei der Ausfahrt "verboten" wird. Damit stand für uns der ganze Schleusenablauf still. Nach 30 Minuten versetzt sich dann die Schleuse in den Ausgangszustand und wir können ebenfalls schleusen. Leider gibt es immer noch zu viele sehr unbedachte Mieter, die sich um jede Vorschrift foutieren. 

In Gray treffen wir einen Engländer, der sich eine Windanlage "fait maison" konstruiert hat. Ob die im Ernstfall auch funktioniert können wir im Moment der Fotoaufnahme nicht feststellen. Es ist leider windstill.

Morgen fahren wir für das Wochenende zurück in die Schweiz. Ab dem kommenden Montag sind wir dann wiederum en France unterwegs. Geplant ist, dass wir in Richtung St. Jean de Losne fahren werden. 


27. - 29. Juli 2022, Savoyeux

Am 27. Juli 2022 steuern wir wiederum unseren Heimathafen Savoyeux an. Damit schliesst sich der Kreis unserer Sommerreise 2022. Eigentlich wollten wir noch unterhalb von Savoyeux im Grünen übernachten. Alle "Liegeplätze" im Schatten waren aber besetzt. Im Moment sind viele Mietboote unterwegs und die suchen genau wie wir nach schattigen Plätzen. 

Am 27. Juli erleben wir dann noch einen unliebsamen Vorfall. Aus Unachtsamkeit hüpft mein Telefon aus der Seitentasche der Hose und verabschiedet sich mit Schwung ins Hafenbecken von Savoyeux. Marianne hat mich immer wieder gewarnt, dass die Seitentasche, nur mit zwei Knöpfen gesichert, sehr unsicher sei. Sie sollte also recht behalten... einmal mehr! Wie das in Hafenbecken üblich ist, besteht der Grund aus viel Schlamm und Dreck (30 - 40 cm) und den überall vorhandenen Wasserpflanzen. Ein erstes Abtasten des undefinierbaren Bodens mit den Füssen in 1.8 - 2.0m Tiefe, lies die Chance auf ein Wiederfinden des Gerätes als aussichtslos erscheinen. Verlorene Gegenstände versinken nämlich sehr rasch im Schlick. Zudem entspricht die Stelle wo sie eintauchen nie dem Ort an dem sie letztendlich zum Liegen kommen. Plan B hiess dann Taucherausrüstung herausholen und den Grund mit den Händen "abtasten". Die Sicht im Hafenbecken von Savoyeux ist im Moment gleich Null. Mit einem Riesenglück kann ich das Gerät dann doch noch im Schlick ertasten und bergen. Insgesamt lag das Teil aber trotzdem ca. 40 Minuten in 2 Metern Tiefe. Wie gut die Elektronik noch funktioniert, wird sich erst später zeigen. Das Ding ist nämlich ganz und gar nicht für's Tauchen optimiert. Jetzt liegt es im Reis und gibt die Feuchtigkeit von sich. 

Am 29. Juli fahren wir für ein paar Wochen zurück in die Schweiz. Die Monate September und Oktober wollen wir dann mit hoffentlich etwas weniger hohen Temperaturen wieder auf dem Schiff verbringen.

 

Fazit Sommer 2022: 

  • 1000 km mit etwas mehr als 400 Schleusen
  • 3 Hitzewellen mit Temperaturen gegen 40 Grad
  • 2 Regentage (nur!)
  • Sich stark ausbreitende Wasserpflanzen an sehr vielen Orten auf allen Kanälen
  • Schwindende Wasserstände bedingt durch die Trockenheit
  • Geschlossene Kanäle und Kanalabschnitte - bedingt durch Wassermangel und mangelnden Unterhalt
  • Zu viele Mietboote, die das Navigieren leider nicht im Griff haben

Insgesamt hatten wir während 3 1/2 Monaten eine sehr gute Zeit. Technisch hat auf dem JLB alles ausgezeichnet funktioniert. Im Gegensatz zu 2021 hatten wir immer eine trockene Bilge. 


23. - 26. Juli 2022, Gray (3x)

Die Temperaturen steigen wieder. Gewitter werden zwar vorausgesagt, in der Realität hat's aber keinen Tropfen Regen gegeben. Es herrscht effektiv weit verbreitet "La Secheresse". Immer mehr Kanäle sind nur mit Einschränkungen oder gar nicht mehr befahrbar. Das Biefe "Mambray" auf dem Lateral wurde auf 75 cm abgesenkt. Tonnere - Migennes auf dem Bourgogne ist gesperrt: Wassermangel. Champagne und Voges sind ebenfalls zu. Die Passage von Norden nach Süden ist im Moment einzig noch über den Nivernais möglich. Die Kanalabschnitte wurden aber z.T. auch hier abgesenkt. Die Pflanzenplage erschwert die Navigation.

Böse gestaunt haben wir vor drei Tagen beim Verlassen der Schleuse Heuilley auf der Saône. Im Kanalabschnitt bis nach Apremont fehlen 80 - 100 cm Wasser (siehe Fotos)! Wir hatten bisher schon einige Kanalabschnitte mit reduziertem Wasserstand passiert. In diesem Fall handelt es sich aber um eine Strecke von 15 km auf dem Fluss. Was ist vorgefallen? Unsere Vermutung, dass ein Problem auf dem Wehr von Heuilley der Grund sein muss wurde dann von VNF bestätigt. Anscheinend habe sich bedingt durch ein Gewitter eine Absperrung am Wehr unbeabsichtigt geöffnet...! Diese Aussage erscheint mir vorgeschoben. Wenn VNF während 12 Stunden nicht bemerkt, dass sich ein Flussabschnitt (!) um einen Meter absenkt, fehlt es eindeutig an der von VNF immer so hochgelobten Überwachung der Wassersituation. Da hat schlichtweg jemand seine Arbeit nicht gemacht! Die Millionen von Kubikmetern Wasser zum Auffüllen des Teilstücks werden in Anbetracht der herrschenden Dürre an anderer Stelle fehlen. 

In Gray treffen wir auf Petra und Manfred. Eigentlich wollten sie über den Canal de Voges in Richtung Norden. Daraus wurde nichts. Gemeinsam essen wir im "La Petite Fontaine". Das 2CV-Cabriolet haben wir auf dem Parkplatz des Restaurants im Bild festgehalten. 

Zurück zu den Temperaturen... Wir haben uns jetzt ein Klimagerät zugelegt. Bei 38 Grad in der Kabine kommt man schlecht zu Ruhe. Das Ding ist sehr effizient und läuft erstaunlich ruhig. Der Standort ist noch provisorisch und bedarf einer vertieften "Studie".


16. - 22. Juli 2022, Fragnes, PK 181 (2x), Canal de Bourgogne (2x), Auxonne, PK 237, Pontailler

Während der letzten Woche war es effektiv zu heiss, um sich an den PC zu setzen und Blog zu schreiben. Vor allem die zwei Tage im Bourgogne hatten es in sich. Obwohl wir am dem Nachmittag im Schatten lagen, war es auf und im Schiff drückend heiss. Die Temperaturen haben gefühlt immer wieder in Richtung 38 - 40 Grad gezeigt.

Auf der Saône ist wieder wesentlich mehr los. Vor allem Mietboote sind ab den Basen St. Jean de Losne, Pontailler und Savoyeux unterwegs. Darunter gibt es etliche, die effektiv fahrlässig handeln. So sind z.B. ab Pontailler um 19.30 Uhr während des Gewitters zwei Boote in Richtung Saône losgefahren. Entweder sind wir zu vorsichtig oder die Mietboote können die Wetterphänomene besser einschätzen als wir mit mittlerweile 30 Jahren Bootserfahrung... ;-(((

Oberhalb von St. Jean haben wir uns mit Francine und Jean Pierre zum Mittagessen getroffen. Besten Dank für die Einladung. 

In der Schleuse Auxonne hatten wir eine unrühmliche "Begegnung" mit einem sehr "freundlichen" Bootsfahrer - einem Eigentümer (kleine Vedette mit weissem Beiboot, mit dem Namen Baron d'Ecluse). Auf der Strecke von St. Jean nach Auxonne hat er uns überholt. Nachdem er in die Schleuse eingefahren ist haben wir soweit aufgeschlossen, dass bis zur Schleusentüre noch knappe 4 - 5 Meter fehlten. Dem Idioten fiel in diesem Moment nichts Schlaueres ein, als die blaue Stange zu betätigen und die Schliessung der Tore auszulösen. Unser Kompressor betriebenes Horn hat für einige Zeit auf Maximalbetrieb geschaltet... Für uns hiess es Vollbremsung und dann langes Warten, da talwärts auch noch ein Boot angemeldet war. 

Für solche Leute haben wir absolut kein Verständnis. Leider gibt es in der Navigation nebst sehr vielen zuvorkommenden Equipen eben auch die absoluten Egoisten. In Auxonne hätte ich den Eigner gerne nach seiner Motivation gefragt. Leider verkroch er sich in seinem Boot und lies sich nirgends blicken. Aber, die Zeit für ein entsprechendes Feedback wird kommen. Vor allem in der Navigation sieht man sich immer mindestens zweimal... ;-))).

PS: Die Rostlaube auf den letzten Bildern ist für 50'000 Euros zu haben. Unser Fazit: Schrott gibt's für wesentlich weniger Geld zu kaufen...


09. - 15. Juli 2022, Montchanin, St. Julien, Santenay, Chagny (3x)

Seit der Kanal in Palinges unterbrochen ist, sind wir mehr oder weniger alleine unterwegs. Aus Norden gibt's nämlich kein Weiterkommen und auf der Südseite halten die Nachrichten von VNF die Schiffersleute davon ab, weiter zu fahren. 

In Santenay treffen wir uns mit Ueli und Christine zum gemeinsamen Nachtessen auf dem Schiff. Am folgenden Abend geht es dann nach Mercurey. In ihrem Haus ist es angenehm kühl, was wir bei den steigenden Temperaturen sehr zu schätzen wissen. Apropos Temperaturen: die steigen wieder gehörig an und zwar in diesem Sommer bereits zum dritten Mal. Für die nächste Woche werden wieder 40 Grad angekündigt. Für uns heisst das ab jetzt, genau planen und die Weiterfahrt den schattigen Plätzen anpassen. 

Auf dem Canal de Centre sind zur Zeit relativ viele Hotelschiffe unterwegs. Zum Teil handelt es sich mit Sicherheit um verschobene Reises aus der Pandemiezeit. 

In Chagny liegt im Moment eine beachtliche Flotte an Snailys. Von den insgesamt 12 gebauten Booten sind immerhin 5 anwesend. Die Nummer Sechs befindet sich in der Anfahrt zum Hafen und ist auf dem Bild nicht zu sehen. 

In Chagny waren dann auch Unterhaltsarbeiten angesagt. Sowohl der Schiffsmotor wie auch der Roller erhielten neues Öl.

Am 14. Juli sind wir in Chagny. Im Hafen wird das Feuerwerk aufgebaut. Für Eira und Sinah ist das in diesem Jahr offensichtlich absolut kein Problem. Erstere ist beinahe taub und für Sinah gehört das laute Knallen anscheinend zum jungen Hundeleben dazu.

Auf der Fahrt von Chagny nach Fragnes "begrüsst" uns jedes Jahr lauthals eine stattliche Gans. Dem war auch diesmal so. 

Heute liegen wir etwas unterhalb von Fragnes im Grünen, dafür seit 14.00 Uhr im Schatten! Die Temperaturen um und im Schiff sind wesentlich angenehmer. 


04. - 08. Juli 2022, Digoin, Paray le Monial, Génelard (2x), Blancy

Am 4. Juli verlassen wir Coulanges. Im letzten langen Biefe vor Digoin treffen wir wiederum auf reichlich Wasserpflanzen. 

In Paray le Monial treffen wir wieder auf die Equipe der "Fleur". Gemeinsam verbringen wir den den Abend unter den grossen Platanen im Schatten. 

Vor ca. 1 Monat hat es in dieser Region gewaltige Gewitter gegeben. Umgestürzte Bäume und arg zerbeulte Autos zeugen von den Unwettern. Was auffällt, es sind nicht etwa dürre, alterschwache Bäume die umfielen. In den allermeisten Fällen handelt es sich um grosse Exemplare im vollen Laub.

In Génelard bleiben wir zwei Tage liegen. Um 13.00 Uhr passieren wir das Biefe zwischen den Schleusen 18 und 17. Bereits bei der Einfahrt stellen wir fest, dass der Wasserspiegel 50 - 60 cm  unter dem Normalstand ist. Unser Tiefenmesser meldet noch knapp einen Meter Wassertiefe. (Unser Tiefgang: 95 - 100 cm!). Wir mutmassen... entweder blieb während der letzten Nacht einer der Schleusenschieber zu weit offen oder der Kanalabschnitt hat ein veritables Leck. Die Antwort erhalten wir dann kurz später per "Avis" von VNF. Der Abschnitt hat effektiv ein Leck (siehe Foto und Videos) und zwar nicht in der Seitenwand sondern in der Kanalsohle. An dieser Stelle führt zur Entwässerung eines kleinen Flüsschens ein Querstollen unter dem Kanal hindurch. Dieser ist eingebrochen und droht jetzt auf der ganzen Länge einzubrechen. Die Schleuserin hat uns heute aktuelle Fotos gezeigt, da hat sich der Einbruch bereits wesentlich grösser präsentiert. 

In der Mitteilung von VNF (letztes Bild) spricht man von mindestens 2 Wochen Unterbruch. Die obgenannte Schleuserin hat heute bereits von 1 Monat gesprochen. 


28. Juni - 3. Juli 2022, Gannay (2x), Beaulon, Dompierre s. Besbre, Coulanche (2x)

Von Zeit zu Zeit ist bei uns Waschtag. In Gannay war es dann auch wieder soweit. Die Investition in eine Waschmaschine hat sich schon lange gelohnt. Die Suche nach einer öffentlichen Waschgelegenheit entfällt damit.

In Gannay haben wir dann noch einen Frachter gekreuzt. Das ist auf dem Lateral à la Loire eine absolute Rarität. Würden jede Woche 3 oder 4 den Kanal passieren, wäre das Problem mit den "Plantes aquatiques" wesentlich kleiner. Voll beladen wird nämlich der Schlick am Kanalgrund gehörig aufgewirbelt und alle Wasserpflanzen ausgerissen. Trübes Wasser vermindert das Wachstum der Pflanzen stark. 

Die Temperaturen schwanken in diesem Jahr stark. Einerseits haben wir bereits an der 40 Grad-Marke gekratzt. Andererseits hatten wir am Mittag gerade mal 14.6 Grad.


24. - 27. Juni 2022, Fleury s. Loire, Decize (3x)

Wenn jemand findet, in diesem Blog hätte es arg viele Hunde, hat er recht. Dazu später mehr.

Die Temperaturen sind wieder im "Normalbereich" für die Jahreszeit. Allerdings hatten wir in den letzten Tagen jeweils heftige Gewitter. Am vergangenen Wochenende gab es dann für einmal zweitägigen Dauerregen. Das war auch bitter nötig. Wir haben auf alle Fälle eingefeuert, um der Feuchtigkeit etwas entgegen zu wirken. 

Das erste Bild zeigt unseren Kartenordner in einer etwas ungewohnten Position. Die Erklärung ist simpel das Übel wäre zu vermeiden gewesen. In Fleury s. Loire haben wir uns mit Jean-Pierre und Francine getroffen. Während des gemeinsamen Mittagessens im kleinen Restaurant an der Liegestelle hat es einen ordentlichen Regenschauer gegeben. Der Schreibende hat es zuvor versäumt, alles Material auf dem Obersteuerstand ordnungsgemäss zu verräumen. Fazit: der Ordner ist ca. zwei Kilogramm schwerer und verliert jetzt laufend wiederum an Gewicht.

Im Hafen von Decize werden laufend die Wasserpflanzen entfernt. Für den Maschinisten ist's ein sicherer Arbeitsplatz, die Plage wächst nämlich rasend schnell nach. 

Auf dem Treidelweg in Richtung Cercy la Tour (Canal Nivernais) haben die letzten Gewitter ein paar Bäume umgerissen. Die Räumung braucht noch etwas Zeit... ;-))

Und jetzt die Erklärung zu den vielen Hunden. Am Sonntag hat uns die Züchterin von Eira und Sinah einen Besuch abgestattet. Dabei hat sie vier ihrer Hunde mitgebracht. Die "Zusammenstellung" der Gruppe war sehr interessant:

Vanille: die Grossmutter von Sinah

Myrtille: die Mama von Sinah

Cerise: die Schwester von Sinah

Tajane: die Cousine von Sinah

Vor allem die Jüngste (Tajane) zeigte sich von der sehr lebendigen Seite. Unsere beiden haben den Besuch eher von der argwöhnischen Seite betrachtet und waren wahrscheinlich froh, als sie wiederum die einzigen Vierbeiner auf dem JLB waren... ;-)).


20. - 23. Juni 2022, Belleville, Ménétréol, Beffes, Cours les Barres, Plagny

In Belleville hatten wir morgens um 03.00 Uhr "Besuch". Zwei grosse, weisse Hunde - jeder mindestens 55 - 60 kg schwer - sind um und AUF unserem Schiff herumgestreunt und haben ihren Meister gesucht. Einer ist ins Wasser gefallen und wäre beinahe ertrunken. Wir vermuten, dass die beiden ausgebüxt sind - uns hat kurz vorher ein heftiges Gewitter gestreift. Mein Anruf bei der 112 und später bei der 18 hat rein gar nichts gebracht. Man teilte mir mit, dass man auf der Gemeinde anrufen würde ;-)). Nachts um 03.00 werden sie da niemanden erreichen. Soviel war uns auch klar. Nach rund einer Stunde haben sich die beiden dann entschieden, ihr Haus und Heim auf eigene Faust zu suchen und sind wieder verschwunden. 

Nach der Nacht in Ménétréol sind wir auf Kanalabschnitte mit relativ wenig Wasser gestossen. Das Problem ergibt sich aus der geringen Wasserführung des Flusses Allier. Dieser versorgt den Canal Lateral à la Loire von der Schleuse Guetin bis nach Briare mit Wasser. Da bestimmte Mindestmengen im Fluss bleiben müssen, wird die Zufuhr zum Kanal gekappt. Viele Kanalabschnitte sind undicht und die Landwirtschaft bezieht ebenfalls ordentlich Wasser. So sinkt der Wasserspiegel während einer Nacht locker um 40 cm. 

Die hohen Temperaturen verursachen im Moment schwere Gewitter mit Hagel und viel Regen und Wind. Während einer Nacht haben wir versucht, die Sonnenpanels mit Decken und Tüchern zu schützen. Für die TV-Antenne musste das Servierbrett herhalten. Prompt hat's diesmal nicht gehagelt. 

Auf den letzten Bildern sieht man die Durchfahrt in der Schleuse Guetin und den Blick in den fast leeren Allier. 


14. - 19. Juni 2022, Ouzuer s. Trézée (2x), Chatillon s. Loire (2x), Beaulieu s. Loire

In Ouzuer treffen wir auf Isabelle und Raymond. Die beiden besitzen auch eine Snaily und sind unterwegs in Richtung Yonne. Beim gemeinsamen Essen tauschen wir die bisherigen Erfahrungen aus. Wo sind die Kanalabschnitte stark verwachsen? Wo gibt es Wasser und Strom? Was sollte man wo besichtigen? Wie steht es um die Einkaufsmöglichkeiten?

In Briare befahren wir die Kanalbrücke über die Loire. Sie wurde von 1890 - 1896 von Eiffel erbaut und überquert die Loire mit einer Länge von 662 m.

Die Temperaturen steigen! In Chatillon s. Loire liegen wir 2 Tage im Schatten. Die Weiterreise erfolgt dann vor allem am Morgen. Nachher ist es für Eira und Sinah zu heiss. Am Nachmittag heisst es dann Schatten suchen und sich unter den Bäumen "verstecken". Im Südwesten von Frankreich wurde mit 43 Grad ein neuer Rekord aufgestellt. 


10. - 13. Juni 2022, Chatillon en Coligny (2x), Rogny les sept Ecluses, Etang de la Gazonne

Das Wetter zeigt sich von der angenehmen Seite. Die Temperaturen sind nicht allzu hoch. In Chatillon en Coligny bleiben wir zwei Tage liegen. Waschtag ist angesagt. 

In Rogny liegen wir im Schatten, allerdings "internetlos". In den vergangenen zwei Wochen hatten wir an keiner einzigen Stelle weder Internet- noch Telefonempfang. In Rogny herrschte dann das absolute Funkloch.

Am Etang de Gazonne haben wir die Scheitelhöhe des Canal de Briare erreicht. Ab hier geht's abwärts bis an die Loire. Anschliessend nehmen wir den Lateral à la Loire in Angriff. 


7. - 9. Juni 2022, Nargis, Montargis, Montbouy

Von Nemours bis Montargis haben uns Livia und Roger begleitet. Sie sind per Auto angereist. Dieses haben wir dann jeweils mit dem Roller geholt, so dass sie in Montargis wiederum in Richtung Lyon weiterfahren konnten. 

Montargis ist ein relativ grosses Städtchen mit 14'000 Einwohnern. Zur Zeit wird am Hafen im Süden gebaut. Hier will man in Zukunft die Plaicansiers anlegen lassen. Bei der Einfahrt in die Stadt im Norden kann man zwar auch anlegen - wenn es denn nebst den Hotelschiffen Platz hat - die Versorgungsmöglichkeiten mit Strom und Wasser sind aber sehr beschränkt, mit gerade mal einer einzigen Anschlussmöglichkeit.

Heute liegen wir in Montbouy, da wird der Strom von der Gemeinde kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Wasserhahn bleibt allerdings trocken. 

Noch ein Kommentar zu den letzten zwei Bildern (Meldungen von VNF zur Sperrung von Kanalabschnitten). Nach den heftigen Gewittern von letzter Woche bleiben zwei Abschnitte auf dem Canal de Bourgogne und dem Lateral à la Loire für jeweils in paar Tage gesperrt. Der Grund: umgeworfene Bäume müssen entfernt werden. Das kommt davon, wenn VNF in Sachen Unterhalt immer erst nach einem Ereignis reagiert und nicht proaktiv agiert. 


3. - 6. Juni 2022, Nemours (2x), Souppes sur Loing

Der Canal du Loing hat eine Länge von knapp 50 km und verfügt über 19 Schleusen. Der Frachtverkehr ist nicht sehr üppig, von Zeit zu Zeit passiert ein Hotelschiff. Die Schleusen wurden vor nicht allzu langer Zeit modernisiert und funktionieren per Fernbedienung. Das "Design" der Schleusenhäuschen lies sich wahrscheinlich ein Künstler vergolden. Die Dinger strotzen nur so vor Rost - aber das soll wahrscheinlich so sein. 

An der Anlagestelle in Nemours spriessen die Wasserpflanzen üppig. Das ist allerdings auch der einzige Kanalabschnitt, der so stark überwuchert ist. Weiter in Richtung Montargis wird's besser mit den Wasserpflanzen. 

Auf der Strecke von Nemours nach Souppes treffen wir auf eine Equipe, die ein Kabel verlegt (wahrscheinlich Glasfaser). Die Methode ist simpel und sehr kostengünstig. Das Kabel wird per Anhänger abgerollt und dann von Hand im Uferbereich ins Wasser geworfen - fertig. Bei uns hätte man den Treidelweg 1.2m tief aufgerissen, ein Rohr eingelegt, Verteilerschächte gesetzt und dann das Kabel eingezogen. Die Baustandards sind halt verschieden. 

In Souppes ist der Anleger voll besetzt mit "Langzeit-Liegern". Wir liegen etwas ausserhalb und erst noch im Schatten. 


30. Mai - 2. Juni 2022, Montereau (2x), St. Mammès, Moret s. Loing (2x)

In Montereau fliesst die Yonne in die Seine. Ab hier trifft man dann auch auf merklich mehr Schifffahrtsverkehr. Die grossen Frachter ziehen im 1/4-Stundentakt an uns vorbei. Zudem ist alles ein paar Nummern grösser. Transportiert wird in dieser Region sehr viel Kies und Sand und vor allem Getreide. Den Schubverband auf dem zweiten Bild haben wir später in St. Mammès beim Tanken wieder gesehen: 1x tanken = 12'000 Liter. Die letzten drei Schleusen vor Montereau haben auf beiden Seiten "schräge" Wände und keinen Schwimmponton. Da wird dann das Schleusen sehr mühsam (Bild 1). Von Moneterau bis nach St. Mammès sind wir auf der Seine unterwegs. 

In und um St. Mammès liegen massenweise ausgemusterte Penichen der Kategorie  Freycinet (38.50m x 5.05m). Dabei handelt es sich um eine Grösse, die in die allermeisten Schleusen in Frankreich passt. Offensichtlich rentiert sich deren Betrieb mit einer Ladekapazität von ca. 350 Tonnen nicht mehr. Viele der neuen Frachter laden dann schon mal bis zu 2000 Tonnen. 

In Montereau treffen wir auf die Equipe der "Fleur". Sie sind unterwegs in Richtung Paris. Wir biegen jetzt auf den Canal de Loing ab und übernachten für zwei Nächte in Moret s. Loing.


26. - 29. Mai 2022, Sens (3x), Pont s. Yonne

Die Schleusen auf der Yonne haben in den meisten Fällen schräge Wände. Für die "kleinen" Schiffe wurde zum Schleusen ein schwimmender Ponton angebracht, an dem das Boot fix befestigt wird. Die Schleusen leeren sich auf der Yonne sehr langsam. Und noch ein Wort zu den Anlegemöglichkeiten. Ausserhalb der Anlegestellen in Dörfern und Städten ist das Anlegen im Grünen so gut wie unmöglich. 

In Sens liegen wir für 3 Nächte. Sens ist ein schönes kleines Städtchen mit einer lebendigen Altstadt. Die autofreie Fussgängerzone lädt zum Flanieren ein. Die Anlegestelle ist grosszügig ausgelegt und wurde 2019 mit einem neuen Ponton ergänzt. Strom und Wasser werden von der Stadt finanziert. Allerdings muss man sich die entsprechenden Jetons z.B. in der Bäckerei holen. Gestern war Frühlingsputz. In Ermangelung eines Teppichklopfers musste die Fliegenklatsche herhalten. 

Auf der Yonne ist in Sachen Frachtverkehr doch noch etwas los. Wir haben diverse Frachter gekreuzt.

Heute liegen wir in Pont s. Yonne. Nach den 30 Grad vor ca. einer Woche, zeigte das Thermometer heute morgen gerade mal noch 8 Grad. Wir haben eingefeuert. Ende Woche sollen die Temperaturen wieder auf die 30-Grad-Marke steigen. 

Die letzten zwei Bilder zeigen Eira und Sinah bei der mittäglichen Siesta.

 


23. - 25. Mai 2022, Migennes - Joigny (2x) - Villeneuve s. Yonne

Die Temperaturen sind angenehmer geworden. Die erste Hitzewelle ist vorbei. Ein wenig Regen hat es auch gegeben. Das wird aber nicht reichen, um die Secheresse zu verhindern. Das fehlende Wasser kann nur durch zwei Wochen Dauerregen ersetzt werden. Affaire à suivre...

Zwischen Brienon und Migennes werden neue Eisenbewehrungen angebracht. Das ist eigentlich ein gutes Zeichen, denn so wird hoffentlich der Canal de Bourgogne nicht ums erste geschlossen. 

In Migennes liegen wir vor der Hafeneinfahrt. Im Hafen hat es absolut keinen Platz. Das ist speziell für die Jahreszeit. Den Canal de Bourgogne haben wir damit hinter uns gebracht (242 km und 189 Schleusen). 

Fazit zum Bourgogne: Die Gegend ist gefällt sehr gut. Malerische Burgunderdörfchen säumen den Kanal. 90% der Schleusen funktionieren im Handbetrieb, eine Handvoll sind zur Hälfte automatisiert und ein paar wenige funktionieren ohne Muskelkraft. Das Problem im Bourgogne sind die "Plantes aquatiques". Vor allem an zwei Stellen sind die Kanalabschnitte massiv verwachsen: 3 - 4 Schleusen vor und nach Ravières und 3 - 4 Abschnitte in der Region von Flogny (Siehe Blog weiter unten). Ohne rigoroses Schneiden der Pflanzen, wird spätestens im Juli keine Navigation mehr möglich sein. 

In Joigny liegen wir während 2 Tagen. Hier treffen wir uns mit der Equipe "Fleur". Gegessen wird auf dem JLB. Kochen tut Köbi. Der Grill wird übrigens mit Kohle geheizt und nicht etwa per rotem Stromerzeuger im Hintergrund... ;-))

Heute liegen wir in Villeneuve s. Yonne.

Erklärung zu den letzten zwei Bildern in der Galerie. Gestern habe ich vergessen, Eira und Sina das Zeichen für die Freigabe des Futternapfs zu geben. Die beiden haben geschlagene 10 Minuten vor dem gefüllten Topf gewartet. Dabei hat Marianne sie im Bild festgehalten. 

Auf dem letzten Bild sieht uns nach dem Verlassen von Joigny. Köbi hat uns mit seiner Drohne fotografiert. 


19. - 22. Mai 2022, Schleuse 102 -103, St. Florentin, Brienon s. Amaçon

Die letzten Tage waren sehr heiss. In St. Florentin ist die Temperatur über die 30 Gradmarke gestiegen. Verschiedene Kanäle melden bereits, dass die Boote nur mehr im Zweierpaket geschleust werden. Das haben wir bisher nur im Sommer erlebt. Jetzt ist es gerade mal Mitte Mai.

In St. Florentin haben wir am "Hafenfest" teilgenommen. Spontan konnte man sich beim Verein der "Freunde des Hafens" anmelden. Das Essen war sehr gut, die Getränke reichlich. Da der Traiteur sehr grosszügig geliefert hat, wurden alle Teilnehmer am Schluss dazu verpflichtet, sich für die kommenden Tage auch noch mit Essen einzudecken. 

Wir sind noch etwas mobiler geworden und zwar mit einem E-Trottinette, gekauft bei Darty in Auxerre. Das Problem war dann allerdings der Transport von Auxerre nach St. Florentin per Scooter. Die Kiste war effektiv zu gross, um irgendwie auf dem Roller befestigt zu werden. Spontan hat der Chef-Verkäufer des Ladens beschlossen, uns das Gerät am Abend nach der Arbeit mit seinem Privatauto in den Hafen zu liefern. Das sind immerhin 28 km und der Weg stimmte nicht einmal mit seinem Arbeitsweg überein. Das nenne ich doch Service am Kunden.


16. - 18. Mai 2022, Tanlay - Tonnerre - Schleuse 102 -103

 

Die Temperaturen sind immer noch sehr hoch. Regelmässig gibt's um die 30 Grad. Niederschläge sind keine in Sicht. In Tanlay fotografieren wir einen umgebauten Lastkahn und fragen uns wie lange die Equipe schon hier liegt. Die Antwort ergibt sich nach einem Blick auf das bzw. die Stromkabel - es sind nämlich sogar deren zwei - von selber. So eingewachsen, wie die sind liegt das Schiff seit mehreren Wochen an dieser Stelle. Der Grund ist ebenfalls rasch gefunden. Es fallen keine Liegegebühren an und Strom und Wasser gibt's obendrein noch kostenlos dazu. "Dauermieter" dieser Art besetzen leider immer die schönsten Anlegestellen. Wer nur für eine Nacht liegen möchte, hat das Nachsehen. 

Am 17. Mai war dann noch der Geburtstag des Schreibenden. Das Alter entnehme man bitte dem Foto. 

Heute galt es, die zweite Strecke (Schleuse 98Y - 102Y) mit dem sehr starken Pflanzenbefall in Angriff zu nehmen. Die Bilder sprechen für sich. Die geringe Wassertiefe in Kombination mit den Wasserpflanzen bedingte auch die Anpassung der Geschwindigkeit.  In die Schleuse 99Y sind wir nur mit viel Muskelkraft hineingekommen (siehe Clip). An der Schleuse 100Y musste dann sogar ein Bagger eingreifen (siehe Clip). Ab der Schleuse 102Y verbessert sich die Situation massiv. Am Abend ist sogar ein Bad ohne Fango möglich... ;-))


12. - 15. Mai 2022, Montbard - Buffon - Ancy le Franc - Tanlay

Es ist zu heiss für den Monat Mai. Seit Buffon schleusen wir mit dem Boot KADA von Kathrin und Albert. Solche "Fahrgemeinschaften" ergeben sich meistens zufällig und können je nach Planung der Schiffs-Equipen mehr oder weniger lange dauern. 

Zwischen den Schleusen 75Y und 79Y haben wir uns mit den "Plantes aquatiques" herumgeschlagen. Je nach Kanalabschnitt ist der Pflanzenbefall heftig bis sehr heftig. Die Equipe der KADA musste sogar ins Wasser, um die Schraube vom Kraut zu befreien. An einigen Schleusen war die schwimmende Pflanzenschicht so dick, dass wir die Boote von Hand und per Seil in die Schleuse bugsieren mussten. Das ist für alle Beteiligten eine grosse Zusatzarbeit. Was man sagen muss, die Schleusenwärter haben sich alle erdenkliche Mühe gegeben, damit wir doch einigermassen vorwärtsgekommen sind. An einigen Stellen wird zwar von einer externen Firma versucht, maschinell einzugreifen, dass ist aber nur ein Tropfen auf den heissen Stein, wenn man bedenkt, dass die Pflanzen locker 20 cm pro Tag wachsen. Die warmen Temperaturen fördern das Wachstum zusätzlich.

Von Zeit zu Zeit treffen wir auf nicht oder schlecht unterhaltene Boote. Das eine oder andere kommt dabei dann schon mal in "Schieflage" und ist wahrscheinlich nur mehr schwer in Betrieb zu nehmen. 


9. - 11. Mai 2022, Pouillenay - Veneray les Laumes

Mit der Ankunft in Veneray les Laumes haben wir die Schleusenkette hinter uns gelassen. Ab jetzt werden die Distanzen zwischen den einzelnen Schleusen wiederum merklich grösser. Laut den "Avis de Batellerie" von VNF werden wir es aber vermehrt mit Kraut im Wasser zu tun bekommen. Schaun wir mal, was uns da alles erwartet. 

Die Touristiker lassen sich sich doch noch etwas einfallen. Entlang des Kanals wurden verschiedene kleine Häuschen für Ferienaufenthalte erstellt. (Les Lodges du Canal de Bourgogne). Der Reservationsplan zeigt eine recht gute Auslastung. 

Am Montag haben wir von Pouillenay aus das kleine Dörfchen Lavigny sur Oozerain besucht. In der früheren Benediktinerabtei werden auf der Basis von Anis Bonbons und viele andere Köstlichkeiten hergestellt. Wir haben und dann allerdings für den Zitronengeschmack entschieden. Anis ist nicht jedermanns Sache... ;-)).

Kleines Detail nur so nebenbei: eigentlich ist das Dörfchen verkehrsfrei. In der Realität stehen nicht weniger Autos herum als in jedem anderen französischen Dorf.

In Veneray les Laumes liegen wir zwei Tage. Hier gibt gute Einkaufsmöglichkeiten. Allerdings sind diese recht weit vom Hafen entfernt. Mit unserem Roller ist das aber kein Problem. 

Zum Wetter:

Es ist sehr warm geworden. Die 30-Grad-Marke haben wir am 11. Mai schon mal geknackt. Wenn sich keine Regenperiode einstellt, befinden wir uns schon bald in einer massiven "Secheresse". Für die kommende Woche sind steigende Temperaturen angesagt. 


6. - 8. Mai 2022, Vandenesse - Pouilly - Pont Royal - Marigny

Nach Vandenesse haben wir zuerst einmal den Tunnel von Pouilly en Auxois (3.3 km) zu bewältigen. Der Tunnel wurde von 1825 - 1832 gebaut. Bis 1987 war ein elektrisch betriebener Schlepper (le toueur) in Betrieb. Mittels einer Kette, die durch den gesamten Tunnel auf dem Kanalboden geführt wird, wurden die Frachtschiffe gezogen. 

Nach einer Nacht in Pouilly liegen wir zwei Nächte in Pont Royal. Hier haben wir schon vor 25 Jahren angelegt. Am Sonntag, den 8. Mai legen wir in Marigny an. Mittlerweile sind wir in der Schleusenkette in Richtung Venarey les Laumes unterwegs. Das heisst alle paar hundert Meter eine Schleuse (siehe Karte). Auf einer Strecke von 12 km sind das 36 Schleusen. Dabei wird man von einer Schleuser-Equipe bestehend aus 3 Leuten begleitet. 

Noch ein Wort zum Wetter: Die Temperaturen sind angenehm. Der Tag beginnt zwar jeweils etwa kühl. Am Nachmittag steigen die Temperaturen dann über die 20 Grad Marke. Für die kommende Woche werden sommerliche Werte prognostiziert. 


2. - 5. Mai 2022, Schleuse 34 - Vandenesse

Die Woche hat "gut" angefangen. Am Montag um 09.00 Uhr waren wir bei der Schleuse 33 angemeldet. Nichts ahnend haben wir uns an die reservierte Zeit gehalten. Um 09.30 Uhr ist weit und breit noch kein Schleuser zu sehen. Wir rufen bei der Zentrale an. Der Telefonbeantworter meldet sich. Man solle eine Message hinterlassen. Wir warten, das hinterlassen einer Nachricht bringt nämlich nichts. Das kennen wir aus Erfahrung. 09.45 Uhr, wir rufen wiederum bei der Zentrale an. Der Anruf wird umgeleitet zum Chef des Schleusensektors. Fazit: Die haben uns vergessen. Es seien viele Hotelschiffe unterwegs und VNF hätte zu wenig Personal. Die Aushilfen starten zwar an diesem Montag, müssten aber zuerst "ausgebildet" werden. Ich mache ihm den Vorschlag, in die Schleuse einzufahren, die Tore auf der Talseite selber zu schliessen und uns durch den Courant hochfahren zu lassen. Der Courant (Bild 1) sorgt dafür, dass der Abschnitt bis zur nächsten Schleuse laufend mit Wasser versorgt wird. Wir haben dann mit unserem Schraubenschlüssel etwas "nachgeholfen", ansonsten hätte eine Schleusung bis zum Mittag gedauert... ;-)). Die nächste Schleuse befahren wir nach dem Mittagessen nach demselben System. Unser Schraubenschlüssel bewährt sich. Um 14.00 Uhr rufen wir wiederum in der Zentrale an. Die Aushilfen sind immer noch in Ausbildung aber man werde uns jemanden schicken, der bereits im letzten Jahr bei VNF ausgeholfen hat. Und tatsächlich kurz darauf fährt eine Dame mit dem Roller an und das richtige Schleusen kann beginnen. Ergänzung am Rande: einen Tag später standen zeitweise 4 Mitarbeiter von VNF an der Schleuse. Organisation à la methode française. 

Teilweise sind Kanalabschnitte Canal de Bourgogne bereits auf bedenklich niedrigem Niveau. Wir haben anfangs Mai. Wie wird die Situation wohl im Juli aussehen?

Zum Schluss: In Vandenesse liegt das Hotelschiff "Grand Cru" von der Firma "Elegant Waterways". Luxus pur und das alles in schwimmender Form. Der Preis  für 8 Personen (5 Übernachtungen) beträgt satte 68'000 Dollar!!! Für dieses Gästesegment spielt Geld wahrscheinlich gar keine Rolle.

 


28. April - 1. Mai 2022, Dijon - Schleuse 34

Die Strecke Dijon - Schleuse 34 legen wir in 2 Tagen zurück. Bei der Schleuse 34 bleiben wir für 3 Nächte liegen. Einerseits besorgen wir die Wäsche und andererseits sind am 1. Mai alle Schleusen geschlossen. Am Montag, den 2. Mai geht's dann weiter. Bisher hat uns die Pflanzenplage relativ wenige Probleme gemacht. Auf der anderen Seite des Kanals, im Abstieg zur Yonne soll es auf zwei Abschnitten wesentlich mehr Probleme geben. Die Info haben wir aus den "Avis de Batellerie" der VNF und von unseren Kollegen Bea und Köbi, die etwa 2 Wochen vor uns sind. Schaun wir mal was uns da erwartet. 

Auf dem Bild 1 sieht man eine Peniche in der Schleuse. Auf dem Canal de Bourgogne ist das eine absolute Ausnahme. Der Frachtverkehr wurde bereits vor Jahren eingestellt. Die vielen Schleusen und die z.T. geringe Wassertiefe sind den Frachtschiffen gar nicht dienlich.

Die arme Kreatur auf dem Bild zwei haben wir an einer Schleuse fotografiert. Leider gibt's den Hofhund an der Kette immer noch. 

Für 3 Nächte liegen wir an der Schleuse 34 bei Urs Gysin. Neben einer gut ausgerüsteten Anlegestelle vermietet Urs eine Gite und die Unterkunft auf dem "Le Lavoir". Beide Unterkünfte können online gebucht werden. Wer Abgeschiedenheit und Ruhe sucht, ist an dieser Adresse genau richtig. 

Die Tage beginnen jeweils recht kühl mit 2 - 3 Grad. Während des Tages wird es zwar wärmer, die Bise verordnet dann aber doch noch das Trage eines Pullovers.


25. - 27. April 2022, St. Jean de Losne - Dijon

Am Montag verlassen wir St. Jean de Losne nach einem recht verregneten Wochenende. Dem ist aber gut so, es ist nämlich sehr trocken und für die Navigation benötigen wir nämlich auch noch Wasser. 

Der Canal de Bourgogne wird häufig von Hotelschiffen befahren. Es scheint, als ob sie das Frühjahr nutzen wollen, da sich der Pflanzenwuchs im Kanal noch in Grenzen hält. Allerdings muss man sagen, dass noch jede Menge geschnittene Pflanzen im Wasser schwimmen. Vor allem vor den Schleusen sammelt sich damit eine Unmenge Unrat. Die Ausfahrt ist je nach Schleuse erschwert, weil man oft nur erahnen kann, welche Fremdkörper der Schraube übel zusetzen könnten. Es wäre eigentlich ein Einfaches, das Grünzeug inkl. Unrat zu beseitigen. VNF tut aber in dieser Hinsicht rein gar nichts. Wie die Fotos zeigen, macht der Anblick in touristischer Hinsicht keine gute Werbung. 

Im Hafen von Dijon wimmelt es von Vogel-Getier. Vor allem Gänse und Enten spazieren mit ihren Jungen im Hafen herum.

Heute haben wir ein DAB+ Radio installiert - verbunden mit dem Lautsprechersystem im ganzen Schiff. In grossen Städten funktioniert das DAB+ System, aber bereits in den nächsten Tagen wenn wir wieder in der Pampa sitzen, wird's mit dem digitalen Signal vorbei sein. Die Franzosen konzentrieren sich beim beim Ausbau auf die grossen Städte und deren Agglomerationen. Die ländlichen Gebiete folgen später - wenn den überhaupt... ;-))

PS: Am vergangenen Wochenende wurde in Frankreich Emanuel Macron für eine zweite Amtszeit wiedergewählt (58 %). Seine rechtspopulistische Gegnerin, Marine Le Pen,  erreichte 42 % der Stimmen. Im Vergleich zur Wahl 2017 hat sie sich verbessert, die Prognosen sagten sogar ein noch besseres Resultat voraus. Für Frankreich und vor allem für Europa wäre Le Pen eine schlechte Wahl gewesen. Ihr europafeindlicher Kurs ist gerade in der jetzigen Kriegssituation in der Ukraine pures Gift. Putin wäre das sehr gelegen gekommen. 


21. - 24. April 2022, Port St. Pierre - St. Jean de Losne

Weit sind wir noch nicht gekommen, aber das ist ja auch nicht das Ziel der Sache. Seit dem 22. April sind wir in St. Jean de Losne. Hier waren wir bis vor 3 Jahren stationiert. Da das Wetter sich eher von der windig-feuchten Seite zeigt, sind wir liegen geblieben. Morgen soll es dann in den Canal de Bourgogne gehen. Noch im letzten Sommer war der "Gare d'Eau" stark mit Wasserpflanzen bewachsen. Zeitweise gab es gar kein Vorwärtskommen mehr per Boot. In der Zwischenzeit hat sich einiges getan. In einer ersten Phase wurde das lästige Grünzeug wie Heu geschnitten. Mittlerweile laufen vier Aktionen um der Plage Herr zu werden - siehe Bild 1.

  1. Mit drei "Luftvorhängen" (rideau de bulles) am Hafeneingang wird die Weiterverbreitung der Pflanzen auf der Saône verhindert.
  2. Eine biologische Behandlung soll das Wachstum einschränken.
  3. Mehr Sauerstoff. Dadurch sollen sich die Bakterien entwickeln und das Pflanzenwachstum eindämmen.
  4. Weniger Sonnenlicht. Ein natürlicher Farbstoff im Wasser soll das Sonnenlicht einschränken und damit das Wachstum bremsen.

Fazit der ganzen Übung: Wir sind erstaunt, wie wenige Pflanzen im Moment noch vorhanden sind. Das Wasser ist dunkel-blau-grün eingefärbt und sieht sehr frisch und "gesund" aus. Der Grund des Hafenbeckens ist nicht mehr sichtbar und damit kann das Sonnenlicht nicht mehr viel zum Wachstum beitragen. Wenn die Situation über den Sommer so bleibt, ist der Hafen in allen Bereichen ohne Einschränkung befahrbar. 

 

Die restlichen Bilder zeigen die folgenden Situationen:

  • Eira nimmt auch schon mal beide Hundekörbe in Beschlag. Eigentlich habe ich sie nur aufeinander gestellt um Staub zu saugen. 
  • Unser aktueller Nachbar hat seine Sonnenpanels wintersicher festgezurrt und dabei nicht daran gedacht, dass sich die Leistung massiv verringert.
  • Das abgebildete Fahrzeug steht offensichtlich schon sehr lange auf dem öffentlichen Parkplatz. Sogar die Stossstange setzt Moosbewuchs an.
  • Man möchte meinen, dass wir mindestens 5-6 Personen an Bord sind. Alle Steckplätze sind nämlich mit Ladegeräten belegt. Aus energietechnischen Gründen sollte man sie bei Nichtgebrauch aus der Steckdose entfernen - ich weiss - das Ganze hat aber den Vorteil, dass man die Dinger nicht jedesmal suchen muss. Zudem produzieren wir unseren Strom via Sonnenpanels selber und da stört uns der leicht erhöhte Verbrauch nicht.

17. - 20. April 2022, Savoyeux - Port Saint Pierre

Seit dem letzten Sonntag sind wir jetzt wieder unterwegs. Es ist viel los auf der "Petite Saône". Bedingt durch Ostern, werden viele Kurztrips gebucht. Z.T. dauern die Aufenthalte dann nur 3 - 4 Tage. Ab nächster Woche wird es wieder viel ruhiger sein. 

Die Temperaturen während des Tages sind angenehm, auch wenn ständig die Bise von Norden weht. Morgens und abends braucht es dann aber dennoch etwas Holz im Ofen. Unser Holzvorrat ist gut ausgelegt, je nach Wetter füllen wir nach. Schwemmholz - auch gut trockenes - liegt in rauen Mengen herum. 

Eira und Sinah geniessen den 24-Stunden rundum Service und trotzdem, werde ich regelmässig beim Mittagsschlaf von Sinah "überfallen" - siehe Bild.

Die Szene auf dem letzten Bild ist typisch für die Mietbootfahrer. Da wird beim Schleusen oft so ungeschickt hantiert, dass alle Leuchten am Signal gleichzeitig aufleuchten. Damit geht beim Schleusen nichts mehr - zumindest, bis der Schleusenwärter benachrichtigt ist und das Wirrwarr wieder in Ordnung bringt. 

Am 20. April übernachten wir in Port Saint Pierre. Ein Name der nach grossem Hafen und vielen Schiffen tönt. Die Realität sieht ganz anders aus: ein Betonsteg, der gerade mal zwei Booten Platz bietet - ohne Strom und Wasser und sehr weit weg vom nächsten Dörfchen. Dafür ist's sehr ruhig. Wesentlich ruhiger als gestern abend in Mantoche. 


30. März bis 16. April 2022

Unsere Planung haben wir dann mal angepasst. Eigentlich wollten wir ab dem 23. März 2022 unterwegs sein. Da wir uns in der Schweiz ein Appartement zulegen, mussten wir kurzfristig wieder nach Hause, um diverse Formalitäten zu erledigen, eine Küchen- und Sanitäreinrichtung auszuwählen und um die Bodenbeläge festzulegen. Das dauert seine Zeit. Dazwischen haben wir noch die eine oder andere Geburtstagsfeier bestritten, lieben Kolleginnen und Kollegen bei Umbauten ausgeholfen und die Garage neu eingerichtet. Obwohl wir offiziell gar nicht zu Hause waren, quoll die Agenda über…;))

Am Ostersamstag, den 16. April starten wir jetzt mit einer neuen Anreise en France. Die Reiseroute haben wir ebenfalls angepasst. Wir nehmen den Weg über den Canal de Bourgogne. Unser Plan sieht vor, dass wir für die Route ca. 4 Monate unterwegs sind.

 

23. - 25. März 2022

Geplant ist, dass wir erst einmal bis im Juni unterwegs sein werden. Die Reiseroute entnehme man dem Plan weiter unten im Blog. Wir sind aber flexibel und passen uns je nach Situation an. 

Zuerst mussten wir uns mit dem vielen Saharastaub herumschlagen. Am letzten Wochenende hat's davon gehörig viel nach Europa geblasen. Die Araber sollten uns lieber Öl und Gas liefern und dafür den Sand in der Sahara behalten... ;-)). Zudem wären wir weniger auf die Rohstoffe des Kriegstreibers aus dem Osten angewiesen. 

Die Tage sind mit 20 Grad angenehm warm. Am Morgen und am Abend braucht es aber immer noch etwas Wärme aus dem Holzofen. Heute morgen hat das Thermometer 0 Grad angezeigt - mit Raureif auf dem ganzen Schiff. Bekanntlich gibt ja Holz mehrmals warm, was die Fotos beweisen. Die Holzreserven füllen wir uns am Ufer der Saône laufend auf. Da es während des letzten Monats gar nicht geregnet hat, ist herumliegendes Holz gut trocken. 

Zum zweitletzten Bild: Der Eigentümer dieses Bootes hat die Farbe erneuert und ist  bereit für das Einwassern. Die Frage, ob er denn jetzt noch das Unterschiff auf Vordermann bringe verneint er... ;-)). Bin mal gespannt, wie lange er mit seinem doch etwas "gebrauchten" Antrieb die Saison bestreiten wird. 

Zum letzten Bild: Eira und Sinah sind bereit für die Nacht, je in ihrem Körbchen. Das funktioniert soweit sehr gut. Man lässt sich gegenseitig leben. 




Planung für die Monate April, Mai und Juni 2022

 

Pläne können sich sehr rasch ändern. Je nach dem, wie der sinnlose Krieg in der Ukraine sich weiter entwickelt, sind wir unter Umständen schon bald wieder zu Hause... ;-(((

Affaire à suivre...


Savoyeux, 8. März 2022

Trotz strahlendem Sonnenschein ist es nach wie vor relativ kühl für die Jahreszeit. Die Aussentemperatur heute morgen: - 3.5 Grad. 

Eigentlich wollte ich noch aussen das Schiff reinigen. Daraus ist nichts geworden. Das Wasser auf dem Ponton ist noch nicht installiert und bei den tiefen Temperaturen macht Bootswäsche auch keinen Spass... ;-)) Morgen geht's zurück in die Schweiz.


Savoyeux, 7. März 2022

Es ist immer noch kühl - vor allem am Morgen. Heute zeigte das Thermometer in der Kabine 2.5 Grad! Nach dem Einfeuern in beiden Holzöfen steigt die Temperatur rasch auf 15 - 20 Grad. 

Obwohl während des ganzen Tages die Sonne scheint, zeigt das Thermometer am Mittag nicht mehr als 10 Grad. 

Im Hafen ist es sehr ruhig. Die Freizeitschiffer scheuen wahrscheinlich die Kälte... ;-)). 

Bei Saône-Plaisance wird gearbeitet. Heute stand unter anderem das Einwassern eins Bootes auf dem Plan. 

Die Petite Saône ist im Moment "en chômage". D.h. für Unterhaltsarbeiten sind die Schleusen ausser Betrieb. Ab dem 18. März wird der Betrieb wiederum aufgenommen. 


Savoyeux, 6. März 2022

Auf dem morgendlichen Spaziergang haben wir auf der Heckplattform einen Bisam beobachtet, der die ersten Sonnenstrahlen des Tages geniesst. Die Nacht war kalt. Am Morgen zeigt das Thermometer - 4 Grad. Am Abend fotografiere ich das selbe Tierchen dann in seinem Nachtlager - nahe an unserem Steg. Offensichtlich hat er sich an die winterliche Ruhe im Hafen gewöhnt und macht gar keine Anstalten, sich zu verstecken. Bei der Rückkehr der Freizeitschiffer ist es dann mit der Ruhe wieder vorbei. Im Moment ist es noch sehr ruhig. Ausser einem Briten, der das ganze Jahr auf seiner Peniche wohnt, sind wir die einzigen im gesamten Hafen. 

Auf dem dritten Bild ist auch ein Snaily zu sehen. Es handelt sich um das Vorgängermodell unseres Bootes. 

 


Savoyeux, 5. März 2022

Für ein verlängertes Wochenende bin ich in Savoyeux. Es gilt vor Saisonbeginn ein paar kleinere Arbeiten auszuführen. Alles aber immer je nach Temperatur und Wetter. Es ist nämlich relativ kühl. Am Mittag steigt die Temperatur auf knapp 10 Grad. Morgen früh ist mit Minustemperaturen zu rechnen. 

Die ganze Welt ist in Aufruhr. Eigentlich dachten alle, dass mit ausklingender Covid-Pandemie wieder etwas Normalität einkehrt. Es kam ganz anders. Putin hat am 24. Februar 2022 die Ukraine überfallen. Es herrscht Krieg in Europa. Putin erklärt den Russen, dass es sich um eine militärische Sonderaktion handelt. Eine Aktion die sich nur gegen militärische Einrichtungen in der Ukraine richte. Die Realität sieht anders aus. 

Die Auswirkungen dieses Krieges werden wir ALLE spüren. Bereits sind mehr als 1 Million Ukrainer in die umliegenden Länder geflüchtet. Die Treibstoffpreise sind explodiert. In Pontarlier habe ich heute beim Auftanken für einen Liter Diesel 1.899 Euros bezahlt! Das ist mit Abstand der höchste bisher je von mir bezahlte Dieselpreis... und die Preise werden allgemein weiter steigen. 

Sinah geniesst die Zeit, einmal das Sofa für sich alleine beanspruchen zu dürfen. 


Savoyeux 04. 02. 2022

Die Temperaturen sind mit 5 -6 Grad angenehm. Die Sonne zeigt sich allerdings während des ganzen Tages nicht. 

Im Hafen ist es sehr ruhig. Bis auf einen Engländer, der während des ganzen Jahres im Hafen wohnt ist kein Mensch weit und breit zu sehen. 

 

Heute waren zwei ausgedehnte Spaziergänge angesagt. Einmal zum Fluttor im Osten. Am Nachmittag ging es dann zum Tunnel auf der Westseite und zurück. Das tut sowohl dem Meister wie auch dem Vierbeiner gut. 

... nur ein Sheltie bewegt sich so...


Savoyeux 03. 02. 2022

Die Pandemie ist noch nicht vorbei und trotzdem lockern die Länder langsam die Massnahmen. Und das obwohl die Infektionszahlen in ganz Europa rekordverdächtig hoch sind. Die Omikron-Variante ist zwar hoch ansteckend aber der Krankheitsverlauf ist in den meisten Fällen sehr milde. Viele Infizierte zeigen keine Symptome und merken von der Ansteckung gar nichts. 

Im letzten Jahr konnte man nicht vor Mitte Juni nach Frankreich einreisen. In diesem Jahr ist es also wieder ohne Probleme möglich, allerdings wird ein gültiges Zertifikat verlangt. 

Der Kurztrip dient vor allem Kontrollzwecken: Trockener Kiel, dichte Fenster, geladene Batterien via Solarpanels, gut fixierte Taue. Alles ist i.o.

Meine "Assistentin" nimmt es von der lockeren Seite. Ich meinerseits streiche den Kasten unter der Treppe zur Küche neu. 

Die Temperaturen sind mit 8 Grad am Tag eher hoch für die Jahreszeit. Heizen muss man aber trotzdem, die Dämmung im Schiff ist halt eher für sommerliche Temperaturen ausgelegt. 

Sommer - Herbst 2021


Montag, 29. November 2021

Zur Überprüfung der Situation auf dem JLB reise ich für einen Tag nach Frankreich. Die Reise geht dabei via Basel (Besuch bei JCS) ins Burgund. Das Wetter zeigt sich von der winterlichen Seite. Vor allem im Jura hat es bereits geschneit. Bei den tiefen Temperaturen bleibt der Schnee liegen. 

Auf dem JLB ist soweit alles i.o. Die Cale und der Motorraum sind trocken und das ist schon mal ein gutes Zeichen. 

Nach der Inspektion geht es via Vallorbe zurück in die Schweiz. Insgesamt machte das an diesem Tag ca. 800 km. Zu Corona:

Die Infektionszahlen steigen seit geraumer Zeit in ganz Europa wieder an. Die Variante Delta ist vorherrschend. Wer weiss, wie lange die Grenzen noch offen sind. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir wie im letzten Jahr wiederum bis im Juni nicht ohne weiteres in Frankreich einreisen können.

Die neue Virusvariante Omikron verbreitet sich im Moment in Europa. Bezgl. Ansteckungsrisiko, Gefährlichkeit usw. ist noch nicht viel bekannt. Die Länder schotten sich gegenseitig ab und erschweren die Einreise. Für die Tourismusstationen ist das verheerend.

Die Impfquote in der Schweiz liegt bei ca. 65%. Das letzte Drittel, sprich die  Impfresistenten, wird wohl an der sturen Haltung festhalten und sich weiterhin gegen den Piks wehren. Im Vergleich zur Schweiz haben die umliegenden Länder wesentlich strengere Schutzmassnahmen. Österreich und Deutschland wollen 2022 eine generelle Impfpflicht einführen. Italien verlangt das Zertifikat am Arbeitsplatz, ansonsten gibts keine Beschäftigung und damit keinen Lohn!


Wochenblog: Samstag, 16. Oktober - Freitag, 22. Oktober 2021

Fin de la saison 2021...

Am Freitag, den 22. Oktober beenden wir die Saison 2021. Es heisst aufräumen, einwintern und alles winterdicht machen. Die Wassertanks werden entleert und gereinigt. Die gesamte Wasserversorgung im Boot entleeren wir mit Druckluft. Der Dieseltank wird bis zum letzten Zentimeter aufgefüllt, damit sich kein Kondenswasser bildet. Die Wasserkühlung des Motors erhält ebenfalls eine Ladung Antigel. Den Holzvorrat füllen wir auch noch auf. Nach dem relativ trockenen Herbst findet sich viel trockenes Holz, welches dann aber noch gesägt und gespalten werden muss. Holz gibt ja bekanntlich mehrmals warm. 

Am Ende der Saison konnten wir unseren neuen Liegeplatz beziehen. Auf dem alten Platz mussten wir bei der Ein- und Ausfahrt die Fender hochnehmen, damit wir neben unserem "Nachbarn" anlegen konnten. Das ist jetzt vorbei, wir haben einen guten halben Meter Distanz. 

Fazit zur Saison 2021:

  • Es war unser erster längerer Aufenthalt en France in der Rente.
  • Die Heimreise während der heissesten Zeit hat sich bewährt.
  • Technisch hat alles sehr gut funktioniert. 
  • Der Start im Juni war bedingt durch die diversen Lecks etwas ruppig. 
  • Das Wetter hat sich insgesamt eigentlich recht gut präsentiert. Die sehr heissen Tage hielten sich im Rahmen. 
  • Die Wasserstände waren in diesem Jahr ideal. Kanäle und Flüsse führten viel bis sehr viel Wasser. Während des Hochwassers im Juli waren wir auf dem Canal de Centre unterwegs.
  • Vor allem im Herbst haben wir eine Zunahme der Bootsvermietungen festgestellt. Im Juli war's eher ruhig in Sachen Mieter. Zu deren Fahrkünsten gibt's eigentlich nichts zu ergänzen: Überall Vollgas, beim Kreuzen, in den Häfen ABER -  keine Ahnung vom Anlegen und und vom Schleusen. 

In Winter 21/22 bleiben wir im Wasser. Im Zuge der Reparaturarbeiten am Polyester im Juni haben wir das Unterwasser neu gestrichen. Die langen Zeiten im Trockenen während der Corona-Pandemie haben dem Polyester zugesetzt. 


Wochenblog: Samstag, 9. Oktober - Samstag, 16. Oktober 2021

Port s. Saône - Corre - Soing

Die Tage werden kürzer und die Temperaturen sinken - vor allem am Abend und am Morgen. Während der letzten Woche zeigte das Thermometer morgens jeweils um die 0 Grad an. (... jeder Tag beginnt mit einer dicken Nebelschicht). Da beneidet uns manche Mieter-Mannschaft um unsere beiden Holzheizungen. Holz gibt's an allen Ecken und Enden genug. Nach ein wenig Bearbeitung mit Säge und Axt sind die meisten Stücke auch schon zum Einheizen bereit. 

In Baulay muss es einen innovativen Gemeinderat geben. Hier steht nämlich ein sehr futuristisch anmutendes Gebilde. Es handelt sich um eine automatische Solaranlage, die sich je nach Sonnenstand automatisch ausrichtet. Am Abend stellt sie sich flach, um sich am nächsten Morgen wieder nach Osten auszurichten. 

In Port s. Saône hat der Hafenverwalter im Kampf gegen die Wasserpflanzen Eigeninitiative ergriffen. José hat sich nämlich seine eigene "Foucardeuse" gebaut. Damit bearbeitet er den Hafen und das Kanalstück bis zur Schleuse. VNF selber macht meiner Meinung nach zu wenig, um der Algenplage Herr zu werden. 

Noch ein Wort zum letzten Bild: Es handelt sich dabei um die Konfitüre von Marianne - eine Mischung von verschiedenen Zitrusfrüchten. Per Zufall habe ich eines Morgens davon gekostet. Für meinen Gusto: ungeniessbar... ;-((( 


Wochenblog: Samstag, 2. Oktober - Samstag, 9. Oktober 2021

Das vergangene Wochenende war sehr regnerisch. Bis am Montag sind wir in Savoyeux liegen geblieben. Wir haben den Scooter bei Jacques und Dany eingewintert und dafür Holz aufgeladen. Ab Dienstag legen wir die Strecke Savoyeux - Port s. Saône zurück. An den folgenden Orten machen wir halt: Rey s. Saône, Soing, Scey s. Saône, Port s. Saône. Wir nehmen es gemütlich und erledigen kleine Unterhaltsarbeiten wie Kamin reinigen, Heckkiste neu streichen und Boot putzen. 

Der erste Versuch mit dem Suchmagneten fördert immerhin eine rostige Gabel zu Tage. Es kann also nur noch besser werden. Später war es dann nebst rostigen Nägeln und Schrauben auch ein altes 10-Franc-Stück. Eine Währung, die zwar schon lange ausser Betrieb ist, aber wer weiss - wenn dann die alten Goldmünzen kommen, gibt's einen Extra-Blog... ;-))

Auf den ersten zwei Bildern ist das Waschhaus in Rey s. Saône zu sehen. Ein Gebäude, wie es noch in vielen französischen Dörfern zu finden ist. 

Auf dem JLB wird viel gedöst. Vor allem nach den Spaziergängen. Sinah ist wesentlich ruhiger geworden. Sie verhält sich jetzt langsam aber sicher wie ein richtiger Hund.

Das auf dem Foto abgebildete rostige Schleusenhaus steht auf der gelegentlichen Schleuse "Cubry" an der Saône. Soweit wir das feststellen konnten, das einzige dieser Art. Da hat sicher wieder ein Künstler für gutes Geld einen Design-Auftrag erhalten. Diese Finanzen würde VNF besser in den Unterhalt der Kanäle stecken oder in die Suche nach einer Lösung im Kampf gegen die weit verbreiteten invasiven Wasserpflanzen.

Im Restaurant "Les 2 Ports" in Scey s. Saône genehmigten wir uns am Freitag zum Mittagessen "Friture de Sandre". Es hat sehr gut geschmeckt. 

 


Wochenblog: Samstag, 25. - Samstag, 2. Oktober 2021

Die Strecke in dieser Woche: L'Abergement la Ronce - Savoyeux. Nach drei Tagen in St. Jean de Losne navigieren wir anschliessend wieder in Richtung Norden. 

Die Tage beginnen deutlich kühler und meistens mit Nebel, der sich erst gegen Mittag lichtet. Trotzdem gibt es Mietboote, die auch im dichten Nebel losfahren. Das ist gemeingefährlich. Erstens haben die Mieter absolut keine Ortskenntnisse und zweitens könnten ja auch andere Unbelehrbare unterwegs sein. Ein Zusammenstoss - auch wenn beide Boote nur mit 10 km/h unterwegs sind - kann böse enden. 

Sinah und Eira haben auf dem Schiff weniger Auslauf als zu Hause. Vor allem Sinah dürfen wir noch nicht frei laufen lassen und schon gar nicht an unbekannten Orten. Vor allem der Jungspund weiss dann manchmal nicht so recht, wohin mit der ganzen Energie... ;-))

Heute haben wir während der Mittagspause keine Siesta gemacht, dafür Holz gerüstet. An der Anlegestelle im Grünen hatten wir eine sehr gute Gelegenheit dazu. 

Die Leuchte auf dem letzten Bild ist uns gestern schwimmend entgegengekommen. Die muss irgend einer Equipe vom Boot gefallen sein. Es handelt sich um eine Notleuchte, die am Rettungsring befestigt wird. Bisher hat uns ein solches Teil gefehlt...;-)).  Nach dem Wechsel der Batterie funktioniert sie einwandfrei. Jetzt sind wir top ausgerüstet.

A propos verlorene Ausrüstung. Heute fischten wir eine Boje aus der Saône, relativ neu und in sehr gutem Zustand. Ich hoffe nur, dass die Vermieter die Ausrüstung jeweils genau kontrollieren und die Säumigen entsprechend zur Kasse bitten. Leider begegnen uns oft Mietboote, deren Mannschaften nicht nur mit der Ausrüstung sondern auch mit dem Boot als Ganzes sehr unsorgfältig umgehen.  


Wochenblog: Montag, 20. - Samstag, 25. September 2021

Es ist Herbst geworden. Die Tage beginnen jetzt oft mit Nebel, kühlen Temperaturen und viel Feuchtigkeit. Unser Heizsystem bewährt sich wie immer. Wir sind in dieser Woche auf dem Canal Rhone au Rhin in Richtung Dôle unterwegs. In Choisey machen wir kehrt. Es sind noch einige Mietboote unterwegs. Ihr Fahrverhalten ist bekannt: Mit Vollgas durch jeden Halt aber mit grosser Mühe die Schleuseneinfahrt meistern, das kennen wir zur Genüge. In einer der Schleusen in Richtung Dôle treffen wir auf einen dicken Schaumteppich. Das Ganze sieht nicht besonders "gesund" aus. 

Eira und Sinah finden langsam zusammen. Zoff gibt's immer nur dann, wenn der 4 Monate alte Jungspund die alte Dame zum übermässigen Spielen auffordert. 

Wir haben auch auswärts gegessen. Z.B. in der "Pataterie" in Choisey. Die Zertifikatskontrolle hat sich jeweils sehr einfach gestaltet. Sogar beim Besuch eines Flohmarktes auf einem weitläufigen Sportplatz galt Zertifikatspflicht. Auch hier hat sich die Kontrolle sehr einfach gestaltet. 

Einkäufe erledigen wir mit dem Roller. Das Ab- bzw. Aufladen funktioniert sehr einfach und vor allem rasch. 

PS: Die beiden Thonsandwiches auf dem zweitletzten Bild kosten gerade mal 6.80 Euros - beide zusammen!!


Wochenblog: Dienstag, 14. - Sonntag, 19. September 2021

Wie geplant sind wir am 14. September wiederum nach Frankreich gereist. Sinah hat an diesem Tag die letzte Impfung erhalten. Die Anreise mit beiden Hunden gestaltet sich erstaunlich einfach und ruhig. Bei einem Halt im Jura wird sogar zur gleichen Zeit aus demselben Topf Wasser getrunken - das ist ein gutes Zeichen. Auch auf dem Schiff kommen die beiden ohne grössere Probleme an einander vorbei. 

Die Bilder 4 und 5 bedürfen einer besonderen Erklärung. Beim Waschen des Bootes ist mir die Spritzdüse vom Wasserschlauch ins Wasser gefallen und sofort abgetaucht. Für mich war damit die Sache eigentlich erledigt. Am Abend hat dann Raymond - unser Nachbar - aber festgestellt, dass da irgend "Etwas" oranges im Kanal treibt. Offensichtlich ist das Teil wiederum aufgetaucht,  hat sich dann aber schön in der Mitte des Kanals gehalten. Mit dem Wasserschlauch konnte Raymond die Düse zum anderen Kanalufer bugsieren. Mit dem langen Bootshaken habe ich die Düse dann aus dem Wasser gefischt. 

Das Elektro-Klapprad hat den Geist aufgegeben. Die Bedienung am Lenker macht keinen Mucks mehr. Fehlersuche: Batterie ist nach 6 Jahren am Ende, eine der vielen Steckverbindung ist schadhaft, der Motor hat sich verabschiedet usw. Die rettende Idee hatte Philippe, der Alleskönner bei Snaily. Die Bedienung am Lenker war defekt. In seinem Fundus hat er dann doch tatsächlich von einem alten E-Bike von Giacomo das Ersatzteil gefunden. Abgerechnet habe ich mit Giacomo mit einer Flasche Whisky. Bestellung und Lieferung via Velohändler in Südfrankreich wäre bestimmt wesentlich komplizierter und vor allem kostspieliger geworden. Alles in allem konnte das Problem innert einer halben Stunde gelöst werden. Raymond und Isabelle haben mit ihrem E-Bike ebenfalls ein Problem, aber wesentlich mehr Pech. Im Juli ging es per Spedition retour an den Lieferanten, kam nach Wochen zurück, war immer noch defekt, wurde erneut eingeschickt und ist bis heute noch nicht geliefert worden. 

Am Donnerstag den 16. September verschieben wir mit der Hilfe von Ueli unser Auto zurück nach St. Jean de Losne. Besten Dank. Die Strecke bis nach Savoyeux werden wir wiederum in kleinen Etappen per Velo bewältigen. 

Am 17. September verlassen wir Chagny in Richtung Fragnes. Auf dem Canal de Centre ist relativ viel los. Vor allem Hotelschiffe sind unterwegs.

Am 18. September fahren wir auf der Saône in Richtung Norden. Zum Mittagessen machen wir in Gergy Halt. Im Restaurant "La Guinguette" zeigt sich, wie einfach die Zertifikatsüberprüfung funktioniert. Für zwei Personen dauert der Scan des QR-Codes keine 20 Sekunden. Wenn der oberste Schweizer Gastronomie-Vertreter Platzer behauptet, jeder Restaurateur müsse zu Kontrollzwecken zusätzliches Personal engagieren, jammert er wie üblich auf sehr hohem Niveau. Was in Frankreich funktioniert, sollte in der Schweiz mit Sicherheit auch machbar sein. 

Am Abend liegen wir unterhalb von Seurre beim PK 180. Wir liegen quer zum Fluss. Das Heck ragt weit zur Flussmitte hin. Es ist ein angenehmer Spätsommerabend. Um 01.00 Uhr ändert sich die Wetterlage radikal. Starker Westwind kommt auf und drückt kräftig auf unsere Steuerbordseite. Wir befestigen ein zweites Seil an einem anderen Poller. Wenn's den Baum am Ufer nicht umwirft und unsere Poller halten, sind wir auf der sicheren Seite. Es hat gehalten. Gegen 03.00 Uhr setzt dann starker Regen ein und der Wind legt sich etwas. Am Morgen navigieren wir weiter nach St. Jean de Losne und legen am Quai National an. Es ist regnerisch. Wir heizen. Das Holz habe ich in Savoyeux geholt. Unser Auto ist jetzt das Holzdepot. 


Freitag, 3. September 2021, Chagny

Heute war der Tag des Malerhandwerks. Dusche und WC haben einen neuen Bodenanstrich erhalten. Damit sind alle vorgesehenen Arbeiten erledigt. 

Zum Mittagessen gab's bei Isabelle und Raymond Canard und Risotto. Es hat exzellent geschmeckt. 

Morgen geht's für mich und die "Assistentin" Eira ab nach Hause. Mitte September werden wir zur Fortsetzung unserer Sommerreise in Chagny wiederum starten - ein Novum, das nur funktioniert, wenn mann in Rente ist... ;-))


Donnerstag, 2. September 2021, Chagny

Nach einer kühlen Nacht sind heute die Temperaturen wieder etwas angestiegen. Für die kommende Woche wurden wieder Temperaturen über 30 Grad angekündigt. Da die Tage aber schon recht kürzer geworden sind, kühlt es am späteren Nachmittag aber schon deutlich ab. 

Die Türen haben jetzt je eine neue Verriegelung erhalten. Das Ganze ist wesentlich solider als das bisherige System. 

Die Küchenfenster sind ebenfalls mit einer neuen Dichtung in Form von "Gyso-Vitrosil" abgedichtet. Damit sind jetzt fast alle Fenster neu verklebt und sollten dicht sein. Die nächste Regenperiode wird Erfolg oder Misserfolg zeigen. 

Gestern und heute haben insgesamt 3 Hotelschiffe Chagny in Richtung Montchanin passiert. Das ist einigermassen erstaunlich. Während den Monaten Juli und August haben wir auf dem Canal du Centre kein einziges Hotelschiff gekreuzt. Für den Kanal bringen die Hotelschiffe nur Vorteile. Einerseits werden Kanäle mit regem Schiffsverkehr nicht so rasch geschlossen, andererseits "putzen" die Hotelschiffe die Fahrrinne ordentlich durch.


Mittwoch, 1. September 2021, Chagny

Heute ist der erste Tag in meinem neuen Lebensabschnitt - Beginn der Rentenzeit. Einen Unterschied habe ich noch nicht vermerkt. Ich hatte nämlich während des ganzen Tages ordentlich zu tun.

Der Einbau der neuen Türverriegelungen geht zwar gut voran, braucht aber doch seine Zeit. Die Steuerbordseite ist soweit fertig, jetzt ist die Hecktüre dran. Dazu musste ich zuerst einmal beide Schiebetüren ausbauen. Das ist jedesmal eine sehr aufwändige Übung. Dabei hat beim letzten Mal die Scheibe einen Riss erhalten. 

Zum Mittagessen war ich bei Isabelle und Raymond eingeladen. Es hat sehr gut geschmeckt. Besten Dank.


Dienstag, 31. August 2021, Chagny

Eigentlich war der nächste Aufenthalt en France für Mitte September geplant. Es ist anders gekommen. Da diese Woche keine weiteren Termine anstehen, erledige ich ein paar Arbeiten auf dem Schiff. Die Türen erhalten neue Schliessmechanismen. Die alten sind in die Jahre gekommen und liessen sich nur mehr schlecht verriegeln. Die Türe auf der Steuerbordseite ist soweit schon mal angepasst. Es fehlen noch die Abdeckungen und die Montage des Schliessblechs. Das muss ich allerdings zuhause zuerst anpassen. 

Der Schaukelstuhl hat neue Armlehnen in Holz - fait maison - erhalten. 

Meine treue "Assistentin" ist diesmal Eira. Geduldiges Warten ist eine ihrer Stärken. Ich möchte nicht wissen, wie viele Stunden Eira in den letzten 12 Jahren bei Umbauarbeiten auf dem JLB schon zugeschaut hat. Sinah wird in der Schweiz von Marianne gehütet.

Die Temperaturen sind sehr angenehm. Das Thermometer hat lediglich 23 Grad angezeigt. 


Wochenend-Blog: Samstag, 14. August 2021 (Montchanin - Chagny)

Die Temperaturen steigen. Während dieser Woche war es merklich wärmer. Das Thermometer zeigt regelmässig mehr als 30 Grad. Eigentlich ist das nicht aussergewöhnlich, wir sind immer noch mitten im Sommer. 

In Chagny treffen wir auf Isabelle und Raymond. Die beiden sind hier stationiert und werden bis im September noch einen Teil des "Canal du Centre" befahren. Im Schatten unter den Akazien im Port de Bouzeron lässt es sich angenehm speisen. 

Auch an der "Hundefront" tut sich etwas. Eira und Sinah kommen sich jetzt ohne Anfeindungen näher. Das Mittagsschläfchen findet gemeinsam im Steuerstand statt. 

Am Samstag und am Sonntag begleite ich Kurt und Silvya auf ihrer "Seraphine" per Convoyage von Chagny nach St. Jean-de-Losne. Es ist sehr heiss. Selbst auf der Saône weht nur ein sehr laues Lüftchen. Sogar die Kühe nehmen ein kühles Bad.

Zweimal treffen wir uns in Mercuey mit Christine und Ueli zum Nachtessen. Es gibt immer News zu verkünden und kleine Unterhaltsarbeiten durchzuführen. 

Am Sonntag reisen wir für 4 Wochen zurück in die Schweiz. Das hat sehr verschiedene Gründe. Wir haben noch den einen oder anderen Arzttermin, die Hunde "dürfen" zur jährlichen Impfung, das Rotzertreffen steht an und vor allem Sinah schätzt den grosszügigen Auslauf ums Haus. Im September werden die Temperaturen etwas mässiger sein und wir erleben zum ersten Mal 6 Wochen Bootsfahrt am Stück im Herbst. Das war während unserer beruflichen Tätigkeit nie möglich. 


Wochenend-Blog: Samstag, 07. August 2021 (Coulanges - Montchanin)

Es war eine kühle Woche. Im Schnitt sind wir bei ca. 25 Grad. Zudem regnet es bald jeden Tag einmal. Die Temperaturen sind für den Monat August effektiv zu niedrig. Uns soll es recht sein. Für die nächste Woche werden Werte um die 30 Grad gemeldet. 

Zu Beginn der Woche mussten wir zuerst einmal den Fuss unseres Krans neu fixieren. Den Kran brauchen wir um den Scooter aufzuladen und um die Wächeleinen zu fixieren. Innert kurzer Zeit sieht es bei uns einmal mehr aus wie auf einer Grossbaustelle. An zwei Stellen hat sich die Halterung vom Polyester gelöst. Nächstens wären dann sowohl der Scooter wie auch der Kran im Wasser gelandet.

In Génelard liegen wir während drei Tagen und treffen uns mit der Equipe der "Petra" (Manfred und Petra). Coronabedingt haben wir die beiden seit längerer Zeit nicht mehr getroffen. Sie sind unterwegs in Richtung Westen.

Wie schon in der vergangenen Woche sind wir meistens alleine unterwegs. Die Schleusenwärter bestätigen uns, dass es sowohl auf dem "Lateral" wie auch auf dem "Centre" sehr ruhig ist - zu ruhig für die Hochsaison. Meistens sind wir an den Anlegestellen alleine. Vor Corona musste man z.B. frühzeitig am Tag in Génelard oder in Paray le Monial sein, um einen Platz für die Nacht vorzufinden. In diesem Jahr war das nie ein Problem. 2020 und in diesem Jahr fehlen viele ausländische Boote (Neuseeländer, Briten, Niederländer). Zudem machen Kanäle mit viel Kraut keine gute Werbung für den Boots-Tourismus. 

SINAH ist mittlerweile seit zwei Wochen mit uns unterwegs und hält uns ganz schön auf Trapp. Pünktlich um 06.15 Uhr muss sie raus. Das Geschäft erledigt sie rasch und lässt uns anschliessend noch eine Stunde weiterschlafen. Leben hat sie für drei und wenn sie ihre "5 - Minuten" hat, ist sie kaum zu bändigen. Am reibungslosen Auskommen von Sinah mit Eira arbeiten wir noch.


Wochenend-Blog: Samstag, 31. Juli 2021 (Decize - Coulanges)

Das beherrschende Thema in dieser Woche war unser Hund Nr. 2: SINAH. Am letzten Samstag haben wir sie in St. Pierre les Moutiers, in der Nähe von Nevers abgeholt. Wie es Welpen so an sich haben, kennen sie noch nicht viel vom Leben, da muss zuerst vieles erkundet und erlebt werden. Für uns - inkl. Eira - ist die Situation auch neu. Es ist wesentlich mehr los auf dem JLB. Eira muss sich noch an die neue Mitbewohnerin gewöhnen. Nach 12 Jahren "Princesse No. 1" braucht sie noch etwas Zeit, um die neue Situation vollständig zu verstehen, aber das wird schon noch. 

Das Wetter zeigte sich diese Woche von der sehr angenehmen Seite. Die Temperaturen sind nicht über die 25-Grad-Marke gestiegen. Für die Dauer einer Woche haben wir nur die kurze Strecke von Decize - Coulanges zurückgelegt - wir haben ja jetzt Zeit. 

Noch eine kurze Erklärung zu den letzten zwei Fotos:

In Gannay s. Loire haben wir einem tschechischen Boot mit unserem Wasserschlauch ausgeholfen. Es lag etwas weit entfernt von der Zapfstelle und brauchte 80 Meter Schlauch, wie der Käpten durch Abschreiten ausgemessen hat... ;-)). Wir haben ihm dann ca. 50 Meter zur Verfügung stellen können. Zum Dank erhielten wir zwei Dosen tschechisches Bier, welches sehr gut geschmeckt hat. 

Der Bootsfahrer auf dem letzten Bild lag vor uns in Coulanges - ein ganz spezieller Vogel. Er hat uns mit der folgenden "Story" unterhalten:

  • Den Dieselmotor hat er ausgebaut. Der braucht zu viel Platz und ist zu schwer. 
  • Im Moment navigiert er mit dem 6-PS Aussenborder.
  • Für 50 Euro kaufe er sich nächstens einen Elektro-Motor. Der werde an Stelle des Diesels eingebaut. Den Übergang zur Antriebswelle muss er entsprechend anpassen. 
  • Die Energie für den Elektro-Motor beziehe er ab einer handelsüblichen Autobatterie.
  • Die Batterie soll vom bereits vorhandenen Sonnenpanel (60 x 40 cm) geliefert werden. 
  • Einen Quad werde er später im Bugbereich platzieren, um mobiler zu sein. 

Wir haben uns nur die Augen gerieben. Offensichtlich machen wir etwas falsch. Die Fläche unserer Sonnenpanels beträgt ca. 5 Quadratmeter und trotzdem fahren wir mit Diesel... ;-)) Eines ist sicher, diesem Bootsfahrer fehlt es eindeutig an Realitätsbezug. 


Wochenend-Blog: Samstag, 24. Juli 2021 (Génelard - Decize)

Es ist warm geworden. Die Temperaturen steigen bald jeden Tag über 30 Grad. Wir sind nur kurze Strecken unterwegs und suchen regelmässig den Schatten. Das ist auf einem Kanal gut machbar. Da auf dem Lateral à la Loire die Schleusen noch zum grossen Teil von Hand bedient werden, braucht es aber jeweils die Absprache mit dem Schleusenpersonal, damit diese nicht umsonst die nächste Schleuse vorbereiten. 

Die "Plantes aquatiques" blockieren nicht nur die Häfen wie St. Jean de Losne oder Savoyeux, sie verbreiten sich auch massenhaft an vielen andern Stellen. Auf dem Canal du Centre, kurz vor Paray le Monial haben wir unser Boot über eine Strecke von ca. 500 Metern zu Fuss - d.h. am Seil ziehend - vorwärtsbewegt. Wir sind jetzt bald 30 Jahre auf den Kanälen und Flüssen unterwegs - so viele Pflanzen im Wasser haben wir noch nie gesehen, und es wird immer schlimmer. Zudem sind nicht nur mehr die Häfen betroffen. Immer häufiger sind ganze Kanalabschnitte vollständig zugewachsen. Auf dem Canal Lateral à la Loire sind die "Mähmaschinen" (la foucardeuse) zwar unterwegs, in Anbetracht der Pflanzenflut ist das aber eine aussichtslose Aktion. Steigende Temperaturen im Sommer und "warme" Winter lassen das Grünzeug fleissig spriessen. Zudem nimmt die Wassertiefe in den Kanälen laufend ab, denn Transportschiffe, die die Fahrrinne "durchputzen" gibt's keine mehr. Damit dringt das Tageslist bis auf den Grund vor und unterstützt das Wachstum noch einmal. 

Immer wieder trifft man auf sehr freundliche Leute. So z.B. Christian, Brigitte und Marie-Claude. Die rüstigen Rentner sind mit ihren Campern unterwegs und betätigen sich jeden Tag sportlich, in dem sie 30 - 40 km mit dem Fahrrad weiter bzw. zurück fahren. Zufälliger Weise haben wir sie während der letzen Woche sehr oft gekreuzt oder überholt und dabei nicht einmal daran gedacht von der Begegnung ein Foto zu schiessen - trotz zweier gemeinsamer Apèros... ;-((

Was wir aber fotografiert haben, sind diejenigen Mieter, die am Freitagabend die letzte Schleuse hinunter in den Hafen von Decize nicht mehr geschafft haben. Vier, nur mehr halbwegs rüstige Rentner mit drei Hunden mussten dann im Kanal übernachten. Das Anlegemanöver war halsbrecherisch und der Zustand des Bootes lässt vermuten, dass die Ferienwoche ähnlich verlaufen ist. Von den insgesamt 10 Fendern waren noch deren 4 mehr schlecht als recht am Boot befestigt - ein Teil davon defekt. Die restlichen dümpeln wahrscheinlich in der einen oder anderen Schleuse herum.

Zu unserem Count-Down:  Dieser wird heute Abend in "St. Pierre les Moutiers" enden. Wir holen dort nämlich eine Copine für Eira. 9 Wochen alt, gleiche Rasse, gleiche Farbe, gleiches Geschlecht und hoffentlich gleicher Charakter wie Eira. Die ersten Fotos haben wir bei unserem Besuch vor 4 Wochen gemacht. Weitere gibt's nächste Woche. 

 


Wochenend-Blog: Samstag, 17. Juli 2021 (Fragnes - Génelard)

Diese Woche haben wir die Strecke Fragnes - Génelard zurückgelegt. Das sind ca. 80 km mit ungefähr 30 Schleusen. Früher hätten wir für dieselbe Strecke 2 Tage gebraucht. Jetzt haben wir Zeit.

Zurück zum Wasser "im Schiff". Auf der Fahrt von Fragnes nach Chagny ist weiter Wasser eingedrungen. Einerseits hinter der Dusche (zwei Stellen), andererseits hinter dem Schrank im Salon (4 Stellen), alles die Folge von durchgerosteten Schrauben, die die untere Scheuerleiste fixieren. Auf diese Weise haben sich rasch 3 cm Wasser unter dem Motor angesammelt. Am Montag heisst es dann, schleifen, schleifen, schleifen um die Farbschicht bis auf den Polyester zu entfernen. Anschliessend haben wir auf einer Länge von 4 Metern die ganze Seite neu mit Glasfasermatten und Polyester zugeklebt - auch an den Stellen, wo die Schrauben noch in Takt sind - sicher ist sicher.

Wasser "im Kanal": Während der ganzen Woche hat es mehr oder weniger ständig geregnet. Die Sonne haben wir erst am Samstag wieder gesehen. Die Speicherseen für den Canal de Centre sind voll bis oben hin. Wir hoffen mal, dass das so bleibt.

Die Temperaturen liessen es zu, dass wir sogar mehrmals im Salon eingeheizt haben. 

Aufgefallen sind uns die vielen halb bzw. vollständig umgefallenen Bäume am Rand des Kanals. Hier muss es noch vor kurzer Zeit ordentlich gestürmt haben. 

Den abgebildeten Sandwich kauften wir in der "Sandwicherei" in Montceau les Mines. Für die 32 cm (!) Thon-Sandwich haben wir geschlagene 3.50 Euro bezahlt. Dasselbe Teil kostet in der Schweiz mindestens Fr. 10.-- bis 12.--

Am Samstag, den 17. Juli liegen wir in Génelard im Hafenbecken. Die Temperaturen sind in dieser Woche zum ersten Mal im angenehmen Bereich und es ist trocken. Auf dem Kanal ist wenig los. Seit Chagny haben wir keine zehn Boote gekreuzt - und das im Juli. Eigentlich ist jetzt Hochsaison. Uns soll's recht sein, solange die Schleusen funktionieren. 

Marianne hat heute Geburtstag. Damit hängt sie während des ganzen Tages am "Draht". Nur gut, haben wir eine grosse und schnelle Internetleitung... ;-))

PS: Bei uns läuft ein Count-Down. Wozu? Warum? Weshalb? Wohin...? Unsere Leser mögen sich überraschen lassen. Mehr News dazu gibt's in einer Woche... ;-)) Wer regelmässig in unseren Whats-App-Status schaut, wird im Laufe der kommenden Woche selber herausfinden können "WAS" wir da herunterzählen... 


Wochenend-Blog: Samstag, 10. Juli 2021 (St. Jean - Fragnes)

Nach der Übernachtung in Les Mailly legen wir in St. Jean de Losne an. Einkaufen und Wäsche waschen ist angesagt. Am Samstag, 10. Juli geht's dann weiter nach Fragnes auf dem Canal de Centre. Die ca. 70 km von St. Jean de Losne nach Fragnes ist bei uns eher unbeliebt. Der Fluss ist eintönig und in der Nähe von Chalon haben Freizeitschiffer mit ihren kleinen Booten - dafür aber grossen Motoren - die helle Freude daran, alle anderen zu ärgern. 

Soweit ich weiss, ist es nicht gestattet an den Ufern der Saône zu campen. Anscheinend kümmert das niemanden. Wohnwagen, Wohnmobile, Partyzelte usw. stehen zuhauf an den Ufern. 

Richtig "ÄGSCHEN" haben wir dann am Samstag, 10. Juli in Fragnes. Bereits vor zwei Tagen hatten wie wiederum Wasser unter dem Motor. Aufgefallen ist uns, dass es sich nur sammelt, wenn wir unterwegs sind. Was wir vermutet haben bewahrheitet sich. Die Befestigungsschrauben der unteren Scheuerleiste sind an einigen Stellen durchgerostet und lassen Wasser eindringen. Beim Fahren taucht die Scheuerleiste teilweise unter den Wasserspiegel und lässt damit Wasser eindringen. Die Frage war nur: Welche der Schrauben auf 13 Metern Länge durchgerostet sind. Die Suche gestaltet sich langwierig und kompliziert.  Der Schrank im Salon wird demontiert. In der Schlafkabine passiert dasselbe. Wir können die nässende Stelle nur ungefähr lokalisieren. Und zwar hinter der Duschwanne! Genau an der Stelle, die absolut schlecht zugänglich ist. 

Da wir jetzt bis auf die Duschwanne alles freigelegt haben, werden wir morgen während der Fahrt nach Chagny, bewaffnet mit dem Scheinwerfer, genauer feststellen können wo genau die defekten Schrauben sitzen - hoffentlich. Am Montag heisst es dann höchstwahrscheinlich, Waschmaschine ausbauen, Rückwand der Dusche aufsägen, u.U. Duschwanne aufschneiden und dann dem Problem mit Polyester zu Leibe rücken. 

Nur gut, sind wir so gut wie in Rente und haben Zeit. Zeit, die vor allem der Schreibende auch anders nützen könnte...;-))

Affaire à suivre... am nächsten Wochenende wissen wir mehr...


8. Juli 2021, Pontailler - Les Mailly

Es ist ein regnerischer Tag. Erst am Nachmittag zeigt sich wieder die Sonne. 

Wir verlassen Pontailler gegen 10.00 Uhr und navigieren bis nach Les Maillys - mehr oder weniger im Regen.

In Les Maillys treffen wir auf Francine und Jean-Pierre von der Tabatha (siehe Foto). Zum Nachtessen sind wir auf der Tabatha. 

Achtung: Ab sofort wird unser Blog nur mehr wöchentlich aktualisiert (Jeweils am Samstag oder am Sonntag). Wir sind jetzt schliesslich in Rente und damit gegen tägliche Fixtermine... ;-))


7. Juli 2021, Gray - Pontallier (Plage), 32 km, 2 Schleusen

Das Wetter zeigt sich wieder von der angenehmen Seite. Mit 25 Grad ist die Temperatur ideal. 

Vor einigen Tagen haben wir festgestellt, dass unser Schiffshorn nur mehr so vor sich her grummelt. Der Kompressor und die die Stromzufuhr funktionieren. Es muss also ein mechanisches Problem sein. Dem ist dann auch so. Nach der Zerlegung in die Einzelteile zeigt sich, dass irgend ein fliegendes Vieh sich für den Winter eingenistet hat. Die hintersten 5 cm waren vollgestopft mit undefinierbarem Zeugs. Nach gründlicher Reinigung tut das Horn wieder das, wofür wir es montiert haben. 

Gegen Mittag treffen wir in Pontallier ein. Der Steg an der Saône ist zum Teil in einer Zweierreihe belegt. Es ist Hochsaison. Wir hätten sowieso nicht dort festgemacht. Wir legen uns lieber etwas oberhalb des Hafens ins Grüne. 

Am Nachmittag heisst es dann wiederum "Pedalen" - 36 km in 1.5h. Unser Auto steht jetzt in St. Jean de Losne.


6. Juli 2021, Gray

Wir sind in Gray liegen geblieben. Es regnet mehr oder weniger während des ganzen Tages. Auf der Saône ist heute relativ viel los. Vor allem Mietboote sind unterwegs. Offensichtlich läuft die Bootsvermietung trotz Corona wieder. 

Zum Mittagessen sind wir im Restaurant "La Petite Fontaine". Eine Adresse die man weiterempfehlen kann.

Zudem nehmen wir im Moment das Auto jeweils ein Stück mit. Das ergibt dann ca. 25 - 30 Fahrradkilometer pro Tag... ;-)). Heute war Gray - Pontallier s. Saône dran - wie oben erwähnt im Regen!


5. Juli 2021, Savoyeux - Gray, 25 km, 2 Schleusen, 1 Tunnel

Gegen 10.00 Uhr verlassen wir Savoyeux. Am Morgen hat es noch geregnet. Am Nachmittag zeigt sich die Sonne und es wird mit 25 Grad angenehm warm. 

Oberhalb von Gray begegnet und ein privates Boot mit Vollgas. Obwohl es sich um eine Engstelle handelt, macht der ältere Herr absolut keine Anstalten, seine Geschwindigkeit beim Kreuzen zu verringern. Seine Bugwelle schüttelt uns dann auch gehörig durch. Ein weiteres Indiz dafür, dass effektiv 50% der Bootsfahrer nur da sind, um die anderen 50% zu ärgern.

Vor der Schleuse Gray haben wir die Fahrzeuge mit der Aufschrift "VNF" fotografiert. Es muss VNF-Funktionäre geben, die zwei Autos gleichzeitig fahren. Oder... die studieren alle sehr intensiv, wie sie die "Plantes aquatique" wieder loswerden... ;-)) 


4. Juli 2021, Savoyeux

Heute gibt's keinen Blog. Wir haben nichts zu berichten, das für die Welt zumindest im Moment von Bedeutung wäre...;-)) Affaire à suivre.


3. Juli 2021, Soing  - Savoyeux, 20 km, 1 Schleuse

Gegen 10.00 Uhr verlassen wir Soing. Das Wetter ist angenehm. Auf der Saône ist wenig los. Am Samstag ist das meistens so, da bei den Bootsvermietern der Wechsel stattfindet. 

Mit dem Stuhl auf dem 4. Bild hat es Folgendes auf sich. Erstens ist das nicht unser Stuhl. Zweitens hat der mit der eigentlichen Geschichte nichts zu tun und drittens könnte er wiederum zum Einsatz kommen. Also... ein älterer Herr ist beim Aussteigen aus seinem Boot unglücklich ins Wasser gefallen. Er hat sich dabei am Bein verletzt und musst ärztlich behandelt werden. Beim Sturz hat der Unglückliche seine Brille verloren. Zusammen mit Jacques haben wir diese im Hafenbecken gesucht. Leider ohne Erfolg. Dabei sind wir auf den besagten Stuhl gestossen. Und siehe da, es handelt sich genau um dasjenige Exemplar, das vor zwei Jahren dem oben genannten Herrn von Bord geweht wurde. 

Fazit: Die Brille bleibt verschwunden, der Stuhl kann mit etwas gutem Willen und einer intensiven Reinigung ev. wiederum in Betrieb genommen werden. 


2. Juli 2021, Soing

Wir sind in Soing liegen geblieben. Das Wetter zeigt sich von der angenehmen Seite. Es ist warm aber nicht heiss. Zudem weht ein angenehmes Lüftchen. 

Das Bild zeigt die heutigen Umbauarbeiten. Jetzt haben die Schlüssel einen neuen Platz erhalten. Eine Anpassung, die nicht unbedingt notwendig gewesen wäre. Im Moment tun wir aber immer gerade das, was uns gerade so vor die Füsse fällt. Vive la retraite.


1. Juli 2021, Savoyeux-Soing

20 km, 1 Schleuse

Am Vormittag verlassen wir den Hafen. Es geht in Richtung Norden. Wir wollen testen, ob nach der sehr langen Winterpause alles richtig funktioniert. Es scheint alles in Ordnung zu sein. 

Am Abend liegen wir in Soing. Die Temperaturen sind angenehm und es hat heute mal nicht geregnet. 

Die Rechnung für die Reparatur des Lecks, den Ersatz des Wellenlagers und das Anbringen der Kiel-Verstärkung plus Aus- und wieder Einwassern haben wir erhalten. Das kostet uns zwar ein paar Euros, wir werden aber im Herbst trotzdem nicht wieder zurück an die Arbeit gehen... ;-)).


30. Juni 2021, Savoyeux

Eigentlich wollten wir heute den Hafen für 2 - 3 Tage verlassen - wir haben den Plan geändert. Es regnet mehr oder weniger während des ganzen Tages. Die Temperaturen sind auch nicht in die Gänge gekommen. 14 - 16 Grad am 30. Juni entsprechen nicht der Saison.  Das Gute an unserer jetzigen Situation: MÜSSEN tun wir nichts. Wir haben also in den "Petit Godin" eingeheizt und uns einen gemütlichen Tag mit viel Herumliegen gemacht. 

Am Nachmittag gab es dann Rhabarberkuchen aus dem Omnicuiseur. 

Die reich beflaggten Schweizer sind auch unterwegs. Es ist eigentlich jedes Jahr dasselbe. Keine Ahnung vom Navigieren aber immer gross zeigen woher man kommt... ;-((


29. 06. 2021, Savoyeux

Wie gestern beschrieben haben wir heute den schattigen Platz etwas oberhalb des Hafens "geräumt". Jetzt ist das Anlegen im Schatten wieder möglich. Fotos gibt's keine. Das Smartphone haben wir nicht mitgenommen. Bei den Holzerarbeiten von der schwimmenden Nussschale aus, wäre es ohne weiteres möglich gewesen, das der Schreibende ins Wasser fällt. Ein Vorfall, der für's Telefon ganz und gar nicht zu empfehlen wäre. Ins Wasser gefallen ist dann schlussendlich niemand. 

Die Mietboote sind auch wieder fleissig unterwegs. Die Bootsvermietungen freut es, nachdem die Frühjahrssaison coronabedingt gar nicht gelaufen ist. Wie üblich geben sich die Schweizer Mieter deutlich zu erkennen. Die Schweizer Flaggen werden im Laufe des Sommers garantiert noch grösser. 

Am Abend hat Marianne im Vitaliseur einen Apfelkuchen kreiert. Es hat sehr gut geschmeckt


28. Juni 2021, Savoyeux

Wir sind immer noch im Hafen. In diesem Sommer eilt es uns gar nicht. Wir begeben uns in Rente und haben damit Zeit, ein Privileg, dass uns in den letzten 40 Jahren oftmals fehlte. 

Während der letzten Nacht hat's gehörig geregnet, der heutige Tag war nicht viel anders. Es regnete immer wieder. Wenn's so weiter geht, wird der Sommer nicht sehr trocken sein. 

Zum Mittagessen waren wir bei Jacques und Danny eingeladen - Raymond und Isabelle haben gegrillt bzw. gekocht. Besten Dank, es hat geschmeckt. Auf dem ersten Bild sieht man ihre Boote Vlaljak und Giacomo, beide vom gleichen Bootstyp wie unser JLB. 

Wer sich die heutigen Bilder anschaut wird sich fragen, was es mit dem kleinen Boot auf sich hat. Die Erklärung ist folgende: Morgen wollen wir weiter oben auf der Saône einen umgkippten Baum beiseite räumen. Der versperrt uns nämlich einen schattigen Liegeplatz. Das kleine Boot benötigen wir, um nahe an die besagte Stelle fahren zu können. Die heutige Probefahrt endete beim ersten Mal mit dem lauten Pfeifton der Sicherheitseinrichtung. Wir haben nicht herausgefunden, was der Grund sein könnte. Beim zweiten Versuch gab's keine Probleme. Schauen wir mal, ob wir es morgen bis zum besagten Baum schaffen. Affaire à suivre... ;-))


27. Juni 2021, Savoyeux

Wie schon im letzten Jahr haben sich während der sehr langen Standzeit im Trockenen die Wespen eingenistet. Gott sei Dank nur in der Bugkiste und nicht im Inneren des Schiffes. Wohl oder übel mussten die ungebetenen Bewohner ihren Nistplatz samt Behausung verlassen. 

Am Nachmittag hat's dann zuerst mal richtig geschüttet. Das Gute daran - Jetzt haben wir den Beweis, dass wir auch von oben dicht sind. 

Nach dem intensiven Regenschauer besuchen uns zwei "Snaily-Paare", liebe Kollegen, die wie wir eine Sanily ihr eigen nennen. Isabell + Raymond, Jacques + Danny, alles rüstige Rentner, die uns schon fleissig Tipps und Tricks für unseren zukünftigen  Lebensabschnitt in der Rente geben. Alles glauben wir denen nicht... ;-))

Auf der abendlichen Ausfahrt per Velo stelle ich fest, dass mehrere unserer beliebten Liegeplätze im Grünen mit je einer massiven Holzbeige belegt sind. So wie ich die Funktionäre von VNF kenne, wird das jetzt Jahre dauern, bis die Beigen wieder entfernt werden. 

Eira gefällt das Faulenzen an Bord. Nach dem morgendlichen Spaziergang geniesst sie das Dösen im Korb..


26. Juni 2021, Savoyeux

Heute stand der Umbau der Küche auf dem Programm. Die Ecke in der Sitzbank bietet einen guten Platz zur Lagerung von Gemüse und Früchten. Es bleibt kühler als im Rest der Küche und die Sonne scheint auch niemals auf den Inhalt. 

Es ist wieder etwas wärmer geworden. Mit Gewittern haben wir bisher noch nichts zu tun gehabt. Das könnte sich aber in den nächsten Tagen ändern. 

Morgen heisst es dann wieder "Schiff putzen". Durch das Schleifen des Polyesters entstand gehörig viel Staub und Dreck. 

PS: Die Reparatur hält, wir haben wiederum ein Unterschiff, das dicht ist.


25. Juni 2021, Savoyeux

Heute starten wir in den Sommer 2021. Es ist das erste Mal, dass wir beide ohne die Gedanken an schulische Termine unterwegs sind. Gestern war für mich nämlich der Tag der Schlüsselabgabe. Damit ist die Ära an der Berufsfachschule Oberwallis definitiv Geschichte. 

Die Anreise via Vallorbe hat wie üblich funktioniert. Unsere Covid-Zertifikat APP hat sich schon bewährt. Der franz. Zöllner wollte das Impfzertifikat sehen. 

Die Reparaturen sind erledigt. Da der Kiel beim Ausgang der Welle etwas Spiel hatte, wurde zusätzlich eine Verstärkung angebracht. Nächste Woche werden wir dann abklären, was der ganze "Spass" kostet... ;-))

Am Nachmittag hiess es dann wieder "Einwassern" - in dieser Saison schon zum zweiten Mal! Wir hoffen mal, dass jetzt alles dicht ist. So ganz sicher kann man sich da nie sein. Unvorhergesehenes kommt immer dann, wenn man's nicht erwartet und das ist ja auch spannend.

Savoyeux, 16. - 18. Juni 2021


17. 06. 2021, Savoyeux

Es ist sehr heiss geworden. Die 30-Grad-Marke wurde locker geknackt. 

Das Unterschiff hat einen neuen Antifouling-Anstrich erhalten. Das ist zwar ein relativ mühsames Unterfangen, aber notwendig. Nach 25 Jahren sind die Dichtungen der Fenster morsch geworden und fallen mehr oder weniger von selbst aus dem Rahmen. Am Nachmittag schneide ich die  Fensterdichtungen auf der Aussenseite heraus und fülle dafür Vitrosil von Gyso ein. Die transparente Masse lässt sich gut verarbeiten und tut hoffentlich das wozu sie vorgesehen ist - nämlich abgedichtete Fenster.

Unser Leck wartet immer noch auf die Reparatur. Schaun wir mal, was morgen passiert. Zugleich müssen noch 4 weitere kleine Beschädigungen, die ich heute beim Streichen ausfindig gemacht habe, repariert werden. 

Morgen geht's nach Hause. Die restlichen Arbeiten sind hoffentlich bis zu unserem Ferienbeginn in der nächsten Woche beendet. Affaire à suivre.


16. 06. 2021, Savoyeux

Eigentlich war dieser Aufenthalt nicht geplant. Es muss ja "nur" die Rinnstelle auf der Steuerbordseite repariert werden. 

Damit aber auch von innen gearbeitet werden kann, musste ich einen neuen Zugang in die Rückwand der Sitzbank in der Küche schneiden. Das wird dann später einen neuen Schrank geben. Wie das Türchen in die Rundung kommen soll, gilt es noch zu klären. 

Da wir schon wieder im Trockenen sind, nütze ich die Gelegenheit und erneuere auch gleich den Antifouling-Anstrich. Geschliffen habe ich das gesamte Unterschiff bereits heute - gelinde gesagt, ein Sch... - Job. 

Savoyeux 9. 6. - 14. 6. 2021


14. 06. 2021, Savoyeux

Noch bevor die Saison 2021 so richtig gestartet ist, stehen wir wieder im Trockenen. Diesmal direkt vor dem Atelier von Saône Plaisance. Die Ursache des Wassereintritts ist jetzt gut sichtbar. Die Ecke hinten rechts hat einen Riss über eine Länge von ca. 40 Zentimetern. Rein optisch siehts nicht so schlimm aus, die Auswirkungen haben wir während der letzten 4 Tage "live" erlebt. Über das Zustandekommen der Beschädigung lässt sich nur spekulieren. Die letzten 7 1/2 Monate ohne eine handbreit Wasser unter dem Kiel waren sicher nicht förderlich. Saône Plaisance wird jetzt die Reparatur vornehmen und dann schaunen wir weiter. 


13. 06. 2021, Savoyeux

Wir sind im Hafen geblieben. Mit unserem Leck ist es keine gute Idee sich auf den Fluss zu begeben. 

Da bleibt uns nichts anderes übrig, als mit den Reinigungsarbeiten fortzufahren. 

Zum Leck: Das Wasser fliesst munter weiter...

Zu den "Plantes Aquatiques" im Hafen: Die Situation ist nicht sehr angenehm. Wie man auf dem Bild sieht, sind weite Teile massiv zugewachsen.  Wenn nächstens nicht "gemäht" wird, bewegt bald einmal niemand mehr sein Boot. Die Situation in einigen Kanalabschnitten - z.B. auf dem Lateral à la Loire oder im Bourgogne - ist die Situation nicht besser. VNF kündigt per Avis de Batellerie regelmässig gesperrte Kanalabschnitte an, die zuerst von den Wasserpflanzen befreit werden müssen. Unsere Reise im Sommer 2021 kann also noch so einige Änderungen erfahren. Es zeigt sich einmal mehr, dass es etwas Flexibilität braucht, wenn man mit dem Boot unterwegs ist.


12. 06. 2021, Savoyeux

Es ist heiss geworden. Die Temperaturen steigen schon gegen die 30 - Grad - Marke. Das mit dem Frühling ist wieder nichts geworden. Vom Winter sind wir mehr oder weniger in den Sommer gekommen. 

Zum Leck - ein weiteres Kapitel:

Die gestrige Geschichte vom eindringenden Regenwasser im Winter hat sich in Luft aufgelöst. Aber, wir haben weiter recherchiert und das Problem - hoffentlich - gefunden. Unter der Sitzbank in der Küche habe ich den Holzboden aufgetrennt und entfernt. Dazu musste zuerst eine oszillierende Säge gekauft werden. Die Distanz zwischen dem Schiffsrumpf und dem Holzboden beträgt hier lediglich 1 cm. Da nimmt man die herkömmliche Stichsäge besser nicht zur Hand. Das Resultat könnte rasch "mehr Wasser im Boot" sein. Am Heck auf der Steuerbordseite ist der Polyester defekt. Hier wurde bereits vor unserem Kauf vor 19 Jahren repariert. Das Leck befindet sich genau an der Stelle, an der während der letzten 7 1/2 Monate im Trockenen die Stütze angebracht war. Der Druck an der reparierten Stelle könnte die Ursache sein. Wahrscheinlich ist an dieser Stelle bereits früher Wasser eingedrungen. Die unterlegten Bretter waren auf alle Fälle recht angefault.  Um zu überprüfen, ob es noch eine weitere Rinnstelle gibt, haben wir eine "Umleitung" des Wassers konstruiert (3. Bild). Damit fliesst das Wasser via die Heckkiste direkt in die Cale. Sollte also weiterhin Wasser in den Motorraum fliessen, hätten wir effektiv eine weitere Rinnstelle. Am Abend ist der Motorraum trocken - ein gutes Zeichen. 

Geplant ist jetzt, dass wir am Montag das Wasser verlassen und die defekte Stelle mit Polyester reparieren lassen. Schaun wir mal ob das klappt. In den letzten 3 Tagen haben wir unsere Planung schon bald stündlich angepasst. Es würde mich also nicht erstaunen, wenn dann wieder alles anders ist.


11. 06. 2021, Savoyeux

Heute war in ersten Linie putzen angesagt. Innen und aussen war das nach der langen Abwesenheit dringend nötig, den Dreck zu entfernen. 

Zum Leck:

Eigentlich haben wir beschlossen, heute den JLB wiederum ins Trockene zu bringen. Während der Nacht habe ich nämlich mehrmals Wasser abgesaugt. Wir hatten sogar die Equipe zum Auswassern organisiert. Am späten Nachmittag sollte die Aktion starten. Gegen Mittag hat sich die Menge des nachfliessenden Wassers verringert. Die Durchführung zum Ruderblatt blieb sogar ganz trocken! In der Diskussion mit Romain und Jean-Claude hat sich folgendes Szenario herauskristallisiert. In den Monaten April und Mai hat es in der Region extreme Niederschläge gegeben. Es könnte also durchaus sein, dass Regenwasser eingedrungen ist und sich in den nichtzugänglichen Abteilungen unter dem Küchenboden Wassertaschen gebildet haben - Wasser, das jetzt durch das Bewegen des Bootes abgeflossen ist. Im Moment beobachten wir die weitere Entwicklung der Situation. Sollte trotz allem - wie zuerst vermutet - Wasser aus dem Fluss eindringen, können wir uns immer noch am Montag ins Trockene verschieben. Wieder einmal "Affaire à suivre".


10. 06. 2021, Savoyeux

Nach ca. 7 1/2 Monaten haben wir heute wieder eingewassert. Eigentlich machen wir das im März, Corona macht aber bekanntlich alles ein wenig anders.

Das Einwassern hat auf Anhieb geklappt. Kompliziert wurde es dann am Nachmittag. Nach dem Einkaufen stellen wir fest, dass sich die Bilge mit Wasser füllt. Obwohl die Bilgenpumpe zusammenlaufendes Wasser automatisch auspumpt, ist Wasser in der Bilge grundsätzlich ein schlechtes Zeichen. Die erste Annahme, dass ein für kurze Zeit unverschlossener Ablaufhahn im Motorraum beim Wasser einfüllen die Ursache ist, erweist sich schon bald als falsch. Trotz regelmässigem Abpumpen und Absaugen, rinnt ständig Wasser nach und das nicht wenig. Pro Stunde: 6 - 7 Liter! Fazit: Wir haben ein Leck! Im Moment haben wir zwei Vermutungen. Die Die Befestigungsschrauben der Scheuerleiste an der Backbord-Seite sind jetzt definitiv durchgerostet - oder - wir haben im Heckbereich, ebenfalls Backbord, eine Beschädigung im Polyester. Zudem ist der Durchgang der Ruderführung undicht, hier tritt ebenfalls Wasser ein. Damit es im Motorraum nicht auch jedesmal nass wird, heisst es jetzt alle 1 1/2 Stunden aufstehen und den Wassersauger in Betrieb nehmen. Das wird eine unruhige Nacht...

Morgen sprechen wir uns dann mit der Technik im Hafen ab. Wahrscheinlich heisst das für uns: Auswassern, Leck suchen und von aussen reparieren. 


9. Juni 2021, Savoyeux

Nach 7 1/2 Monaten sind wir heute wieder einmal nach Frankreich gereist. Genau ab dem heutigen Datum ist nämlich die Einreise für Geimpfte erlaubt. Wir nähern uns also in Vallorbe dem Grenzübergang - ausgerüstet mit Impfausweis und Impfbestätigung - und dann... kein Mensch am Zoll zu sehen. Wären wir ungeimpft vorgefahren, ich wette man hätte uns kontrolliert. 

Kurz vor Pontarlier wird aktuell der Bahnübergang umgebaut - Route barrée. Da die Franzosen es mit den Beschilderungen nicht immer so genau nehmen und auch schon mal ein Schild stehen bleibt, auch wenn die Baustelle längst abgeschlossen ist, haben wir die "Déviation" bewusst oder auch unbewusst ausgeblendet. Und zwar genau so lange, bis dann effektiv massive Absperrgitter jedes Weiterkommen verhindert haben. Unser GPS hätte uns jetzt eine Umleitung anzeigen können. Die Betonung liegt auf "hätte". Obwohl wir so ein Gerät besitzen konnten wir es heute nicht einsetzen. Es ist nämlich zu Hause liegen geblieben. Wir hätten also ein weites Stück zurück in Richtung Vallorbe fahren müssen, um den Startpunkt der Déviation zu finden, was uns effektiv gegen den Strich ging. Ein freundlicher Franzose hat uns dann auf unsere Nachfrage hin eine Abkürzung durchs Gelände erläutert. 

Fazit: Schilder beachten und GPS mitnehmen

Der JLB steht noch an seinem Platz. Allerdings misst die Gras-Höhe ca. 1m. Ob wir morgen ins Wasser kommen ist noch alles andere als sicher. Vor uns liegt nämlich ein anderes Boot und damit kann uns Traktor und Anhänger gar nicht erreichen. 

Corona Mai 2021

02. Mai 2021

Mittlerweile steht der Kalender für das "Déconfinement" in Frankreich. Die nebenstehende Darstellung zeigt, welche Massnahmen zu welchem Zeitpunkt gelockert werden. 

Für uns massgebend ist der drittletzte Punkt und die Erklärung des "pass sanitaire" - ganz unten. 

Es trifft jetzt dass ein, was ich bereits vor einem Jahr (siehe auch Blog vom 8. Februar) prophezeit habe: Der Impfpass wird wichtiger als die ID, um die Grenze zu passieren. 

Da wir nächstens die zweite Impfung erhalten, sollte für uns ab dem 9. Juni 2021 die Grenze nach Frankreich auch ohne negativen PCR-Test möglich sein. Das jeweilige Organisieren eines Tests hätte für jede Einreise einen erheblichen Mehraufwand mit sich gebracht. Nur für ein Wochenende hätte sich das Ganze also auf keinen Fall gelohnt. 

Wann wir in diesem Jahr effektiv einwassern können ist im Moment noch völlig unklar. Da wir aber ab dem Sommer beide in Rente sind, nehmen wir uns die nötige Zeit und sind in diesem Jahr nicht darauf angewiesen, spätestens Mitte August wieder am Arbeitsplatz zu sein... ;-))

Corona April 2021

11. April 2021 (Fallzahlen)

Ob wir uns in einer dritten Welle befinden oder nicht ist nach wie vor nicht ganz klar. Die nebenstehende Graphik zeigt seit März wieder ansteigende Fallzahlen. Im April 2021 stabilisieren sich die Zahlen. Einerseits sind jetzt die Impfungen auf dem Vormarsch, andererseits könnten die wärmeren Temperaturen eine Rolle spielen. In der Schweiz sind die Restaurants im Moment immer noch geschlossen. Ansonsten sind die Einschränkungen bei uns wesentlich geringer als im umliegenden Ausland. In Frankreich z.B. gilt bis Anfangs Mai weiterhin eine totale Sperrung inkl. einer Ausgangssperre von abends 19.00 Uhr bis 06.00 Uhr morgens. Da können wir uns in der Schweiz noch glücklich schätzen. Trotzdem gibt es eindringliche Forderungen aus Wirtschafts- bzw. Gastronomiekreisen, die sofortige Lockerungen der Einschränkungen fordern. In mehreren Städten finden laufend Demonstrationen statt, die den Forderungen nach Lockerung Nachdruck verschaffen sollen. Vor allem junge Menschen wollen sich den Schutzkonzepten nicht mehr unterordnen. 


11. April (Impfungen)

Die Impfungen sind angelaufen. Die nebenstehende Graphik zeigt den Stand der geimpften Bevölkerung in der Schweiz. 

Sehr weit sind wir noch nicht gekommen. Andere Länder sind wesentlich weiter - z.B. Israel. Über 50% der Bevölkerung ist bereits geimpft und die Rückkehr zu einem normalen Leben nimmt konkrete Formen an. 

In der Schweiz fehlt es am benötigten Impfstoff. Ab April soll sich die Situation verbessern. 

Letztendlich wird dann die Impfbereitschaft der Bevölkerung ausschlaggebend sein. Bedingt durch die mutierten Virusvarianten wird laut Aussagen von Spezialisten eine Herdenimunität von über 80% notwendig sein, um die Verbreitung des Virus zu stoppen. 

In der Zwischenzeit "studiert" das BAG am elektronischen Impfausweis. Dieses Tool wird ein wichtiges Instrument sein, um Grenzen zu passieren oder um an einer Veranstaltung teilzunehmen. Das BAG hätte jetzt ein Jahr Zeit gehabt, sich mit der EU abzusprechen und gemeinsam nach einer vernünftigen Lösung zu suchen. Ich bin mir nicht so sicher, ob sich die Verantwortlichen zu einer Zusammenarbeit durchringen können und nicht typisch schweizerisch einmal mehr eine helvetische Lösung "basteln". 


Corona Februar 2021

8. Februar 2021

Das Jahr 2021 hat begonnen wie das Jahr 2020 endete. Wir befinden uns in der zweiten Welle. Corona ist allgegenwärtig und wird uns noch einige Zeit beschäftigen. In der Zwischenzeit sind zwar die Impfungen angelaufen, verschiedene Anbieter haben ihren Impfstoff auf den Markt gebracht. Die Restriktionen sind aber weiterhin aktiv, da vor allem mutierte Viren massiv ansteckender sind. 

Die nebenstehende Grafik zeigt, dass die zweite Welle - so wie von den Experten prophezeit - stärker ist als die erste. 

Im Moment ist nicht daran zu denken, nach Frankreich zu fahren. Alle Länder schotten sich wiederum ab. Von Mobilität wird überall strikte abgeraten. An den Grenzen werden die verschiedensten Massnahmen umgesetzt. So verlangen z.B. die Franzosen einen negativen PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist. Wer in einer Kontrolle ohne die notwendigen Papiere erwischt wird, dem drohen saftige Bussen. 

Vorläufig heisst es also abwarten und darauf hoffen, dass sich die ganze Sache stabilisiert und die Fallzahlen bedingt durch die Schutzmassnahmen und die Impfungen weiter rückläufig sind. WANN man sich impfen lassen kann hängt ganz von der Lieferung der Impfdosen ab. OB man sich impfen lässt, sei jedem selber überlassen. Sicher ist, es wird schon bald Länder geben, die bei der Einreise analog zu unserem Hund - da ist es die Tollwutimpfung - die Covidimpfung verlangen. Ein negativer PCR-Test wird bereits jetzt verlangt. 


Herbstferien 2020


23. Oktober 2020, Savoyeux

Kurz nach 9.00 Uhr liegen wir am Ponton zum Auswassern bereit. Dieses Jahr benötigen wir "nur" zwei Versuche, um aus dem Wasser zu kommen. Der Grund: Da die Saône etwas weniger Wasser führt, war der hölzerne Aufbau - siehe auch Blog von gestern - zu hoch. Also musste zuerst ein kleinerer Holzblock her. Anschliessend hat alles ohne Probleme funktioniert. 

Bis am Mittag erledigen wir die letzten Einwinterungsarbeiten und verlassen dann Savoyeux in Richtung Schweiz. Die 14 Tage Herbstferien sind damit bereits Geschichte. Es war wenig los auf der Saône. Covid wird wohl der Grund sein. In der ersten Woche waren die Temperaturen für die Saison eher kühl. Die zweite Woche war zwar wesentlich wärmer, wurde aber von starken Windböen aus Süd-West begleitet. 

Kurzes Fazit zur Saison 2020: 

Das Corona-Virus hat im Jahr 2020 so ziemlich alles beeinflusst. Das Einwassern erfolgte - bedingt durch das französische Confinement - erst am 15. Juni. Masken tragen, Abstand halten und Hände waschen sind die Grundlagen, die uns während der ganzen Saison begleitet haben. Trotz aller Massnahmen steigen ab Mitte Oktober 2020 die Fallzahlen weltweit explosionsartig. Die Schweiz entwickelt sich zu einem der europäischen Spitzenreiter (23. Oktober 2020: 6634 neu Infizierte in der Schweiz). Spitzenreiter unter den Kantonen ist das Wallis (1190 Infizierte pro 100'000 Einwohner in 14 Tagen). 

 


22. Oktober 2020, Savoyeux

Heute war vor allem "Aufräumen" angesagt. Zur Illustration der verschiedensten Arbeiten am Ende der Saison dient an dieser Stelle der Aschesauger. Die Reinigung der beiden Kamine braucht es ca. einmal im Jahr. Mittlerweile haben wir eine gute Routine entwickelt und kommen ohne grosse Russwolke im ganzen Boot über die Runden. 

Das zweite Bild zeigt den extra für uns vorbereiteten Transportanhänger. Die beiden Holzklötze braucht es nämlich nur für das Aus- bzw. Einwassern eines Snaily. Morgen vormittag ist es soweit. Die Saison 2020 endet diesmal bereits nach 4 1/2 Monaten. In einem Jahr ohne Corona liegen wir ca. 8 Monate im Wasser.  


21. Oktober 2020, Gray - Savoyeux

Die Temperaturen sind stark angestiegen. Heute morgen zeigte das Thermometer 15 Grad. Der Süd-West-Wind bläst wieder sehr stark. Das Anlegen für die Mittagspause, längsseits und gegen den Wind war dann auch ein spannendes Manöver.

Eine spezielle Aktion ergab sich bei der Ausfahrt aus dem Tunnel Savoyeux. Ein Wildschwein übt sich im "Schwimmen"! Wahrscheinlich ist der arme Kerl beim Tunnelausgang ins Wasser gefallen und musste dann den gesamten Bereich der Ausfahrt - ca. 300 Meter - schwimmend zurücklegen. Wir haben die Fahrt verlangsamt, um den "Schwimmer" nicht zu stressen. Sobald es ihm wieder möglich war, das Ufer zu erklimmen, hat er ganz rasch das Weite gesucht - siehe Videoclip.


20. Oktober 2020, Gray - Camping Gray

Der Tag beginnt mit einem blutroten Himmel. Für ein paar Minuten haben wir heute morgen ein Morgenrot erlebt, das sich gewaschen hat. 

Eigentlich wollten wir heute zurück bis nach Savoyeux. Dem war dann aber gar nicht so. Beim Camping in Gray sind wir nach einer Schleuse und ca. 1 km Strecke "hängen" geblieben. Einerseits gefällt uns die Anlegestelle, andererseits machen heute die extremen Windböen das Navigieren nicht sehr angenehm. Wir haben also alle beweglichen Teile gut festgebunden und ein zusätzliches Tau befestigt. Das sollte trotz allem für eine ruhige Nacht reichen. 

Der Kaminhut des Ofens in der Küche hat sich nicht mehr gedreht wie er sollte. Für diesen Fall heisst es dann, die ganze Mechanik auseinander bauen, reinigen, einfetten und wieder montieren.

Noch ein Wort zum letzten Bild. Wer genau hinschaut, stellt fest, dass der linke Bügel an der Brille fehlt. Die Geschichte dazu: Als ich gestern abend hinter dem Schrank den Stecker  einer Stehlampe gesucht habe, bat ich Marianne, für mich kurz die Brille zu halten. Et voilà - der Bügel war ab! Kein Kommentar... ;-))


18. und 19. Oktober 2020, Gray

Am Sonntag und Montag sind wir in Gray liegen geblieben. Jean-Pierre und Francine sowie Ueli und Christine haben uns am Sonntag bzw. am Montag einen Besuch abgestattet. 

Das Wetter hat sich im Gegensatz zur letzten Woche verbessert. Es ist zwar kalt am Morgen (jeweils 2 - 3 Grad) aber bereits am Vormittag zeigt sich die Sonne. Hier ein paar Impressionen der letzten zwei Tage.


17. Oktober 2020, PK 301 - Gray

Eigentlich war für den heutigen Tag etwas mehr Sonne angesagt. Dem war gar nicht so. Es blieb während des ganzen Tages bedeckt. 

Die erste Arbeit am Morgen besteht in der Reinigung des Kühlwasserfilters. Bedingt durch die weitverbreiteten "Wasserlinsen" füllt sich dieser jeden Tag. Ohne Reinigung würde mit der Zeit der Durchfluss des Kühlwassers vollständig verhindert und das bekommt unserem Diesel gar nicht.

An der Schleuse Rigny fotografieren wir die "Bouée de Sauvetage" und das Verbotsschild für Hunde. Was jetzt? Hunde werden im Notfall also nicht gerettet... ;-))

An der Schleuse in Gray ist die Ausfahrt mit Fahrrädern in den Nationalfarben der France dekoriert. Sinn und Zweck haben wir noch nicht herausgefunden. Seit diesem Sommer gibt's in Gray auch wiederum ein Ausflugsschiff - "L'Audacieux" als Elektroversion. 

Am Nachmittag bekommt der Anker noch einen neuen Farbanstrich. Nach bald 20 Jahren war das notwendig.


16. Oktober 2020, Soing - unterhalb der Brücke nach Autet (PK 301)

Kurz vor Mittag verlassen wir Soing. Es ist kühl, vor allem bedingt durch die Bise. In Savoyeux füllen wir unsere Holz- und Wasservorräte auf. Die Wetterprognosen versprechen zwar wärmere Temperaturen für die kommende Woche aber uns ist es lieber, genügend Heizenergie mitzuführen. 

Anschliessend fahren wir weiter in Richtung Süden und suchen uns einen Platz für die Nacht. In der Schleuse Savoyeux fliesst das Wasser aus allen Spalten und Ritzen. Hier wäre etwas Unterhalt sicher angebracht. 

Marianne hält schon lange Ausschau nach einem Stück Schwemmholz, um damit unser Fenstersims zu Hause zu dekorieren. Auf dem Schwimmponton unterhalb der Schleuse sind wir fündig geworden. Schauen wir mal, ob es das richtige Stück ist - ansonsten gibt's Brennholz. 

Nachdem wir angelegt haben, laufen zwei Rinder auf dem Treidelweg an uns vorbei. Unsere Vermutung, die beiden sind ausgebüxt und gehören sicher nicht hierher. Kurz darauf bestätigt sich der Verdacht. Die beiden laufen wiederum an uns vorbei - diesmal in die andere Richtung und in Begleitung des Landwirts. Bis sie dann wieder auf der umzäunten Wiese standen verging einige Zeit. Die Viecher haben sich standhaft geweigert, die gewonnene Freiheit freiwillig aufzugeben. 


15. Oktober 2020, Port s. Saône - Soing

Die Temperaturen sinken - mittags hat es keine 10 Grad. Die Covid-Fallzahlen steigen - die Schweiz meldet 2600 neue Infizierte. Die Massnahmen sollen nächstens verschärft werden. Die Regelungen sind je nach Kanton (noch) unterschiedlich und der Bund will im Moment keine dringlichen Empfehlungen abgeben - eine Folge des föderalistischen Systems in der Schweiz. Sollten die Zahlen weiter steigen, und das werden sie mit Sicherheit, wird der Bund wiederum vermehrt zentrale Regelungen erlassen müssen. 

Heute haben wir in Port s. Saône umgedreht. Es geht zurück in Richtung Süden. 

Das heutige Mittagessen war in ersten Linie gesund. 

Der Nordeingang des Tunnels "St. Albin" wird seit geraumer Zeit saniert. Es ist auch dringend notwendig, dass VNF hier ein paar Euros investiert. 

Die gelegentlichen Schleusen sind nach wie vor in Betrieb, obwohl überhaupt kein Höhenunterschied mehr zu überwinden ist. Die beiden Fotos zeigen, dass während des gesamten "Schleusenvorgangs" beide Tore eine handbreit offen sind. Da hat bei VNF wohl einer vergessen, die Schleuse ausser Betrieb zu nehmen. 

In Soing treffen wir auf eine altbekannte Situation. Das Mietboot auf dem letzten Bild benötigt fast die gesamte Länge des Anlegestegs. Wir quetschen uns mit der knapp halben Bootslänge hinter den Mieter. 

 


14. Oktober 2020, Scey s. Saône - Port s. Saône

Das Wetter ist heute wesentlich besser. Bereits ab dem Morgen zeigt sich die Sonne. Unsere Panels tun wieder einmal das, wofür wir sie ständig mitschleppen. 

Bei der Ausfahrt aus der Schleuse Port s. Saône weiden im kleinen Wildpark mehrere Dammhirsche und zwei Lamas. 

Auf dem dritten Foto ist in Rot ein grösserer Busch markiert. An dieser Stelle haben wir vor 28 Jahren die erste Nacht auf dem Hausboot verbracht. Eigentlich wollten wir die Schleuse rechts im Bild noch passieren, waren aber zu spät. Den Busch hat's damals noch nicht gegeben... ;-))

Ab dem Mittag liegen wir am Quai von Port s. Saône. Es ist wenig los. 3 - 4 Mietboote fahren an uns vorbei. Heute ausnahmsweise einmal alle in sehr gemächlichem Tempo. 


13. Oktober 2020, Traves - Scey s. Saône

Es ist merklich kühler geworden. Um 08.00 Uhr zeigt das Thermometer gerade mal 3 Grad. Während der Herbstferien hatten wir es schon wesentlich wärmer. Auf der Saône ist sehr wenig los. Ein einziges Mietboot habe wir vor der Schleuse St. Albin gekreuzt. Ob die geringe Navigation auf die kühlen Temperaturen oder ev. auf die Covid-Situation zurückzuführen ist, können wir nicht sagen. Am Abend liegen wir im alten Hafen von Scey s. Saône - ganz alleine. 

Vor 28 (!) Jahren haben wir bei der damaligen Bootsvermietung "Rive de France" unser erstes Hausboot gemietet. Wer hätte damals gedacht, dass wir ca. 3 Jahrzehnte später immer noch auf Flüssen und Kanälen in Frankreich unterwegs sind - und 2020 sogar mitten in einer Pandemie inkl. Masken tragen, Abstand halten und regelmässigem Hände desinfizieren - Niemand!!


12. Oktober 2020, Soing - Traves

Der Tag startet kühl aber trocken bei 8 Grad. Die Sonne zeigt sich erst am Nachmittag. Gegen 10.00 Uhr verlassen wir Soing. Marianne macht ein paar Fotos, filmt und spaziert dann mit Eira zu Fuss zur Schleuse Soing. Ich nehme die Rückfahrt zur Derivation in Angriff und lade die beiden an der Schleuse wieder auf. An der Schleuse Curby fotografieren wir beim Hochschleusen den schwarzen Kater. Dieser machte absolut keine Anstalten, sich von der Stelle zu bewegen. Viel mehr harrte er der Dinge, die da passieren. An dieser Stelle fährt man nämlich normalerweise ohne anzuhalten durch das Schleusenbecken. Im Gegensatz zu demselben Schleusentyp in der Derivation von Ray s. Saône, den wir vor zwei Tagen passiert haben, betrug diesmal die Hubhöhe 0 ("Null") Zentimeter. 

Ab Mittag liegen wir in Traves. Es ist wenig los. Eine einziges Mietboot liegt am Steg. Während des ganzen Tages haben wir kein einiges Boot gekreuzt. Unser Aufenthalt en France gleicht zudem im Moment fast einer Covid-bedingten Quarantäne. Seit der Abfahrt in Savoyeux haben wir keine Menschenseele gesehen geschweige denn Kontakt zu jemandem gehabt - geht auch... ;-))


11. Oktober 2020, Soing

Der Tag beginnt regnerisch mit einer Temperatur von 4 Grad. Die Wettervorhersage stimmt also. Mit etwas Holz in den Öfen ist dem Umstand aber rasch abzuhelfen. 

Auf dem zweiten Bild steht nebst der Uhrzeit in der Mitte, die Raumtemperatur und ganz unten die Temperatur des Vorlaufs in der Zentralheizung. Bedingt durch den kleinen Raum ist es schon kurz nach dem Einheizen angenehm warm. 

Ansonsten haben wir heute nicht viel gemacht, ausser viel herumliegen und lesen. 


10. Oktober 2020, Savoyeux - Soing

Am Vormittag verlassen wir Savoyeux in Richtung Soing. Das Wetter zeigt sich von der veränderlichen Seite. Am Nachmittag scheint die Sonne, es ist aber deutlich kühler geworden. Wir heizen. 

Heute haben wir die Schleuse mit dem wohl niedrigsten Höhenunterschied passiert, und zwar in der Derivation von Ray s. Saône. Es waren gefühlte 3 cm! Normalerweise ist diese Schleuse nicht in Betrieb. Sie wird nur aktiviert, wenn der Wasserpegel der Saône ansteigt. Heute war der Wasserspiegel offensichtlich etwas höher als üblich. 

In der Region von Charantenay haben wir ausgedehnte Felder von "Wasserlinsen" durchquert. Die Dinger füllen uns den Filter des Kühlsystems. Vor der Weiterfahrt müssen wir diesen intensiv reinigen.


9. Oktober 2020, Savoyeux

Wir sind im Hafen liegen geblieben. Das hätte es vor 20 Jahren nie gegeben. Aber es eilt uns ganz und gar nicht.

Heute haben wir unsere Holzvorräte auf dem Boot aufgefüllt, denn in den nächsten Tagen soll es kühler werden. Gut verpackt in zwei Polyesterkisten bleibt der Brennstoff schön trocken. Das Holzlager befindet sich in Savoyeux im Remise von Dany und Jacques. Das ist für uns eine sehr gute Lösung, da wir ein Ster Holz gar nicht auf dem Boot mitführen, geschweige denn trocken lagern könnten. 

Die Corona-Infektionen in der Schweiz steigen weiter an - wie übrigens in ganz Europa. Heute waren es 1487 Neuansteckungen. 


8. Oktober 2020, Savoyeux

Wir reisen für die Herbstferien nach Savoyeux. Mit 12 - 13 Grad ist die Temperatur angenehm für die Jahreszeit. Unser "Petit Gaudin" verbreitet wohlige Wärme. 

Da wir vor 3 Wochen alles eingewintert haben, dauert die Wieder - Inbetriebnahme etwas länger als üblich. 

Die Wetterprognose für die kommende Woche verkündet etwas kühlere Temperaturen. In der zweiten Ferienwoche soll es dann wiederum wärmer werden. 

Über die Reiseroute sind wir uns noch vollständig im Unklaren. Wir lassen uns überraschen, wohin uns Wetter, Temperatur, Wasserstand und nicht zuletzt Lust und Laune verschlagen werden. Im Herbst kann es nämlich vorkommen, dass bis Mittag dicker Nebel jegliche Navigation verunmöglicht. 


Covid-19-Situation (Stand 7. Oktober 2020)

Die Fallzahlen steigen wieder. Heute wurden in der Schweiz  1077 Infektionen gezählt. Über den Grund des Anstiegs ist man sich nicht im Klaren. Nach den fallenden Zahlen vor drei Wochen kann über den jetzigen Anstieg nur spekuliert werden. Die Massnahmen werden von diversen Kantonen verschärft. Die umliegenden Länder reagieren ebenfalls auf steigende Infektionszahlen. Italien führt die Maskenpflicht auch im Freien ein! Die BAG-Liste der Länder mit Quarantäne-Pflicht bei der Einreise in die Schweiz wird lang und länger.  

Wer aus Frankreich in die Schweiz einreist, muss für 10 Tage in Quarantäne. Ausgenommen sind die grün eingezeichneten Grenzregionen. Savoyeux gehört zur Region Bourgogne-Franche-Comté und damit zur Grenzregion. Wenn es keine Überraschungen gibt, sollten wir die Herbstferien ohne anschliessende Quarantäne über Bühne bringen. Affaire à suivre. 

PS: Der blonde Alte aus den USA hat sich in der Zwischenzeit auch infiziert und musste hospitalisiert werden. Die Auswirkungen auf den laufenden Wahlkampf sind im Moment noch nicht absehbar. "Gelernt" hat er rein gar nichts. Er verhält sich nach der Rückkehr ins Weisse Haus genau so unbelehrbar wie vorher und bezeichnet sich als den grossen Helden, der das Virus besiegt hat. Sein einziges und oberstes Ziel ist die Wiederwahl am 3. November. Wie es seinem Volk geht in der Krise, scheint ihn überhaupt nicht zu interessieren. 


Savoyeux und Umgebung 10. 09. - 13. 09. 2020

PK 291 - Unterhalb Savoyeux en Sauvage

Das Wetter zeigt sich von der angenehmen Seite. Während des Tages steigen die Temperaturen zwar gegen 30 Grad,  in der Nacht kühlt es bis auf 12 - 13 Grad ab. Der Morgen beginnt bereits herbstlich mit ein paar Nebelschwaden. 

Wir nehmen es gemütlich und verschieben uns bloss ein paar Kilometer gegen Norden. Dabei treffen wir wie üblich auf "Mieter - Rowdies": Keine Ahnung vom Schleusen, dafür aber mit Vollgas an allem und allen vorbei. 

Die Sonnenaufgänge bzw. -untergänge sind im Herbst besonders farbig. 

Zum Schluss des heutigen Tages gibt's noch einen Spaziergang der Saône entlang.

Morgen heisst es dann wieder alles einwintern und zugleich hoffen, dass sich die Corona-Situation nicht massiv verschlechtert. Während unserer Aufenthalte in Frankreich sind wir auf dem JLB so gut wie in Quarantäne. Aber was nützt uns das, wenn die Schweiz trotz allem plötzlich die Grenzregion "Bourgogne - Fanche - Comté" auf die Liste der Risikogebiete setzen sollte. 


Savoyeux - Rigny - PK 291

Heute hat der Bundesrat entschieden, wie es mit Frankreich in Sachen Quarantäneliste weitergehen soll. Die Neuerungen treten ab Montag, 14. September 00:00 Uhr in Kraft. Fazit: Nicht ganz Frankreich kommt auf die Liste. Die Grenzregionen zur Schweiz werden ausgenommen. Im Bild sind das die grün eingezeichneten Gebiete. Das ist sehr gut für uns. Wird nicht "unsere" Grenzregion (Bourgogne-Franche-Comté) zum Hot-Spot, sollten wir auch weiterhin von der  Quarantäne verschont bleiben. 

Zum Mittagessen haben wir uns mit Lachs und Salat verköstigt. Viel gesünder geht nicht. 

Unterwegs treffen wir immer wieder auf sonderbare Bootsfahrer. Der Mieter auf dem 4. Foto hat doch tatsächlich für die Mittagspause mit dem Heck zum Flussufer festgemacht. Die Leute haben irgendwie immer Glück. Würden WIR in dieser Art anlegen hätten wir sicherlich Steine, Gestrüpp oder sonstigen Unrat in der Schraube. Die Navigations-Welt ist ungerecht... ;-))

Vor dem Fluttor in Rigny legen wir uns am Nachmittag in den Schatten. Ich radle die restlichen 5 - 6 km nach Gray, um in der Apotheke Aprés-Soleil für Livia zu besorgen. Dabei soll es sich um ein Wunderprodukt handeln, dass es nur en France gibt. 

Nach dem Apothekenbesuch drehen wir um und suchen uns für die Nacht ein Plätzchen im Grünen. Beim Punkt 209 finden wir die geeignete Stelle: Ruhige Lage, genügende Wassertiefe.


Savoyeux 10. 09. 2020

Für ein weiteres Wochenende in der unsicheren Corona-Zeit sind wir en France. Die Unsicherheit besteht darin, dass Frankreich eigentlich seit einiger Zeit laut den Schweizer Grenzwerten auf die Quarantäne-Liste gesetzt werden sollte (135 Infektionen pro 100`000 Einwohner in Frankreich - Grenzwert der Schweiz: 60 pro 100`000 Einwohner). Bisher zögert der Bundesrat. Die grosse Anzahl der Grenzgänger, welche die Schweizer Wirtschaft in der Romandie am Laufen halten will man den Unternehmungen nicht entziehen. 

Die Anreise erfolgt wie üblich via Vallorbe. Auf den Strassen ist sehr viel los. 

Kaum angekommen, haben wir auch schon wieder "Baustelle". Im Moment wintern wir unser Boot nach jedem Aufenthalt jedesmal vollständig ein, da wir wie oben beschrieben schlecht abschätzen können, wie sich die Corona-Situation weiter entwickelt. Damit Boiler und Tanks einfacher entleert werden können, habe ich eine zusätzliche Pumpe installiert über die sämtliches Wasser einfach abgepumpt werden kann - das ist der Grund für die "Baustelle". 

Morgen verziehen wir uns für's Wochenende ins Grüne und zwar dort, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen... ;-))


Corona Zwischenbericht

1. September 2020

Seit Mitte Juni steigen die Infektionszahlen wieder an. In der zweiten Hälfte August waren es regelmässig um die 300 in der Schweiz. Der Präsenzunterricht hat mit Maskenpflicht für alle Berufsschüler gestartet und seit dem 31. August gilt im ganzen Kanton Maskenpflicht in allen Geschäften.

Die Schweiz hat bereits vor einiger Zeit die sog. "Quarantäneliste" herausgegeben. D.h. Länder in denen die Infektionszahlen pro 100000 Einwohner über 60 steigen, werden auf die Liste gesetzt. Wer dann aus einem dieser Länder zurückkehrt muss in der Schweiz für 10 Tage in Quarantäne. Seit ca. 10 Tagen übertrifft Frankreich diesen Wert! Im Moment - am 1. Sept. - zögert die CH-Regierung noch, ein angrenzendes EU-Land auf die Liste zu setzen. All die franz. Grenzgänger in der Westschweiz sind für die Schweiz wirtschaftlich wichtig. Die Kantone im Westen wehren sich und verlangen, dass nur besonders betroffene Regionen wie Paris oder der Süden um Marseille quarantänepflichtig werden. Sollte ganz Frankreich auf der Liste landen wird für uns der Aufenthalt für ein Wochenende nicht mehr möglich sein. Die Schulleitung würde sich gar nicht "freuen", wenn ich quarantänebedingt für 10 Tage den Präsenzunterricht nicht abhalten könnte. Marianne ist ab heute offiziell in Rente und könnte damit locker die Quarantäne absitzen. Schaun wir mal, ob sie ev. alleine ins Burgund reisen möchte - ich glaube eher nicht... ;-))


Savoyeux 27. - 30. 08. 2020

29. August 2020, Savoyeux

Das Wetter zeigt sich von der trockenen Seite. Im Gegensatz zur Situation im Tessin gibt's hier im Moment keine grösseren Niederschläge. 

Wir nehmen es heute gemütlich. Der Tag beginnt mit 13 Grad, was uns ein wärmendes Feuer im kleinen Holzofen beschert. Am Nachmittag steigen die Temperaturen dann wieder auf 25 Grad.

Der Hafen in Savoyeux ist komplett voll. Einerseits sind viele Mietboote unterwegs, andererseits sind doch etliche Eigner in diesem Jahr gar nicht angereist und ihre Boot sind im "Winterschlaf" geblieben. 

Morgen geht's wieder nach Hause. Ich werde am Montag in die dritte Unterrichtswoche einsteigen, für Marianne beginnt am Dienstag den 1. September die Rentenzeit...;-)) 


28. August 2020, Savoyeux

Für ein kurzes Wochenende sind wir en France. Im Moment heisst es, flexibel sein. Frankreich könnte nämlich nächstens auf der Schweizer Quarantäne-Liste landen. Man denkt darüber nach, wie man die Quarantäne eines angrenzenden EU-Landes in der Praxis umsetzen könnte. Auf die abertausenden Grenzgänger sind wir in der Schweiz angewiesen. Wie man in der Praxis die Quarantäne umsetzten will, ist noch sehr unklar. Zudem gibt es in Frankreich Regionen, die vom Virus sehr schwach betroffen sind und solche in denen die Infektionen rasant zunehmen - z.B. Paris oder der Süden um Marseille. 

Eigentlich wollten wir ausfahren und uns irgendwo in die Natur legen. Diesen Plan haben wir  verworfen - es regnet in Strömen am Vormittag. Eira hat's gar nicht genossen. Regen d.h. Wasser ganz allgemein ist ihr ein Graus. Am Nachmittag bessert sich das Wetter, am Abend scheint sogar die Sonne. Wir bleiben im Hafen. 


Sommer 2020

5. August 2020, Savoyeux

Unsere Sommerreise neigt sich dem Ende entgegen. Wir müssen aufräumen, denn bereits nächste Woche startet wieder der Schulalltag - zumindest für den Schreibenden. Die mir Angetraute geht per Anfangs September in Rente... ;-))

Da man schlecht einschätzen kann, wie sich die Corona-Situation weiter entwickelt (Quarantäne, erneute Einschränkungen an der Grenze, usw. ), beschliessen wir, das Wasser aus dem Schiff zu entfernen und den Motor einzuwintern. Das bedeutet eine Stunde Arbeit, aber sicher ist sicher. 

Am Vormittag bin ich wie üblich mit dem Bike unterwegs. Da sieht man aller Gattung Bootsfahrer, die sich mehr oder weniger dämlich anstellen. Den heutigen "Fall" fotografierte ich auf der Schleuse "Charantenay". Da die Schleuse relativ hoch ist, hat man im Nachhinein auf ca. halber Höhe zusätzliche Poller in die Schleusenwand eingelassen. Diese erreicht man bei der Bergfahrt locker von unten. Die abgebildete Bootscrew hat ihre ganz eigene Methode. Während Monsieur auf der Schleusenmauer liegt, versucht ihm Madame mit dem Bootshaken das Seil zu reichen, damit er dieses von Hand und von oben über den Poller legen kann! Und das ganze Spielchen einmal für's Heck und einmal für den Bug. Viel komplizierter geht's nicht.

Morgen fahren wir nach Hause.

Kurzes Fazit des diesjährigen Sommers:

Strecke: 489 km, 51 Schleusen

Motor: 90 h

Roller: 183 km

Mountain Bike: 1040 km

Die Technik des JLB hat super funktioniert. Wir hatten keine nennenswerten technische Probleme. Einzig die Hydraulik der Steuerung leckt an einer Stelle etwas. Das werden wir bei Gelegenheit beheben. 

Das Wetter zeigte sich von der sehr schönen Seite. Regen gab es an lediglich 1 - 2 Tagen. Das führt dann aber auch zu entsprechender Trockenheit. Aus diesem Grund wurden denn im Laufe des Sommers mehr oder weniger alle umliegenden Seitenkanäle geschlossen. Drei Probleme machen dem Flusstourismus das Leben schwer: Wassermangel, verschlammte und mit viel Grünzeug verwachsene Kanäle und Häfen, mangelnder Unterhalt durch VNF. 

Bedingt durch Corona konnte die Saison erst Mitte Juni aufgenommen werden. Viele Mieter haben - durch grosszügige Rabatte gelockt - dann sehr kurzfristig ihr Boot gemietet. Auf der Saône war sehr viel los. Am Fahrstil der Mietboote hat sich nichts geändert. Solange es gerade aus geht, gibt man Vollgas. Beim Navigieren z.B. in einer Schleuse im man dann mit den Fahrkünsten rasch am Limit. 

Corona prägte den ganzen Sommer. In Frankreich gilt schon seit einiger Zeit Maskenpflicht - auch in allen Geschäften. Die Menschen halten sich sehr gut an die Vorgaben. Gewöhnungsbedürftig ist das Ganze trotzdem. 


4. August 2020, PK 299 - Savoyeux, 10 km, 1 Tunnel, 1 Schleuse

Heute war unser letzter Tag en Navigation. Am Vormittag fahren langsam in Richtung Savoyeux. Die Temperaturen sind mit 25 Grad sehr angenehm. Bereits morgen soll es aber wieder wärmer werden. 

Wir erledigen erste Aufräumarbeiten und schütten mal ein paar Liter Diesel nach. Auch wenn wir pro Stunde nur 1.5 Liter verbrauchen benötigt unser Reservoir von Zeit zu Zeit etwas Nachschub. Zudem ist heute Waschtag.

In der Schleuse Savoyeux haben wir die 4 VNF-Funktionäre im Bild festgehalten (im Hintergrund vor dem VNF-Fahrzeug). Offensichtlich ist ihr Arbeitstag nicht mit Stress belastet. Bereits während der Talfahrt von zwei anderen Booten uns während unserer Schleusung haben sie sich sehr ausgelassen unterhalten. Die beiden Schleusenfahrten dauern doch immerhin 25 - 30 Minuten. Nach schwerer Arbeit hat das gar nicht ausgesehen. 

Die johlende Crew auf dem letzten Bild kreuzen wir dann vor der Tunneleinfahrt. Ich plädiere sowieso dafür, dass man auch Mietboote kontrolliert - und zwar vor allem in zwei Bereichen: Alkohol am Steuer und Einhaltung der Geschwindigkeit bei Hafendurchfahrten und auf Kanälen. 


3. August 2020, PK 299, 0 km, 0 Schleusen

Ein weiteres Mal blieb unser Standort heute unverändert. Unser Liegeplatz ist ideal. Die Wassertiefe genau richtig für uns. Eira hat einen guten Auslauf und der Ort ist sehr ruhig - zumindest auf der Landseite.

Auf dem Fluss hat's heute ein wenig anderst ausgesehen. Viele Mietboote sind an uns vorbeigefahren. Und dann war da noch eine ganz spezielle Mannschaft unterwegs - die Truppe von VNF! Mit sehr hoher Geschwindigkeit "mussten" sie offensichtlich sehr rasch ihren Standort wechseln. Es hat pressiert. Der schwere Pousseur mit relativ viel Tiefgang verursachte dabei einen enormen Wellengang. Wären die VNF-Funktionäre in Sachen UNTERHALT auch so "rasch" zur Stelle, würde der Zustand der Kanäle und Flüsse wesentlich besser aussehen. 

Gegen Abend gibt's heute noch etwas Wasser von oben... das sollten wir während 2 Tagen in jeder Woche haben...!!


2. August 2020, PK 288 - PK 299, 11 km, 2 Schleusen

Gesten Abend lagen wir im Seitenarm der Saône, eine Stelle an der eigentlich keine Boote vorbeifahren - und trotzdem sind heute morgen bereits vor 8 Uhr zwei Mietboote wie die Berserker vorbeigebrettert!!!

Zum Mittagessen sind wir bei Francine und Jean-Pierre auf der Tabatha eingeladen. Besten Dank für die Einladung. Sie liegen im Moment etwas oberhalb von der Schleuse Vereux. 

Anschliessend fahren wir etwas weiter in Richtung Savoyeux. Wir üblich liegen wir "en Sauvage".


1. August 2020, PK 260 - PK 288, 28 km, 1 Schleuse

Eigentlich gibt es zum heutigen Tag nicht viel zu sagen - ausser, dass die Temperaturen hoch sind. Nach ein paar Einkäufen in Gray liegen wir im Seitenarm von Rigny unterhalb der Schleuse wiederum im Schatten. Das Thermometer zeigt 39 Grad. Es weht absolut kein Lüftchen. Die Batterien laden bei hohen Temperaturen ebenfalls weniger gut. Für die Sonnenpanels ist es ebenfalls zu heiss. Wir haben sogar das Gefühl, dass die Sendeleistung der Internetantennen unter der Hitze leiden. 

Während der Fahrt war es etwas angenehmer. Auf dem Fluss ist die Wahrscheinlichkeit für eine leichte Brise grösser. Das Gefährt auf dem Bild zwei wird hinter einem Boot hergezogen. Ob das ganze wirklich seetauglich ist - 4 Ölfässer und ein paar Holzplanken - entzieht sich unserer Kenntnis. 

Zum Mittagessen sind wir im "La Petit Fontaine" in Gray - coronabedingt auf der Terrasse. Wie immer hat's sehr gut geschmeckt. 

Für die nächsten 2 - 3 Tage sind kühlere Temperaturen angesagt. Bereits ab Mitte der Woche soll's aber wieder einen Temperaturanstieg geben. 


31. Juli 2020, 0 km, 0 Schleusen

Wir liegen immer noch an unserem schattigen Platz. Das ist auch nötig. Die Temperaturen steigen kontinuierlich. Unser Thermometer misst 32.5 Grad im Schatten - und das mit dichtem Wald im Hintergrund. 

Auf dem ersten Bild ist unsere "Klimaanlage" zu sehen. Vor allem während der Nacht bläst der Ventilator frische Luft in die Kabine.

Wir stellen fest, dass es in diesem Jahr viele fliegende Viecher gibt. Vor allem grosse Fliegen und Wespen ärgern uns intensiv. Wir wehren die Viecher mit unserer Geheimwaffe ab - siehe Bild zwei. Dabei ist die Begrüssung wichtig: "Salut les mouches". Dasselbe gilt auch für die Wespen. Diese kommen ebenso "flach" heraus wie die Fliegen!

Beim morgendlichen Spaziergang stellen wir fest, dass die Forststrasse ca. 2 km schnurgerade in den Wald reicht und dann ganz abrupt endet. 

Am Mittag kommen Danny und Jacques vorbei. Gemeinsam essen wir zu Mittag. Den Nachmittag verbringen wir mit viel französischer Konversation und dem Bad in der Saône. 

Morgen gehts weiter in Richtung Savoyeux. Die Meteorologen verkünden leicht sinkende Temperaturen. 


30. Juli 2020, PK 260 0 km, 0 Schleusen

Wie bereits gesagt, bleiben wir für die nächsten Tage an unserem Platz im Schatten. Die Temperaturen werden weiter steigen. Für den morgigen Freitag sprechen die Meteorologen von 39 Grad. Bei uns im Schatten wird's etwas weniger sein. 

Eira erhält jetzt ihr Futter auf auf der Dachterrasse. Anschliessend wird "Siesta" gehalten. Die Liegeposition verändert sich je nach dem in welcher Richtung auf der Saône etwas läuft.

Die beiden Schwäne wollten gestern Abend noch Futter abholen. Bekanntlich sollte man ja kein Brot verfüttern - das haben wir auch geflissentlich unterlassen. 

Einige Mietboote und der eine oder andere etwas grössere Eigentümer passieren unsere Stelle. Wie immer mit viel Tempo und jeweils viel zu nahe an den festgemachten Booten. 

Per Mail erhalten wir jeweils Informationen zur Situation auf Kanälen und Flüssen. Das letzte Foto zeigt eine dieser Ankündigungen von VNF. Gemeldet wird ein Wettfischen auf der Saône. Das ist zwar keine grosse Gefahr aber die Info von VNF ist OK. Beachtenswert ist der Termin des Anlasses: 18. OKTOBER 2020. Heute haben wir den 30. Juli!!!! Das Ereignis  findet in 2 1/2 Monaten statt. Offensichtlich hat das administrative Personal bei VNF nicht Gescheites zu tun.


29. Juli 2020 PK 243 - PK 260, 17 km, 1 Schleuse

Es wird jeden Tag wärmer. Die Höchsttemperaturen werden für Samstag und Sonntag angekündigt. Einige Wetter-Portale sprechen mittlerweile von 39 - 40 Grad in unserer Region.

Der Morgen beginnt erstaunlich kühl mit 13 Grad - Faserpelz ist angesagt. Kaum zu glauben, wenn man an die Temperaturen vom kommenden Wochenende denkt. 

An der Schleuse Heuilley kommt es schon am Vormittag zu den ersten Staus. Die Mieter begeben sich wieder in Richtung Bootsbasis. 

Wir legen beim PK 260 an. Ein Liegeplatz, der ab 11.00 Uhr sehr viel Schatten bietet und mit einer Wassertiefe von 2m für uns optimal ist. Der dichte Wald hinter uns kühlt zudem angenehm ab. Das Internet ist etwas schwach auf der Brust und die Sicht nach Süden auf den Satelliten ist Null. Damit können wir aber sehr gut leben... ;-))

Vis à vis von uns liegt ebenfalls ein Snaily (Louis Pasteur), allerdings während des ganzen Tage in der prallen Sonne. An der Stelle haben wir vor drei Wochen ebenfalls übernachtet. Bei den hohen Temperaturen der kommenden Tage wird's dort dann eher ungemütlich.

Am Nachmittag sind Unterhaltsarbeiten auf dem Plan. Ich reinige und dichte die Dachluken der Kabine neu ab. Für morgen ist dann diejenige vom Salon an der Reihe. 

 


28. Juli 2020, PK 223 - PK 243, 20 Km, 2 Schleusen

Auf der morgendlichen Bike-Tour fotografiere ich ein Mietboot, auf dem die Spuren der gestrigen Feierlichkeiten noch zu sehen sind. Ich möchte nicht wissen, wie es im Inneren aussieht.

Ein ganz Schlauer von einer Fischer-Truppe (siehe Blog vom 24. Juli) an der Saône hat über Nacht sein Nummernschild "versteckt". Gestern Abend war die Nummer noch nicht abgedeckt. Der Grund für den Inkognito-Modus? Es handelt sich um einen Deutschen, der wahrscheinlich der Meinung ist, seine Nationalität könne so nicht erkannt werden. Mitnichten!!! Welcher französische Fischer rollt im PS-starken Audi zum Fischen an den Fluss... ;-)) "Echte" französische Fischer erkennt man am Peugeot, Citroen oder Renault.

Auffallend ist, dass sich offensichtlich rein gar niemand von den Schildern entlang der Saône beeindrucken lässt. Auf dem Bild steht auf dem linken Schild "Campieren verboten", rechts steht ein allgemeines Fahrverbot. Hundert Meter nach den beiden Schildern parken zwei PW's und ein Wohnmobil am Rand des Radwegs. Gecampt wird dann am Ufer der Saône.

Die Schleuse "Poncey" passieren wir gemeinsam mit einem Mieter. Das Festmachen des Bootes bereitet den 4 Personen grosse Mühe. Das Heck lässt sich partout nicht zur rechten Schleusenmauer bewegen. Nach einigen Versuchen, das Heckseil dem Crewmitglied auf der Schleuse zuzuwerfen, hört der Käpten dann doch noch auf meinen Ratschlag: Ruder ganz nach links einschlagen, leicht Gas geben und das Heck verschiebt sich ganz automatisch in die gewünschte Position. Er bedankt sich mit einem "Daumen-Hoch". Emoji im Analog-Format... ;-))

An unserem heutigen Liegeplatz im Grünen ist relativ viel los. Vor allem Mietboote plus der eine oder andere Ausflügler mit kleinem Schiffchen und Riesenmotor sind unterwegs. Letztere verursachen im Verhältnis zur Grösse einen unnötig grossen Wellenschlag. Was auffällig ist. Der ältere Herr "chauffiert" in dieser Bootskategorie häufig eine junge Musse. In unserem Sprachgebrauch sprechen wir von der "Fender-Mieze". 


27. Juli 2020, PK 209 - 223, 14 km, 0 Schleusen

Es wird wärmer.

Nach ein paar Einkäufen in St. Jean verziehen wir uns ganz rasch wieder in den Schatten. 

Wir schon so oft, ist an unseren Liegeplätzen etwas "Heckenpflege" notwendig. Erstens um zu verhindern, dass unsere Farbe zerkratzt wird und zweites um die Immigration von Ameisen und anderem Getier zu reduzieren.

Für das Ende der Woche kündigen sich Temperaturen bis nahezu 40 Grad an. Wir wollen mal hoffen, dass es sich - um hier mal den blonden Trimpel aus Amerika zu zitieren -  um "Fake News" handelt und das Ganze nicht gar so schlimm wird.


26. Juli 2020, PK 209, 0 km, 0 Schleusen

Wie angekündigt sind wir liegen geblieben. 

Das Wetter ist heute sehr wechselhaft. Vor allem am Vormittag ist der Himmel sehr wolkenverhangen. Gegen Abend zeigt sich dann wieder die Sonne. Auf der Saône ist ziemlich viel los. Auf Boote die am Ufer liegen wird wie üblich keine Rücksicht genommen. Vor allem die kleinen Sportboote verursachen einen relativ starken Wellengang. 

Heute lassen wir mal wieder unseren Generator laufen. Nach der langen Winterpause ist das notwendig, um Standschäden zu verhindern. Den Strom für die Waschmaschine hat er auf alle Fälle ohne Unterbruch geliefert. 

Ansonsten war es ein ruhiger Tag. Mit dem Bike habe ich heute auf 80 km abgespult.


25. Juli 2020, PK 179 - St. Jean de Losne - PK 209, 30 km, 1 Schleuse

Gegen 07.45 Uhr verlassen wir unseren Liegeplatz im Grünen. Noch vor der Abfahrt fährt der Frachter "Andreas-Michael" an uns vorbei. Er wird unterhalb von St. Jean Getreide laden.

In Seurre dann das gewohnte Bild. Insgesamt sind 4 Boote in der Schleuse. Drei Eigentümer und ein Mieter. Die "Crew" des Mietbootes - es sind immerhin 4 Personen - haben mit vereinten Kräften versucht, das Boot für das Hochschleusen festzubinden. Zeitweise liegen sie quer im Becken. Sogar der Schleuser schüttelt den Kopf. Nach der Ausfahrt ist besagter Mieter wie üblich mit Vollgas an den anderen vorbeigefahren. Wenn sie etwas können, dann ist es Vollgas geben - aber nur auf gerader Strecke... ;-))

Zum Mittagessen sind wir wieder einmal im Bouchon Lonais. Das Menü entnehme man den Bildern. Der geneigte Leser schaue sich doch mal den Teller mit dem Fischfilet, den Tomaten und den Kartoffeln genauer an. Frage: Von welchem Fisch stammt dieses Filet? Lösungen nehmen wir gerne per Whatsapp entgegen. Bisher hat's einer herausgefunden - allerdings ein Profi. 

Am Nachmittag drehen wir um und verziehen uns an ein schattiges Plätzchen etwas unterhalb von der alten Schleuse. Am Quai National, dort wo wir zu Mittag gegessen haben, ist es laut und an der prallen Sonne sehr heiss.

Das Bad in der Saône bringt Kühlung. 

Wir planen, morgen hier liegen zu bleiben. 


24. Juli 2020, Chalon s. Saône - PK 179, 38 km, 1 Schleuse

Heute brechen wir zeitig auf. Um 07.30 Uhr legen wir in Chalon s. Saône ab. Die frühe Abfahrt macht sich am Nachmittag betr. dem Liegeplatz bezahlt. Dazu aber später mehr. 

Im alten Hafen von Chalon stehen noch die ehemaligen Lastkräne herum. Gebraucht werden sie wahrscheinlich nicht mehr sehr häufig.

Das Wetter zeigt sich von der guten Seite. Ein paar dicke Wolken schieben sich von Zeit zu Zeit vor die Sonne. Das macht die doch relativ hohen Temperaturen angenehmer. 

Die Wassertemperatur beträgt um die 27 Grad.

Am Abend liegen wir beim Punkt 179. Dass wir am Morgen früh abgefahren sind macht sich jetzt bezahlt. An "unserem" Platz wollten sich am Nachmittag auch Fischer breit machen. Wären wir später angekommen, wäre das Plätzchen besetzt gewesen. Fischer hat es in dieser Region reichlich. 

Wir liegen im Schatten. Die Sicht auf den Satelliten im Süden ist eingeschränkt. Abhilfe schafft der Dreifuss mit der kleinen Schüssel.

Immerhin sind uns heute zwei 38m-Pénichen begegnet. Die "Wall-Hall" haben wir bereits vor 10 - 15 Jahren des öfteren gekreuzt. 

Zurück zu den Fischern in der Region:

Auf der abendlichen Bike-Tour in Richtung Seurre habe ich die Anzahl der Fischer gezählt. Es waren auf einer Distanz von 6 km deren ZEHN. Wer sich jetzt unter "Fischer" den älteren Herrn mit Hut und Angelrute auf seinem Schemelchen vorstellt, liegt völlig falsch. Bei den Fischern handelt es sich um ganze Gruppen, Familien mit Kind und Kegel, irgendwelche Teile von Vereinen, usw. Ausgerüstet sind die Truppen mit Wohnwagen, Camper, Partyzelt, Schlafzelt, Generator und viel, sehr viel Angel-Equipment. Leider bleibt dann auch viel Abfall liegen. Hier könnte sich für VNF eine neue Einnahmequelle eröffnen, indem die Wild-Camper mit einer Gebühr belegt werden.

Ich habe mir zudem die Nummernschilder der Fahrzeuge angeschaut. Eine echte Fischer-Truppe geht nämlich keinen Meter zu Fuss. Das Auto steht also immer griffbereit in der Nähe. Von den zehn Gruppen trugen deren SECHS eine deutsche Autonummer! Offensichtlich lohnt es sich für ein Wochenende aus Deutschland ins Burgund zum Fischen anzureisen... ;-))


23. Juli 2020, Chalon s. Saône 0km, 0 Schleusen

Wir bleiben in Chalon liegen. 

Nachtrag zum gestrigen Blog: das Restaurant hiess: Le Regis

Am Morgen spule ich die üblichen 20 - 25 km mit dem Bike ab. Entlang dem Canal du Centre ist das sehr angenehm - vor allem bevor die Hitze des Tages aufkommt. In Fragnes liegt ein einziges Boot - und das in der Hochsaison. Für die Anlegestelle ist der niedrige Wasserstand vernichtend. Diesmal ist es aber nicht das Virus, das den Flusstourismus lahm legt - nein es ist ein nationales Problem: VNF. Wie uns der Schleusenwärter gestern berichtet hat, werde jetzt eine der Pumpen ersetzt. Im Oktober soll das Gerät in Betrieb gehen. Unglaublich, wenn man bedenkt, dass der Kanal in den letzten 10 Monaten ausser Betrieb war. Da wäre ausreichend Zeit gewesen, die Unterhaltsarbeiten auszuführen. 

Marianne und Christine "erkunden" die Stadt. Ueli und ich schauen uns die Situation bei den diversen Speicherseen an, die den Kanal mit Wasser versorgen. Die Fotos zeigen die aktuelle Situation: die Speicher sind alle sehr gut gefüllt. VNF selber gibt auf ihrer Website an, dass die Reservoirs für den Canal du Centre zu 76 % gefüllt sind.  Um so unverständlicher ist die Situation in Fragnes. Mittagessen gibts im "Le Marchand" in St. Léger sur Dheune. 

Offensichtlich gibt's bei VNF doch noch Budget. Auf allen Schleusen wurden nagelneue Plakate aufgestellt. Unmittelbar ober- bzw. unterhalb der Schleuse steht jetzt ein grosses Parkverbot - jeweils an einer Stelle, an der mit Sicherheit noch nie ein Boot angelegt hat bzw. gar nicht anlegen kann (Steine, Untiefe, Schilf)! Zudem wurde jede Schleuse mit einem Namensschild versehen. Ob das nötig ist, wage ich zu bezweifeln. Dieses Budget hätte man besser in den Unterhalt des Kanals gesteckt. 

Noch eine Bemerkung zu unserem Aufenthalt in Fragnes. Bei der Ankunft am Montag haben wir für 4 Tage den Liegeplatz vorausbezahlt. Wie bekannt sind wir am zweiten Tag im Schlick gelegen und haben dann gezwungener Massen die Anlegestelle verlassen müssen. Heute hat uns die freundliche Dame von der Capitainerie die halbe Liegegebühr zurückerstattet. Sie kannte unser Boot. Wären wir nicht vorbei gekommen, hätte sie uns sogar den Betrag via die Equipe der Tabatha (Francine u. Jean-Pierre) zukommen lassen. Das nenne ich doch mal sehr kundenfreundlich. Wir werden sicher wieder in Fragnes anlegen - wenn es den wieder einmal Wasser hat.


22. Juli 2020, Fragnes - Chalon s. Saône, 9 km, 1 Schleuse

Gegen 08.00 Uhr verlassen wir Fragnes. Der Wasserstand wird mit Sicherheit nicht besser, da ziehen wir ein paar Meter Wassertiefe auf der Saône eindeutig vor. Auf der Fahrt zur Schleuse Crissey messen wir unter dem Bug z.T. 80 - 90 cm Wasser. Der Kiel mit 1.05 m Tiefgang kommt damit dem Grund schon gefährlich nahe. 

Auf der Saône wird fleissig Wassersport betrieben, z.B. Rudern. Die Damen im 4-er hören auf den Takt des Herrn im orangen Motorboot. Für einmal hat also der Mann das Sagen... ;-))

Ein ungewohntes Bild zeigt sich bei der Einfahrt nach Chalon. Sechs Flusskreuzfahrtschiffe liegen am Kai. Für diese Jahreszeit eine sehr spezielle Situation. Eigentlich sind die jetzt alle auf der Rhone und der Saône unterwegs. Und es sieht nicht danach aus, als ob sie nächstens vollgestopft mit Touristen ablegen würden. Corona lässt grüssen. 

Beim Verlassen der Schleuse Crissey machen sich massive Vibrationen auf der Schraube bemerkbar. Üblicherweise lassen sich eingedrehte Gräser, Laub und anderes Grünzeug mit ein paar Vor- bzw. Rückwärtsbewegungen der Schraube entfernen. Diesmal ist dem gar nicht so. In Chalon muss ich inkl. Taucherbrille ins Wasser. Ein mit Dornen bestückter Teil einer Hecke hat sich hartnäckig um die Schraube gewickelt. Entfernen kann ich das piksende Grünzeug nur mit einem scharfen Messer.

Zum Mittagessen treffen wir uns mit Ueli und Christine in der Stadt. Es hat sehr gut geschmeckt. Da kann man mal sehen, wie man sich auf gute Freunde verlässt. Wir kennen nicht einmal den Namen des Restaurants... ;-)) 


21. Juli 2020, Fragnes, 0 km, 0 Schleusen

Wir sind in Fragnes liegen geblieben. Es ist heiss. Wir tätigen Einkäufe und lassen die Waschmaschine arbeiten. Zum Mittagessen sind wir mit dem Roller nach Chagny gefahren und haben im Grenier à Sel das "Pavé du Boeuf" gegessen. Es hat geschmeckt. Soweit ist eigentlich alles wie es sein sollte.

Einzig beim Wasserstand gibt's etwas "Ägschen". Der sinkt nämlich stetig! So kommt es, dass wir am Nachmittag plötzlich mit dem Heck festsitzen. Während des Tages hat sich der Wasserspiegel um satte 15 cm abgesenkt! Mit viel Aufwand und Muskelkraft sind wir nach langem "Schiff-Schaukeln" wieder frei gekommen. Mittlerweile haben wir uns etwas verschoben - in der Hoffnung an einer tieferen Stelle zu liegen. Das Heck drückt jetzt ein Holzbalken vom Ufer weg. Diverse Seile sollten uns während der Nacht in dieser Position halten. Obwohl wir eigentlich bis am Freitag bleiben wollten, drehen wir morgen früh um und fahren zurück auf die Saône. 

Wenn sich  die Situation im Biefe von Fragnes nicht verbessert navigiert hier in ein paar Tagen niemand mehr. Die VNF wird es freuen, dann ist es total ruhig auf dem Kanal. Solange die Pumpen an der Schleuse Crissey kein Wasser aus der Saône in den Kanal pumpen wird sich die Situation nicht verbessern. Ich frage mich, wie der Gerant der Liegestelle in Fragnes die Sache sieht. Der macht nämlich Null Euro Umsatz. Bisher war es hier im Sommer jeweils voll.  

Zu guter Letzt haben wir dann nach eine kleine Maus aus dem Kanal gefischt. Klatsch nass brauchte sie geraume Zeit, bis die Lebensgeister wiederum zurück gekehrt sind.


20. Juli 2020, Pt. 182 - Fragnes, 41 km, 2 Schleuse